18.02.2020, 13.28 Uhr

Bauernregeln im Monat März: DAS prophezeien die uralten Regeln zur Wettervorhersage für den Frühling

Bauernregeln sollen das Wetter vorhersagen.

Bauernregeln sollen das Wetter vorhersagen. Bild: AdobeStock/ surachat

Von news.de-Redakteurin Franziska Kais

Wettervorhersagen, wie wir sie heute kennen, gab es vor einigen Jahren noch nicht. Stattdessen mussten sich die Bauern in ihrer täglichen Arbeit an Regeln orientieren, welche ihre Vorfahren anhand von über die Jahrhunderte gesammelten Wissens aufgestellt hatten. Heute kennen wir genau diese Regeln als sogenannte "Bauernregeln".

Wetter-Vorhersage anhand von Bauernregeln: Wissen über Jahrhunderte angehäuft

Die Landwirte haben früher Pflanzen und Tiere beobachtet, um Aussagen darüber zu treffen, wie das Wetter in den kommenden Tagen und Wochen voraussichtlich wird. Bestimmte Regelmäßigkeiten hielten sie als Sprichwörter für die nachfolgenden Generationen fest. Während einige Bauernregeln auch heute noch Beachtung finden und gelten, hat der Klimawandel so manche alte Regel inzwischen ungenau gemacht. Denn die Witterungsverhältnisse und ihre Regelmäßigkeiten haben sich im Verlauf des 20. und 21. Jahrhunderts stark verschoben. So beginnt die Vegetationsperiode der Pflanzen heute beispielsweise bis zu drei Wochen früher als damals noch.

Siebenschläfer und Co.: Bauernregeln betrachten Wetter an bestimmten Lostagen

Bauernregeln befassen sich oftmals mit einem sogenannten Lostag, wie dem Siebenschläfer zum Beispiel. Das Wetter an diesem einen Tag soll Auskunft über die darauffolgenden Wochen geben. Außer Acht lassen darf man bei der Anwendung von Bauernregeln auch nicht, dass die Region, in der diese Wetterregel aufgestellt wurde, ebenfalls entscheidend ist. So müssen wiederkehrende Wetterphänome im Süden Deutschlands nicht zwangsweise auch auf den Norden zutreffen. So kann es sein, dass es für den gleichen Zeitpunkt im Jahr zwei komplett gegensätzliche Regeln gibt. Die eine könnte dann im Norden und die zweite im Süden aufgestellt worden sein.

Bauernregeln im März 2020

Bauernregeln gibt es für jede Jahreszeit und jeden Monat des Jahres. Was also versprechen die März-Bauernregeln für die kommenden Wochen, den Frühling oder den Sommer?

  • So wie der erste März, so der Frühling. So wie der 2. März, so der Sommer. So wie der 3. der Herbst.
  • Regnet's stark zu Albinus, macht's dem Bauern viel Verdruss. (Der 1. März ist der Tag des heiligen Albinus von Angers)
  • Märzenstaub und Märzenwind, guten Sommers Vorboten sind.
  • Friert es auf Virgilius, im Märzen Kälte kommen muss.
  • Wenn im März noch viel Winde wehn, wird's im Maien warm und schön.
  • Soviel der März an Nebeln macht, sooft im Juni Donner kracht.
  • An Vierzigritter kalter Wind, noch vierzig Tage windig sind. (Der 10. März ist der Tag der heiligen vierzig Märtyrer)
  • Weht am Gregoriustag der Wind, noch vierzig Tage windig sind. (Der 12. März ist der Tag des heiligen Gregorius)
  • Donnert's im März, so schneit's im Mai.
  • Taut's im März nach Sommerart, bekommt der Lenz 'nen weißen Bart.
  • Sieht Sankt Gertrud Eis, wird das ganze Jahr nicht heiß. (Der 17. März ist der Tag der Gertrud von Nivelles)
  • Viel Tau im Monat März bringt Reif um Pfingsten, den Feldern Schmerz.

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