12.08.2020, 07.42 Uhr

Blutbad in Ochtendung (Rheinland-Pfalz): Hand von 21-Jährigen abgehackt! Handelte der Macheten-Mann aus Notwehr?

In Rheinland-Pfalz wurde einem 21-Jährigen die Hand mit einer Machete abgetrennt (Symbolbild).

In Rheinland-Pfalz wurde einem 21-Jährigen die Hand mit einer Machete abgetrennt (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Alex Malikov

Ein 22-Jähriger soll im nördlichen Rheinland-Pfalz einem anderen jungen Mann mit einer Machete eine Hand abgetrennt haben. Der 21-Jährige erlitt bei der Tat in Ochtendung außerdem Verletzungen am Kopf und schwebte zeitweise in Lebensgefahr, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mitteilte. Der 22-Jährige habe gegenüber den Ermittlern angegeben, zuvor von dem Jüngeren beschossen worden zu sein.

Hand mit Machete abgehackt! Niclas (21) schwebte in Lebensgefahr

"Nachts um viertel nach 12 kam der Anruf der Freunde meines Sohnes. Sie sagten Niclas hatte einen Unfall", erzählt die Mutter des 21-Jährigen. Im Krankenhaus dann der Schock:"Seine linke Hand war abgetrennt, sein Kiefer und seine Wagenknochen gebrochen. Niclas schwebte in Lebensgefahr." In einer 16-stündigen-Operation retteten die Ärzte dem jungen Mann schließlich die Hand und das Leben.

Mann (22) verteidigt sich mit Machete gegen Pistolen-Mann - und hackt ihm die Hand ab

Zu dem Vorfall war es am späten Samstagabend in der Nähe einer Grillhütte gekommen. Der 22-Jährige sagte denErmittlern, er habe mit der Machete in seiner Gartenlaube Feuerholz gehackt. Dabei habe er einen Autounfall auf einem nahegelegenen Waldweg bemerkt. Als er dem Fahrer habe helfen wollen, habe dieser plötzlich eine Schusswaffe aus dem Handschuhfach geholt und mehrfach auf ihn geschossen. Als Reaktion darauf habe der 22-Jährige dem Fahrer mit der Machete eine Hand abgetrennt. Minuten später seien zwei Männer aus der Richtung des Grillplatzes gekommen und hätten ihm mehrmals ins Gesicht geschlagen.

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Widersprüchliche Aussagen! Handelte der 22-Jährige in Notwehr?

Aufgrund seiner Verletzungen musste auch der 22-Jährige im Krankenhaus versorgt werden. Bei der Schusswaffe handelte es sich laut Staatsanwaltschaft um eine Schreckschusswaffe. Die Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten noch an. Derzeit könne nicht ausgeschlossen werden, dass der 22-Jährige aus Notwehr handelte, hieß es. Gegen ihn werde nun wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Er sei zunächst festgenommen worden, später aber wieder auf freien Fuß gekommen.

Der 21-jährige Niclas konnte noch nicht befragt werden. Seine Freunde schilderten gegenüber seiner Mutter den Vorfall jedoch völlig anders. So soll Niklas mit seinem Auto in den Wald gefahren sein. Als er drehen wollte, blieb er offenbar an einem Stein hängen und stieg aus. Freunde wollen beobachtet haben, wie er mit jemanden gesprochen hat. "Plötzlich hob Niclas die Hände hoch und rief: 'Bitte tu mir nichts'. Dann schlug er meinem Sohn die Hand ab", erzählt seine Mutter gegenüber der "Bild". 

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loc/news.de/dpa