17.09.2020, 09.38 Uhr

Badeunfälle 2020: Traurige Bilanz! So tödlich war der Badesommer in Deutschland

Jeden Sommer verunglücken Menschen bei Badeunfällen tödlich - unter den Opfern sind nicht nur Kinder (Symbolbild).

Jeden Sommer verunglücken Menschen bei Badeunfällen tödlich - unter den Opfern sind nicht nur Kinder (Symbolbild). Bild: Georg Wendt / picture alliance / dpa

In jedem Jahr wird die Sommerfreude getrübt durch tragische Badeunfälle. Bereits die ersten sommerlich-warmen Tage im Juni 2020 wurden von tödlichen Unglücken überschattet. Alle News zu Badeunfällen in Deutschland haben wir für Sie in unserem News-Ticker zusammengefasst.

Badeunfälle 2020: News-Ticker zu tödlichen Unfällen in Deutschland

+++ 17.09.2020: Weniger Badetote - aber im August besonders viele Menschen ertrunken +++

In Deutschland sind im laufenden Jahr weniger Menschen durch Ertrinken gestorben. In den ersten acht Monaten starben in deutschen Gewässern mindestens 329 Menschen - 20 weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Bad Nenndorf mitteilte. Allerdings ertranken im Monat August mit 117 so viele Menschen wie seit vielen Jahren nicht, im Vorjahresmonat waren es 45. Zuletzt lag die Zahl der Ertrunkenen im Sommermonat August 2003 höher - damals waren es 129.

"Sobald es heiß wird, gehen die Leute - oft zu sorglos - ins Wasser", warnte DLRG-Präsident Achim Haag. "Die Ursachen sind wie so oft Leichtsinn, Überschätzen der eigenen Leistungsfähigkeit, eine zu hohe Risikobereitschaft und insbesondere das Schwimmen in unbewachten Gewässern." Weil zahlreiche Schwimmbäder coronabedingt geschlossen hatten, hätten sich viele Menschen Alternativen im Freien gesucht. Unfallschwerpunkte sind nach wie vor Seen und Flüsse.

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 68 Opfern in Bayern - 12 weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordrhein-Westfalen gab es 41 Opfer zu beklagen, 13 weniger als im Vergleichszeitraum, in Niedersachsen waren es ebenfalls 41 und damit so viele wie im Vorjahreszeitraum. Es starben zumeist Männer, ihr Anteil an den Todesfällen lag bei fast 80 Prozent. Gründe seien Selbstüberschätzung, Leichtsinn und oftmals auch Alkohol.

+++ 19.08.2020:Boots-Badeausflug auf Bodensee: Mann stirbt, 70-Jähriger vermisst +++

Bei einem Boot-Badeausflug einer Männergruppe auf dem Bodensee ist am Mittwoch mindestens ein Senior ums Leben gekommen. Ein weiterer, 70 Jahre alter Mann, wurde am Abend noch vermisst. Eine aufwendige Suchaktion nach ihm wurde bei Anbruch der Dunkelheit abgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Sie soll am Donnerstag fortgesetzt werden.

Das Boot hatte am Nachmittag in der Reutiner Bucht im bayerischen Lindau geankert. Ein 73-Jähriger und der 70-Jährige gingen gemeinsam schwimmen, wie es hieß. Als der 73-Jährige offensichtlich gesundheitliche Probleme bekam, sprang zudem der 71 Jahre alte Bootsführer in Wasser.

Der 73-Jährige konnte einen Rettungsring greifen und zum Boot geschleppt werden. Gleichzeitig aber bekam der Bootsführer Probleme. Er wurde zum Boot gebracht, dort reanimiert - und starb schließlich im Krankenhaus Lindau.

Der 70-Jährige ging beim Baden unter. An der Suche nach ihm waren laut Polizei neben vier Hubschraubern auch 17 Einsatzboote aus Bayern, Baden-Württemberg und Österreich beteiligt - zunächst ohne Erfolg.

+++ 15.08.2020: Reitpferd stirbt auf rätselhafte Weise in Badesee +++

Ein Pferd ist bei einem Ausritt an einem Badesee in Niedersachsen auf rätselhafte Weise ums Leben gekommen. Der Besitzer war am Samstag mit dem Tier im Uferbereich des Sees in Papenburg geritten, wie die Feuerwehr mitteilte. Dann wurde er aus unklaren Gründen abgeworfen. "Während der Reiter sich unverletzt ans Ufer retten konnte, verschwand das Pferd kurze Zeit später unter der Wasseroberfläche und tauchte nicht mehr auf", hieß es weiter. Passanten alarmierten die Wasserrettung der Feuerwehr Obenende. Sie suchte mit Rettungsboot, Rettungstauchern und einem Sonargerät nach dem Pferd. Es sei schließlich geortet und tot aus dem See geborgen worden, hieß es.

+++ 15.08.2020: Drama im Kreis Leer: Junge (6) im See ertrunken +++

Ein sechs Jahre alter Junge ist im Idasee in Ostfriesland ertrunken. Nach einer groß angelegten Suchaktion wurde das Kind am Freitagabend leblos im Wasser aufgefunden, teilte die Feuerwehr in Niedersachsen mit. Zuvor hatte die Familie den Jungen als vermisst gemeldet.

Parallel zur Suche auf und in dem See lief ein großer Sucheinsatz an Land. Unklar war zunächst, ob sich der Junge im Wasser oder im Umfeld des Sees aufhielt. Die Angehörigen wurden von einem Kriseninterventionsteam betreut. Die Polizei hat die Ermittlungen für den genauen Unfallhergang aufgenommen.

+++ 10.08.2020: Vier Badetote am Wochenende in Berlin +++

In Berlin sind am vergangenen Wochenende mindestens vier Personen bei Badeunfällen gestorben. Neben einem von der Feuerwehr gemeldeten Badetoten am Teufelssee berichtete die Polizei am Montag von drei weiteren Toten. Ein 30-Jähriger, der am Samstag im Plötzensee verunglückte und ein 28-Jähriger, der am Sonntag im Großen Spektesee ertrank, überlebten trotz Reanimationsversuchen nicht. Darüber hinaus verunglückte laut Polizei am Sonntagabend ein Mann im Malchower See. Zu ihm konnte die Polizei noch keine weiteren Angaben machen, da noch ermittelt werde.

Laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) ist Selbstüberschätzung eine häufige Ursache für Badeunfälle. Von Donnerstagabend bis Sonntagabend rückten die ehrenamtlichen Rettungsschwimmer zu knapp 150 Einsätzen auf den Berliner Gewässern aus. Zehn Mal wurde die DLRG zu Ertrinkungsfällen alarmiert.

+++ 09.08.2020: 17 Jahre alter Nichtschwimmer ertrinkt in hessischem See +++

Auf der Suche nach Abkühlung ist ein 17 Jahre alter Nichtschwimmer in einem Baggersee in Hessen ertrunken. Ein Begleiter habe die Rettungsleitstelle am Samstag alarmiert, teilte das Polizeipräsidium Südhessen mit.

Nachdem sofort eine Suche mit Feuerwehr, DLRG, Polizeistreifen und einem Hubschrauber eingeleitet worden sei, habe der Heranwachsende aus Darmstadt nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden können. Reanimationsversuche seien vergeblich geblieben. Der "Bild" zufolge" sollen Schaulustige und unerlaubt parkende Fahrzeuge am Baggersee den Rettungseinsatz empfindlich gestört.

Laut Polizei konnte der 17-Jährige nicht schwimmen. Als er wegen des steil abfallenden Ufers an dem See zwischen Groß Rohrheim und Biblis in Not geraten sei, habe sein Begleiter - ebenfalls Nichtschwimmer - noch versucht, ihm zu helfen. Er konnte ihn demnach allerdings nicht retten. Der Baggersee ist den Angaben zufolge kein öffentliches Gewässer und gehört zu einer Firma. Zutritt und Schwimmen sollen dort mit Beschilderung verboten sein.

+++ 06.08.2020: Bundesweit weniger Badetote - Mehr Männer als Frauen betroffen +++

Die Zahl der Todesfälle durch Ertrinken in Deutschland ist weiterhin rückläufig. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres starben mindestens 192 Menschen beim Baden, wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Das sind 63 weniger als im Vorjahreszeitraum. "Der Frühling und die ersten Sommermonate in diesem Jahr waren bislang doch eher verhalten und das spiegelt sich in den erfassten Zahlen wieder."

Die meisten tödlichen Badeunfälle gab es mit 35 Personen in Bayern - 32 weniger als im Vorjahreszeitraum. In Nordrhein-Westfalen gab es 26 Opfer zu beklagen, 15 weniger als im Vergleichszeitraum und in Niedersachsen 24, vier weniger. Es kamen zumeist Männer ums Leben. Sie seien oft leichtsinniger und spielten gerne mal den Helden, was dann leider allzu oft tragisch ende, teilte die DLRG mit. Der Frauenanteil unter den Todesfällen betrug 23 Prozent. Bereits 2019 war die Zahl der Badetoten im Gesamtjahr gesunken.

+++ 31.07.2020: Mädchen (13) in Donau ertrunken +++

Eine 13-Jährige aus Bayern, die seit mehreren Tagen vermisst war, ist am Donnerstag tot aus der Donau geborgen worden. Ein Ehepaar hatte die Leiche der Jugendlichen am Donauufer in der Stadt Bogen entdeckt, so die Polizei der Stadt laut "Bild". Den Ermittlern war es möglich, das Mädchen als die Vermisste zu identifizieren. Am Dienstag war das Mädchen mit zwei ihrer Freundinnen in der Donau baden gegangen. Sie gingen bis zur Brusthöhe ins Wasser. Als das Mädchen von einer Strömung erfasst wurde, bewegten sich die beiden Freundinnen gerade zurück ans Ufer, sodass sie sie nicht rechtzeitig zurückziehen konnten.

+++ 31.07.2020: Mann (25) in Donau ertrunken +++

Auch ein 25-jähriger Mann ist der "Bild"-Zeitung zufolge am Donnerstag in der Donau ertrunken. Beim Schwimmen in Flussmitte sei der Mann in Schwierigkeiten geraten. Zeugen wollten ihm zu Hilfe eilen, doch der Herr ging innerhalb kurzer Zeit unter und konnte eine halbe Stunde nur noch leblos geborgen werden. Reanimationsversuche blieben erfolglos. Der Mann musste für tot erklärt werden.

+++ 30.07.2020: 85-Jährige in Ostsee ertrunken +++

Beim Baden in der Ostsee ist eine 85 Jahre alte Urlauberin aus Brandenburg ums Leben gekommen. Ihr lebloser Körper wurde am Donnerstag von anderen Badegästen bei Graal-Müritz nahe Rostock in Mecklenburg-Vorpommern im Wasser entdeckt, wie die Polizei am Abend mitteilte. Alle Versuche, die Frau am Strand wiederzubeleben, blieben ohne Erfolg. Der Kriminaldauerdienst Rostock leitete Ermittlungen ein. Eine Polizeisprecherin sagte, die Frau sei ertrunken. Die Urlauberin kam aus der Gemeinde Zeuthen im Süden von Berlin.

+++ 25.07.2020: Achtjährige stirbt bei Badeunfall in Pfullendorf +++

Ein achtjähriges Mädchen ist bei einem Badeunfall im Landkreis Sigmaringen ums Leben gekommen. Das Kind sei aus ungeklärten Gründen am Samstagnachmittag in einem Strandbad im Seepark Pfullendorf untergegangen, teilte die Polizei mit. Dies sei erst Minuten später bemerkt worden. Nachdem Badegäste Erste Hilfe leisteten kämpfte ein Notarzt im Anschluss weiter erfolglos um das Leben des Mädchens, ein weiterer Notarzt sei mit einem Rettungshubschrauber eingeflogen worden, es habe jedoch am Abend nur noch der Tod des Kindes festgestellt werden können. Seelsorger betreuten Angehörige und Badegäste.

+++ 19.07.2020: Mann ertrinkt bei Rettungsversuch in Badesee +++

Ein 40-Jähriger ist in Langenhagen bei Hannover nach der Rettung eines 26 Jahre alten Schwimmers ertrunken. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der 26-Jährige aus vorerst ungeklärter Ursache in einem Baggersee in Not geraten. Der 40-Jährige und ein weiterer Mann konnten ihn in Sicherheit bringen, woraufhin er in ein Krankenhaus gebracht wurde.

Nach der Rettung ging jedoch der 40-Jährige aus zunächst unbekannter Ursache selbst im Wasser unter. Zeugen alarmierten die Polizei, die wegen eines anderen Einsatzes vor Ort war. Etwa 110 Einsatzkräfte beteiligten sich insgesamt laut Polizei an der Suche nach dem Mann, der nur noch tot geborgen werden konnte.

Einzelheiten zum genauen Hergang des mutmaßlichen Unfalls am Samstagabend waren zunächst nicht bekannt. Nach Angaben der Polizei liegen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden vor.

+++ 17.07.2020: 14-jähriges deutsches Mädchen tot aus Nordsee geborgen +++

Vor der Küste der niederländischen Insel Ameland ist nach tagelanger Suche ein vermisstes 14-jähriges deutsches Mädchen tot geborgen worden. Das Mädchen war vor knapp einer Woche ertrunken. Ein Rettungsteam hatte die Leiche bei einer Bohrinsel gefunden und an Land gebracht. Sie wurde den Eltern übergeben, teilte die Polizei am Freitagabend in Nes auf Ameland mit.

Das Mädchen war am vergangenen Samstagabend bei Dunkelheit mit dem Vater und der jüngeren Schwester im Wasser. Vermutlich geriet die 14-Jährige durch die starke Strömung in Not. Sie war bei der Dunkelheit schnell nicht mehr zu sehen. Der Vater und die zweite Tochter konnten sich retten und alarmierten die Rettungskräfte. Die großangelegte Suche blieb jedoch erfolglos. Die Hoffnung, dass das Mädchen überleben könnte, war schnell verflogen.

+++ 13.07.2020: Suche nach deutschem Mädchen auf Ameland - Vermutlich ertrunken +++

Rettungskräfte haben die Suche nach einem vermissten deutschen Mädchen auf der Wattenmeerinsel Ameland fortgesetzt. Die 14-Jährige sei sehr wahrscheinlich ertrunken, teilte ein Sprecher der Behörden in Nes auf der niederländischen Insel am Montag mit. Es gebe keine Hoffnung mehr, dass sie überlebt habe. Das Mädchen war am späten Samstagabend vermutlich durch die heftige Strömung in der See mitgerissen worden. Die Einsatzkräfte wurden auch von rund 20 Krabbenfischern aus Friesland und Groningen bei der Suche unterstützt.

Der Vater war den Berichten zufolge mit zwei Töchtern während des Sonnenuntergangs im Wasser. Die 14-Jährige war vermutlich abgetrieben und in der Dunkelheit schnell nicht mehr zu sehen. Der Vater und die jüngere Schwester retteten sich an den Strand und alarmierten die Rettungskräfte.

+++ 13.07.2020: Kanufahrer stirbt nach Unfall im Augsburger Eiskanal +++

Ein 68-jähriger Kanufahrer ist nach einem Unfall im Augsburger Eiskanal gestorben. Der Mann habe im umgekippten Kanu mit dem Kopf nach unten im Wasser getrieben, sagte die Polizei am Sonntag. Badegäste holten den Bewusstlosen am Freitagmittag aus dem Wasser und leisteten erste Hilfe. Er starb wenig später im Krankenhaus. Die Polizei sucht nach Zeugen, um herauszufinden, wie der Unfall auf der künstlichen Wildwasserstrecke passiert ist.

+++ 11.07.2020: Drama in Bayern: Mädchen ertrinkt beim Schwimmen im Kratzmühlsee +++

Ein vier Jahre altes Mädchen ist am Freitag im Kratzmühlsee im oberbayerischen Landkreis Eichstätt ertrunken. Eine Schülerin entdeckte das Kind von der Terrasse eines Seerestaurants aus, als es hilfesuchend Armbewegungen machte, teilte die Polizei mit. Badegäste zogen das Mädchen aus dem See und reanimierten es. Doch für die Vierjährige kam jede Rettung zu spät. Sie starb noch am Unfallort. Die Mutter des Kindes wurde von speziell geschulten Einsatzkräften betreut. Die genaue Todesursache ermittelt nun die Kriminalpolizei Ingolstadt.

+++ 11.07.2020: Zwei Jugendliche aus Ostsee gerettet +++

Zwei auf einem Stand-up-Board abgetriebene Jugendliche sind aus der Ostsee gerettet worden. Die beiden 15-Jährigen waren am Samstagmittag bereits zwischen 300 und 400 Meter weit vom Haffkruger Strand in der Lübecker Bucht abgetrieben, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit. Sie seien zufällig während einer Kontrollfahrt entdeckt worden. Einer der beiden Jugendlichen habe mit heftigen Paddelbewegungen versucht, zurück zum Ufer zu kommen. Durch den Westwind gab es den Angaben zufolge aber keine Chance, dass sie aus eigener Kraft wieder zum Strand hätten zurückpaddeln können.

Das Mädchen und der Junge wurden an Bord des Seenotretters geholt, sie waren demnach bereits entkräftet und leicht unterkühlt. Etwa 50 Meter vor dem Strand konnte das Schiff seine Fahrt wegen des niedrigen Wasserstandes nicht fortsetzen, ein Rettungsmann schob die beiden abschließend auf ihrem Board sitzend zurück an Land.

+++ 08.07.2020:Stand-Up-Paddler stirbt im Bodensee +++

Ein Tourist ist auf dem Bodensee von seinem Stand-Up-Paddle gefallen und gestorben. Polizeiangaben zufolge stürzte der 55-Jährige am Mittwoch bei Friedrichshafen etwa 200 Meter vom Ufer entfernt ins Wasser. Laut Zeugen hielt er sich kurz am Paddel fest und ging dann unter. Rettungskräfte suchten zunächst erfolglos nach ihm. Erst mit Hilfe eines Rettungshubschraubers konnten Taucher zu dem leblosen Mann unter Wasser gelotst werden. Eine Notärztin stellte seinen Tod fest. Der Verunglückte aus Nordrhein-Westfalen war gemeinsam mit seiner Ehefrau am Bodensee unterwegs. Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst unklar.

+++ 07.07.2020: Vermisster 16-Jähriger tot aus Stausee geborgen +++

Ein seit Tagen vermisster 16-Jähriger ist tot aus einem Stausee in der Sächsischen Schweiz nahe der Grenze zu Tschechien geborgen worden. Die Ermittlungen zur Todesursache seien noch nicht abgeschlossen, teilte die Polizei am Dienstag mit. Der Verdacht auf eine Straftat bestehe nach dem gegenwärtigen Stand der Ermittlungen nicht. Polizeitaucher entdeckten die Leiche des Jugendlichen am Montag in dem Rückhaltebecken des Mordgrundbaches in Bad Gottleuba-Berggießhübel.

Der 16-Jährige war am vergangenen Freitag gemeinsam mit Freunden in dem Hochwasserrückhaltebecken schwimmen. Nach Angaben der Polizei war er abgetaucht, aber nicht wieder an die Wasseroberfläche gekommen. Eine Suche mit Tauchern und einem Sonarboot blieb erfolglos. Die Ermittler vermuteten schon bald, dass der Teenager ums Leben gekommen ist.

+++ 08.07.2020: Seniorin (84) tot in Thansauer See in Oberbayern entdeckt +++

Ein tragischer Todesfall beschäftigt die Polizei in Oberbayern. Am Dienstag, dem 7. Juli 2020, entdeckte die Wasserwacht im Thansauer See den leblosen Körper einer Seniorin. Die 84-Jährige konnte von den Rettungskräften nur noch tot geborgen werden. Am Ufer des Badesees hatten Passanten zuvor persönliche Gegenstände der Frau entdeckt und Hilfe gerufen. Ersten Ermittlungen zufolge soll die Verstorbene aus der Ortschaft Neubeuern kommen. Offenbar starb die 84-Jährige bei einem Badeunfall, Fremdverschulden oder Gewalteinwirkung wurde zunächst ausgeschlossen.

+++ 06.07.2020: Schwimmer (56) aus Bodensee nach Rettung in Klinik gestorben +++

Badeunfall im Bodensee: Wie die Polizei in Göppingen mitteilte, trieb ein 56 Jahre alter Mann am Sonntag unweit der Ortschaft Bodman leblos im Wasser. Eine Augenzeugin fackelte nicht lange und rettete den leblosen Schwimmer, der als Gast aus dem Hochschwarzwald am Bodensee weilte, ans sichere Ufer. Dort wurde der bewusstlose Mann von DLRG-Helfern wiederbelebt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Dort verlor der Mann zwei Tage nach dem Badeunfall jedoch seinen Kampf ums Überleben, wie die Polizei am 8. Juli mitteilte. Die Wasserschutzpolizei in Überlingen hat die Ermittlungen zu dem Zwischenfall aufgenommen.

+++ 05.07.2020: Mann ertrinkt bei Junggesellenabschied in der Donau +++

Bei einem Junggesellenabschied auf der Donau ist ein 30 Jahre alter Mann in Baden-Württemberg ertrunken. Zehn Männer und Frauen hatten sich am Samstagvormittag in Obermarchtal zu einer Tour mit Booten aufgemacht, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Die Gruppe machte an verschiedenen Stationen Zwischenstopps und trank "nicht unerhebliche Mengen Alkohol", wie es hieß.

Ersten Ermittlungen zufolge suchte der 30-Jährige am späten Nachmittag seine Sonnenbrille im Wasser, die er dort zum wiederholten Mal verloren haben soll. Ohne Schwimmweste stand er laut Polizei zunächst im niedrigen Wasser und war dann plötzlich weg. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei suchten nach Angaben eines Polizeisprechers mit 118 Kräften nach ihm. Die Suche mit Boot, Hubschrauber und Drohne blieb zunächst erfolglos. Taucher fanden den Mann schließlich tot im Wasser.

+++ 05.07.2020: 3 Männer nach Motorboot-Unfall gerettet, 30-Jähriger vermisst +++

Nach einem Motorboot-Unfall auf dem Tegeler See in Berlin retteten Einsatzkräfte am Freitagabend drei Männer aus dem Wasser - von einem vierten fehlte seither jede Spur. Auch am Sonntag hätten die Einsatzkräfte weiter nach dem 30-Jährigen gesucht, bei dem es sich vermutlich um den Fahrer des Bootes handele, teilte die Polizei mit. Die vier Männer waren aus bislang ungeklärter Ursache während der Fahrt auf dem See über Bord gegangen. Es könnte Alkohol im Spiel gewesen sein, hieß es. Passanten fanden den Angaben zufolge das führerlose Boot, nachdem diesem der Sprit ausgegangen war und alarmierten die Polizei.

+++ 04.07.2020: Zwei Mädchen sterben bei Badeunfällen in Niedersachsen und NRW +++

In Niedersachsen und in Nordrhein-Westfalen sind zwei Kinder bei Badeunfällen ums Leben gekommen. In Hannover starb ein fünfjähriges Mädchen. Es sei am Freitagabend beim Spielen mit anderen Kindern im Märchensee unter Wasser verschwunden, teilte die Polizei mit. Ein Zeuge habe daraufhin Alarm geschlagen. Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr eilten daraufhin ins Wasser, um das Kind zu suchen. Nach etwa zehn Minuten habe ein Polizeibeamter das Mädchen ertastet und ans Ufer gezogen, hieß es. Trotz Wiederbelebungsversuche starb die Fünfjährige wenig später im Krankenhaus.

An einem See in Hückelhoven kam laut Polizei eine Elfjährige ums Leben. Sie ging demnach am Freitagabend in den Adolfosee, verlor den Halt und geriet unter Wasser. Eine Gleichaltrige, die am Ufer wartete, den Angaben zufolge Nichtschwimmerin, versuchte, mit ihrem Fahrrad Hilfe zu holen. Währenddessen kamen Spaziergänger zum See, die den im Wasser treibenden Körper sahen und den Rettungsdienst alarmierten. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

+++ 02.07.2020: Kind ertrinkt in Pool! Vierjährige hatte eigentlich Angst vor Wasser +++

Am Montag wurde die vierjährige Ursula leblos in einem Kinderpool gefunden. Wenige Tage später starb das Mädchen im Krankenhaus. Nun wurden weitere schreckliche Details zum Unglück bekannt. Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, spielte das Kind vor dem Haus, während ein Nachbar kurz auf sie aufpasste."Ihre Mutter war im Haus, weil es dort einen Wasserschaden gab", sagte ihr Onkel Omran A. gegenüber dem Blatt. Dann sei der Nachbar plötzlich in seine Wohnung gegangen und wollte Schokolade holen. Als er wieder raus kam, war sie plötzlich verschwunden."Meine Schwester und Nachbarn haben sofort angefangen, sie zu suchen", zitiert die "Bild" den Onkel. Auf einem Nachbargrundstück wurde Ursula schließlich gefunden. leblos auf dem Grund eines Aufstellpools."Ursula dachte bestimmt, die Leiter sei ein Spielgerät wie auf dem Spielplatz. Freiwillig wäre sie nicht ins Wasser gegangen", sagte ihre Mutter. Nun prüft die Polizei, ob ein Dritter verantwortlich für den tragischen Todesfall sei.

+++ 02.07.2020:32-jähriger Lebensretter in Ahrenshoop war Vater eines der Kinder +++

Der Mann, der am Strand von Ahrenshoop auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst einem Mädchen und einem Jungen beim Baden das Leben gerettet hat und dabei selbst gestorben ist, ist der Vater eines der Kinder gewesen. Das andere war das Kind seiner Lebenspartnerin, wie die Polizei auf Anfrage am Donnerstag mitteilte. Der 32-Jährige war am Mittwoch in Ahrenshoop im Wasser verschwunden, nachdem er die beiden Zehnjährigen auf eine Steinmole gehievt hatte. Die Kinder waren im Bereich eines Steinwalls von der Strömung erfasst worden und konnten sich nicht aus eigener Kraft an Land retten. Ein Zeuge brachte die Kinder an Land. Der Lebensretter sei dann ebenfalls von der Strömung erfasst und nicht mehr gesehen worden. Der Mann, der aus der Region in Mecklenburg-Vorpommern kommt, konnte nur noch tot geborgen werden.

+++ 01.07.2020: Badeunfall in Ahrenshoop! Vater rettet Sohn (9) und Freund (10) aus der Ostsee - Mann stirbt +++

In Mecklenburg-Vorpommern ist ein Mann (32) beim Versuch seinen Sohn (9) und dessen Freund (10) aus der Ostsee zu ziehen ertrunken. Laut der Polizei, sollen die beiden Jungen vor einem Steinwall gespielt haben, als sie von der Strömung mitgerissen wurden. Sie schafften es nicht wieder zurück ans Ufer. "Dem Mann gelang es, die beiden Kinder auf die Steinmole zu setzen", sagte Polizeisprecherin Stefanie Peter gegenüber "Bild". Doch der Mann wurde wieder in die Fluten gerissen. Nach langer Suche wurde er zunächst nicht gefunden. Die Leiche des Mannes konnte aber später geborgen werden. Die Kinder wurden in ein Krankenhaus gebracht.

+++ 01.07.2020: Mädchen leblos in Pool in Burladingen gefunden - 4-Jährige ist tot +++

Ein vierjähriges Mädchen ist in Baden-Württemberg leblos in einem Gartenpool aufgefunden worden und nach rund zwei Tagen im Krankenhaus gestorben. Die Staatsanwaltschaft habe eine Obduktion beantragt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Es werde derzeit überprüft, ob Dritte für den tragischen Todesfall in Burladingen verantwortlich sein könnten.

Das Mädchen hatte nach Angaben der Behörden am Montag zunächst unter Aufsicht vor dem Haus seiner Mutter gespielt. Die Mutter ließ das Kind für kurze Zeit aus den Augen - als sie wieder kam, war ihre Tochter verschwunden. Bei einer Suchaktion der Polizei wurde die Vierjährige im Pool auf einem Nachbargrundstück entdeckt. Das Mädchen wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo es in der Nacht zu Mittwoch starb.

+++ 27.06.2020: Mutter will Sohn vor Ertrinken retten - beide sterben im Rhein +++

Beim Baden im Rhein ist ein fünfjähriger Junge ertrunken - bei dem Versuch, ihn zu retten, ist auch seine Mutter gestorben. Die beiden gingen am Samstag im hessischen Treburg im Wasser unter, wie die Polizei am Abend mitteilte. Nachdem der Junge verschwunden war, hatte die Mutter versucht, ihn zu retten. Sie geriet selbst in Not und ein Passant zog sie aus dem Wasser. Laut Polizei war die 30 Jahre alte Frau daraufhin erneut in den Rhein gelaufen. Auch ihre 13-jährige Tochter hatte im Fluss versucht, dem Bruder zu helfen. Der Wasserschutz brachte das Mädchen unversehrt an Land. Mutter und Sohn wurden nach je einer und zwei Stunden Suche gefunden. Trotz Wiederbelebungsversuchen konnten die beiden nicht gerettet werden.

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+++ 25.06.2020: Vater und Tochter in Badesee ums Leben gekommen +++

Ein Mann und seine vierjährige Tochter sind in einem Badesee in Trebgast (Bayern) ums Leben gekommen. Die beiden Leichen seien am Donnerstagabend nach stundenlanger Suche geborgen worden, sagte ein Polizeisprecher. Die Ehefrau und Mutter hatte die beiden mittags vermisst gemeldet. Sie war mit einem zweiten Kind auf ihrem Platz an dem See in Trebgast nördlich von Bayreuth zurückgeblieben, während der Mann mit der Vierjährigen auf dem Gelände unterwegs war. Als sie nach zweieinhalb Stunden nicht zurückgekehrt waren, starteten Polizei, Rettungsdienst, Wasserwacht und Feuerwehr eine Suchaktion. Ein Kriseninterventionsteam betreute die Ehefrau.

+++ 24.06.2020: Mann (40) nach Badeunfall in Inselsee bei Scharnebeck in Lebensgefahr +++

Um Haaresbreite entging ein 40 Jahre alter Mann im niedersächsischen Scharnebeck dem sicheren Tod. Der Mann aus Polen wurde in den Abendstunden des 24. Juni leblos auf dem See treibend entdeckt - dem beherzten Agieren von Augenzeugen ist es zu verdanken, dass der in Bauchlage treibende Schwimmer auf eine Insel gebracht und reanimiert werden konnte. Wenig später trafen Rettungskräfte und Notärzte ein, bevor der bewusstlose Mann in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der 40-Jährige schwebt der Polizei zufolge in Lebensgefahr.

+++ 18.06.2020: Frau in Bullensee bei Rotenburg (Niedersachsen) ertrunken +++

Unweit von Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen ist eine 25 Jahre alte Frau bei einem Badeunfall tödlich verunglückt. Wie die Polizei Rotenburg informierte, war die 25-jährige aus Kamerun stammende Frau mit einem 28 Jahre alten Mann im Bullensee schwimmen, als das Paar aus ungeklärter Ursache in eine Notlage geriet. Einen aufmerksamen Zeugen ist es zu verdanken, dass der Mann gerettet werden konnte. Der Körper der 25-Jährigen konnte erst nach Stunden aus dem Wasser geborgen werden, für die junge Frau kam jede Hilfe zu spät.

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Sicher durch den Sommer: Wo beim Baden Gefahren lauern

In der Sommerhitze ist jede Abkühlung willkommen. Doch manche Badestellen bergen erhebliche Gefahren, warnt die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Ein Überblick:

- Baggerseen: "Die sind anfangs sehr seicht und gehen plötzlich sehr steil ab in die Tiefe", sagt DLRG-Sprecher Achim Wiese. "Da marschiert man also rein und ist plötzlich unter Wasser." Ungeübte und schlechte Schwimmer kann das in Gefahr bringen. Die Wassertemperaturen in einem Baggersee können zudem extrem unterschiedlich sein. "Oben durch die Sonne 28 bis 30 Grad und schon 80 Zentimeter tiefer sind es mitunter plötzlich 10 bis 12 Grad weniger. Das kann zu Krämpfen führen."

- Flüsse: Ihre Gefahr liegt in der Fließgeschwindigkeit des Wassers und der Schifffahrt. "Wer etwa im Rhein oder in anderen Bundeswasserstraßen baden geht - das ist, als würde man mit den Kindern auf der Autobahn spielen gehen", sagt der Experte.

- : Hier beobachtet der Experte immer wieder, dass Menschen zu weit vom Ufer wegschwimmen und es dann schwer haben, zurück zum Strand zu gelangen. Sein Rat: "An der Küste schwimmt man lieber parallel zum Ufer und nicht einfach gerade raus."

Badeunfällen vorbeugen: Lieber nicht ganz alleine baden

Generell sollte man möglichst an Stellen baden, wo es eine Badeaufsicht gibt. Und wenn keine da und man alleine unterwegs ist, sucht man sich lieber einen Platz, an dem auch andere Menschen sind - so bemerkt es jemand, wenn man in Schwierigkeiten gerät.

Der DLRG-Sprecher sieht auch immer wieder, dass einfache und eigentlich allseits bekannte Baderegeln nicht befolgt werden - mit mitunter schlimmen Folgen.

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät: Langsam an kaltes Wasser gewöhnen

Aufgeheizt ins kalte Wasser zu rennen ist zum Beispiel keine gute Idee. "Der Körper wärmt sich beim Sonnenbaden auf, die Adern dehnen sich - und ziehen sich dann plötzlich zusammen, wenn man ins Wasser hüpft", erklärt Wiese. "Das kann zu Bewusstlosigkeit oder Herzinfarkt führen, und damit dazu, dass man ertrinkt. Gerade Senioren sollten sich unbedingt langsam ans Wasser gewöhnen." Das geht, indem man erstmal Füße oder Arme vorsichtig ins kühle Nass hält.

Auch mit leerem Magen geht man lieber nicht schwimmen - das gilt insbesondere für Menschen mit Diabetes. Das könne zu Unterzuckerung führen, so Wiese, "und das ist dann lebensgefährlich."

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loc/news.de/dpa