12.02.2020, 18.48 Uhr

Wetter aktuell für Februar 2020: Nach Sturm-Tief "Sabine": Wann ist endlich Besserung in Sicht?

Sturmtief

Sturmtief "Sabine" sorgte vielerorts für Wetterchaos und Schäden. Bild: Tobias Hase / picture alliance / dpa

Nach dem stürmischen Wochenstart durch Orkantief "Sabine" bleibt das Wetter inDeutschland auch in den kommenden Tagen meist wechselhaft und ungemütlich. Auch am Mittwoch soll das Wetter unruhig bleiben. "Die Unwettergefahr nimmt ab, aber es bleibt stürmisch", sagte Meteorologe Andreas Friedrich von Deutschen Wetterdienst (DWD). "Erst in der Nacht zum Donnerstag schwächt der Wind ab."

Wetter aktuell im Februar 2020: DWD mit Vorhersage für Regen, Gewitter, Schnee, Glätte

Besonders in den Küstenregionen an Nord- und Ostsee rechneten Meteorologen zur Wochenmitte hin mit schauerartigen und teils gewittrigen Niederschlägen aus wechselnd oder stark bewölktem Himmel, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach mitteilte. In den übrigen Regionen sollte es am Mittwoch zunächst verbreitet Schauer oder Graupel geben, teils auch Schneefälle mit Glättebildung. Schwere Stürme wurden an der See sowie in höheren Lagen erwartet. Die Höchstwerte liegen bei vier bis neun Grad Celsius, in den Bergen bis zwei Grad Celsius. Am Mittwochabend lockert es vor allem in der Mitte und im Osten allmählich auf.

Deutscher Wetterdienst prophezeit Wetterbesserung in der zweiten Wochenhälfte

Eine Auflockerung der Wolkendecke ab Donnerstagmorgen mit abklingenden Niederschlägen erwarteten die Experten zunächst vor allem im Osten Deutschlands. Teils seien auch längere Sonnenphasen möglich, bevor die Bewölkung ab Vormittag im Westen und Südwesten wieder zunehme und sich ostwärts ausbreite, hieß es. Trocken bleibt es demnach am Donnerstag nur im äußersten Südosten, Osten und Nordosten - bei Höchsttemperaturen zwischen 4 und 11 Grad Celsius.In höheren Lagen und an der Küste kann es jedoch weiterhin zu schweren Sturmböen kommen.

Trockenes und sonniges Wetter nach Sturmtief "Sabine" erwartet

Der Donnerstag startet zunächst trocken, in der Osthälfte zeigt sich mitunter länger die Sonne. Doch schon am Vormittag können vom Westen und Südwesten her dichtere Wolken aufziehen, die Regen mit sich bringen.

Nach Sturmtief "Sabine" bleibt das Wetter in Deutschland wechselhaft und stürmisch

Orkantief "Sabine" hatte in Deutschland und anderen Teilen Europas vor allem am Montag teils schwere Schäden verursacht. Auch am Dienstag blieb es vielerorts in Deutschland wechselhaft bis stürmisch. Neue Sturmschäden in der Nacht zum Dienstag blieben zwar meist aus - allerdings mussten Pendler teils wegen noch nicht behobener Schäden des Vortags Verzögerungen im Bahnverkehr und auf den Straßen einplanen.

Störungen im Bahnverkehr halten nach Sturm "Sabine" an

Eine Oberleitungsstörung am Dienstagmorgen führte zu Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Hamburg und Westerland auf Sylt. Auch in Bayern, wo das Orkantief das öffentliche Leben zum Wochenstart fast zumErliegen gebracht hatte, war der regionale Bahnverkehr teils noch eingeschränkt, etwa im Allgäu sowie südlich von München. "Aufgrund neuer aufkommender Sturmböen und Schneefall ist die Situation weiter angespannt", teilte die Deutsche Bahn (DB) mit. Am Montag sowie in der Nacht zum Dienstag waren zudem insgesamt rund 100.000 Haushalte wegen sturmbedingter Ausfälle vorübergehend vomStromnetz der Bayernwerk AG abgeschnitten.

In Hessen, Rheinland-Pfalz und imSaarland fuhren Bus und Bahn dagegen am Dienstag weitgehend wieder nach Plan. Auch an den meisten Flughäfen in Deutschland standen die Zeichen wieder auf Normalisierung.

Sturm "Sabine" fegte als Orkantief "Ciara" über Europa - 3 Todesopfer in Polen

Das Orkantief, das in Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Belgien "Ciara" genannt wird, erreichte am Dienstag den äußersten Norden der Mittelmeerinsel Korsika - mit Böen von 219 Stundenkilometern. Das liege leicht unter dem Rekord vom Januar 2018, als am Cap Corse 225 Stundenkilometer erreicht wurden, berichtete der Wetterdienst Météo France. Der Sturm löste auf der französischen Ferieninsel erhebliche Verkehrsprobleme aus - betroffen waren Fährverbindungen zum Festland und Flüge, wie der Radionachrichtensender Franceinfo berichtete.

In Polen erlag einem Bericht der Nachrichtenagentur PAP zufolge als drittes Todesopfer eine 21-Jährige im Krankenhaus ihren Verletzungen, die am Montagabend im Skiressort Bukowina Tatrzanska bei starkem Wind von Dachteilen getroffen worden war. Eine 52-jährige Frau und ihre 15-jährige Tochter waren nach dem Zwischenfall in dem Skigebiet bereits am Montag gestorben.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

loc/news.de/dpa
Fotostrecke

SO heftig wütet Sturmtief "Sabine"

Vergewaltigung auf den PhilippinenFebruar-Wetter 2020 aktuellCarmen und Robert GeissNeue Nachrichten auf der Startseite