03.03.2020, 07.31 Uhr

Hundertjähriger Kalender im März 2020: Kälte-Horror im Frühling? DAS prophezeit der 100-jährige Kalender

Wird der Frühling eiskalt?

Wird der Frühling eiskalt? Bild: AdobeStock / Almgren

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

Der Winter ist offiziell vorbei! Am 1. März 2020 beginnt meteorologisch der Frühling. Dürfen wir uns nun vom stürmischen Schmuddelwetter verabschieden? Können wir uns nun auf warmes Sonnenschein-Wetter freuen? Oder wird der März ähnlich grau wie der Februar ? Der Hundertjährige Kalender gibt einen ersten Anhaltspunkt, wie das Wetter im März im Merkurjahr 2019/20 werden könnte.

Hundertjähriger Kalender gibt Wetter-Ausblick für März 2020

Laut Wetterprognose des 100-jährigen Kalenders soll der März 2020 eiskalt beginnen. Ab dem 4. März 2020 soll es stark regnen, bevor wir uns ab dem 05.03. auf Schnee einstellen müssen. Danach soll bis zum 20. März 2020 "große Kälte" folgen. Danach wechselt der Hundertjährige Kalender in den nächsten Planeten. Wir dürfen gespannt sein, ob die Vorhersage des 100-jährigen Kalenders wirklich so eintreffen wird. Hoffentlich nicht!

Frühlingsanfang am 01.03.2020: Wann beginnt der Frühling?

Der Frühling ist da - zumindest meteorologisch betrachtet. Der meteorologische Frühlingsanfang ist jedes Jahr am 1. März. Wetterexperten berechnen ihre Klimadaten nämlich in ganzen Monaten. Für sie dauert der Frühling vom 1. März bis zum 31. Mai.

Anders die Astronomen: Weil sich die Erde mit geneigter Achse um die Sonne dreht, wird mal die Nordhalbkugel und mal die Südhalbkugel stärker beschienen. So entstehen die Jahreszeiten. Der astronomische oder auch kalendarische Frühlingsanfang fällt in Europa auf den 20. März. Dann steht die Sonne genau senkrecht über dem Äquator und wandert nach Norden.

Es gibt aber auch noch einen phänologischen Frühlingsbeginn: Die Pflanzenwelt zeigt nämlich ihren eigenen Frühling an. Die Phänologie - griechisch für "Lehre von den Erscheinungen" - leitet aus den Blütezeiten die einzelnen Frühjahrsphasen ab. Der Vorfrühling etwa beginnt, wenn die Haselsträucher blühen.

So funktioniert der Hundertjährige Kalender 2019

Im 17. Jahrhundert verfasste der Abt Mauritius Knauer das Calendarium oeconomicum practicum perpetuum. Für die Mönche sollte diese Sammlung von Wettervorhersagen eine genaue Prognose des Wetters ermöglichen. Damals allerdings, um die Landwirtschaft zu verbessern.
Sieben Jahre lang führte Knauer Tagebuch und notierte alle Wetterereignisse. Dabei bezog er sich bei seiner Langzeitprognose auf die damalige astronomische Weltanschauung. Die Menschen kannten bereits die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur. Der Abt ordnete jedem von ihnen jeweils die Herrschaft über ein Jahr zu.

Somit gibt der Hundertjährige Kalender einen Überblick über das Wetter in einem Sieben-Jahres-Rhythmus. Immer am 21. März übernimmt ein neuer Himmelskörper die Regentschaft über den Himmel. 2019 steht das Jahr unter der Regentschaft des Merkurs.

Wettervorhersage für ein ganzes Jahr - Ist das möglich?

Der Hundertjährige Kalender sagt in keinem Fall das Wetter der nächsten 100 Jahre voraus. Wer dies glaubt, liegt völlig falsch. Manche Einflüsse verhalten sich in einem Jahr völlig anders als von Knauer beschrieben, daher müssen diese immer berücksichtigt werden. Um das zu können, muss man sich auch mit den Mondphasen auskennen. Die meisten Wetterveränderungen finden meist am zweiten oder dritten Tag nach dem Neu- oder Vollmond statt. Auch Sonnenfinsternisse können das Wetter in einem Jahr beeinflussen.

Meteorologen halten jedoch nicht viel von den Wettermythen. "Nicht nur, weil das Klima sich bis heute verändert hat, viele Bauernregeln sind einfach nur aus schönen Reimen oder Mythen, aber nicht aus Beobachtungen entstanden", erklärt Meteorologe Hartmut Graßl gegenüber "Focus Online". Der 100-jährige Kalender sei nichts anderes als "reine Scharlatanerie".

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