14.10.2020, 21.04 Uhr

"Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF: Seit 26 Jahren ungeklärt! Diese Mordfälle halten die Polizei in Atem

Ungeklärte Kriminalfälle sind das Spezialgebiet von Rudi Cerne bei

Ungeklärte Kriminalfälle sind das Spezialgebiet von Rudi Cerne bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" im ZDF. Bild: Annette Riedl / picture alliance / dpa

In jeder neuen Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" präsentiert Moderator Rudi Cerne Kriminalfälle, bei deren Aufklärung die Polizei auf die Mithilfe des Fernsehpublikums angewiesen ist. Auch in der Folge, die am Mittwoch, dem 14. Oktober 2020 im ZDF zu sehen sein wird, sind abermals aufsehenerregende Verbrechen dabei, bei denen die Ermittler auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung hoffen.

"Aktenzeichen XY... ungelöst" neu im ZDF am 14. Oktober 2020 via Live-Stream und Wiederholung

Ab 20.15 Uhr wird Rudi Cerne live aus dem "Aktenzeichen XY"-Studio senden, um im ZDF bislang ungeklärte Verbrechen vorzustellen und die Zuschauer dazu aufzurufen, Zeugenhinweise abzugeben. Zu sehen ist die seit Jahrzehnten erfolgreiche Sendung am Mittwochabend an ihrem angestammten Sendeplatz im ZDF. Wer dem Fernsehgerät eine Pause gönnen und "Aktenzeichen XY... ungelöst" am 14.10.2020 lieber per Smartphone, Computer oder Tablet schauen möchte, der kann sich ab 20.15 Uhr in die ZDF-Mediathek einwählen und dort "Aktenzeichen XY... ungelöst" im Live-Stream verfolgen.

Sollten Sie die neueste Ausgabe von "Aktenzeichen XY... ungelöst" am Mittwoch, dem 14.10.2020 um 20.15 Uhr im ZDF versäumt haben, gibt es dank der Wiederholung die Möglichkeit, die ungeklärten Kriminalfälle erneut zu sehen. Bereits am späten Mittwochabend, genauer gesagt ab 23.10 Uhr, gibt es die aktuelle Sendung von und mit Rudi Cerne erneut bei ZDF neo zu sehen, bevor die Sendung in der Nacht zu Donnerstag (15.10.2020) ab 01.15 Uhr abermals im ZDF wiederholt wird.

"Aktenzeichen XY... ungelöst" am 14.10.2020 mit Mordfall Maria Baumer: Saß ein Mörder im Studio?

Welche Fälle Rudi Cerne in Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei in der Oktober-Sendung vorstellen wird, ist bereits im Vorfeld bekannt gegeben worden. So ist unter anderem ein Mordfall Thema, der streng genommen bereits aufgeklärt ist. Es handelt sich um das Tötungsdelikt, dem Maria Baumer aus der Oberpfalz im Mai 2012 zum Opfer fiel.

Baumer war im Mai 2012 von ihrem Verlobten als vermisst gemeldet worden. Der Mann trat damals in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" auf und bat um die Unterstützung des Publikums. Ende 2019 folgte die Wende: Der Verlobte wurde als Tatverdächtiger angeklagt. Vergangene Woche ist er vor dem Landgericht Regensburg nach einem Aufsehen erregenden Indizienprozess wegen des Mordes an der 26 Jahre alten Frau für schuldig befunden und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Nun greift die ZDF-Sendung das Thema erneut auf. Moderator Rudi Cerne befasst sich in der Folge am Mittwoch mit der Frage: "Hatten wir im XY-Studio tatsächlich einen Mörder sitzen?", wie eine Sprecherin vorab mitteilte.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 36-Jährige seine Verlobte mit Medikamenten vergiftete, um für eine neue Beziehung frei zu sein. Die Tote vergrub er im Wald und erzählte den Angehörigen, die Frau sei verschwunden. Im Herbst 2013 fanden Pilzsammler ihre Leiche. Im Laufe des Prozesses gab der Mann zu, die Leiche verscharrt zu haben. Die Schuld am Tod der Frau wies er von sich. Sie habe die Tabletten wohl selber genommen.

Wenige Tage vor dem Urteil hatte Cerne die Entwicklungen im Fall Baumer als einzigartig bezeichnet. "Das gab es in der Geschichte von "Aktenzeichen XY" noch nie", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Der 62-Jährige führt seit 2002 im ZDF durch die Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst", in der die Zuschauer den Ermittlern mit ihren Hinweisen helfen können, Verbrechen aufzuklären. Die erste Folge des Dauerbrenners wurde 1967 ausgestrahlt.

Der Mörder saß im Studio! Fall Maria Baumer bei "Aktenzeichen XY" im ZDF

In einem kurzen Beitrag hat sich das ZDF am Mittwochabend in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit dem Fall Maria Baumer befasst. Die Frage "Hatten wir im XY-Studio tatsächlich einen Mörder sitzen?" könne seit vergangener Woche mit Ja beantwortet werden, sagte Moderator Rudi Cerne. Vergangenen Dienstag war der Verlobte Maria Baumers vor dem Landgericht Regensburg wegen Mordes schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Richter stellten die besondere Schwere der Schuld fest.

Der 36-Jährige war 2012 in der ZDF-Sendung aufgetreten und hatte um Hilfe bei der Suche nach seiner Verlobten gebeten. Diese galt damals als vermisst. Tatsächlich war die Frau zu diesem Zeitpunkt bereits seit einigen Monaten tot. "Die ganze Situation ging mir im Nachhinein natürlich auch ganz schön unter die Haut", sagte Cerne in München. Er habe es nie für möglich gehalten, "dass das alles eine glatte Lüge war", sagte er zu der Geschichte, die der Verlobte damals erzählte.

Im Verlauf des Prozesses in diesem Sommer gestand der Verlobte, die Leiche der Frau in einem Wald vergraben zu haben. Die Schuld an ihrem Tod wies er von sich - was die Schwurgerichtskammer ihm aber nicht glaubte. In einem Aufsehen erregenden Indizienverfahren kam sie zu dem Schluss, dass der Mann die damals 26-Jährige mit Medikamenten vergiftet hat, um eine neue Beziehung eingehen zu können.

Pilzsammler fanden die Leiche Baumers im Herbst 2013. Ende 2019 wurde der Verlobte als Tatverdächtiger angeklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat am Dienstag Revision beantragt.

Mord vor 26 Jahren: Ermittler setzen auf "Aktenzeichen XY"

Ein weiterer Fall wartet indes noch auf seine Aufklärung - und das seit einem Vierteljahrhundert. Rund 26 Jahre nach einem Mord in Rheinland-Pfalz soll die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" bei der Aufklärung der Tat helfen. Es geht um einen gebürtigen Polen namens Ryszard Gorczyca (Rischard Gortschitz), der 1994 in einem Waldstück in Idar-Oberstein entdeckt worden war. Bis vor kurzem war die Identität des Toten unbekannt gewesen - dank neuer Technik war Ermittlern jüngst eine Zuordnung gelungen. Nun erhofft man sich neue Hinweise, die zum Täter führen könnten, hieß es von der Polizei.

Die Leiche des Mannes, der damals 46 Jahre alt war, war in einem Schlafsack und Müllsäcken verpackt. Es wurden Verletzungen festgestellt, die eindeutig auf ein Gewaltverbrechen schließen ließen. Gorczyca soll damals in Idar-Oberstein gewohnt haben, sich zeitweise aber auch in Polen aufgehalten haben. Er war nach 1989 mit seiner Familie von Danzig in den Raum Idar-Oberstein gezogen.

Kriminalpolizei sucht Zeugen - so helfen Sie bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" mit

Sie möchten den Ermittlern bei "Aktenzeichen XY... ungelöst" helfen und Hinweise zu Kriminalfällen übermitteln? Dann haben Sie mehrere Möglichkeiten, mit der Kriminalpolizei Kontakt aufzunehmen. Zur Sendezeit von "Aktenzeichen XY... ungelöst" ist das Studiotelefon unter der Rufnummer 089 - 95 01 95 zwischen 20.15 Uhr und 01.30 Uhr freigeschaltet. Auch per E-Mail an xy@zdf.de können Sie Zeugenhinweise zu aktuellen ungeklärten Fällen mitteilen. Zudem können Hinweise bei der ermittelnden Polizeidienststelle oder jeder anderen Polizeidienststelle abgegeben werden.

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loc/news.de/dpa