21.10.2016, 12.39 Uhr

Horror-Clown-Attacken Deutschland 2016:       Die schlimmsten Horror-Attacken der letzten Woche

Zu Halloween am 31. Oktober rechnet die Polizei mit einer drastischen Zunahme von Attacken durch maskierte Clowns in Deutschland.

Zu Halloween am 31. Oktober rechnet die Polizei mit einer drastischen Zunahme von Attacken durch maskierte Clowns in Deutschland. Bild: fotolia.com/nito

+++ Freitag, 21.10.16: "Grusel-Clowns" lauern Jugendlichen auf +++

Maskierte Unbekannte in Clownskostümen haben in Baden-Württemberg einem Kind und einem Jugendlichen aufgelauert. In Hockenheim stellten sich zwei sogenannte Grusel-Clowns am Donnerstag in der Morgendämmerung einem 16-Jährigen in den Weg, wie die Polizei am Freitag mitteilte. In Leimen bauten sich gleich drei maskierte Unbekannte vor einem Zehnjährigen auf und verfolgten ihn ein Stück. Beide Jungen flüchteten und alarmierten die Polizei.

+++ Freitag, 21.10.16: Horror-Clowns in Essen: Opfer wehrt sich mit Pfefferspray +++

Laut "Der Westen" müssen sich die Menschen in Essen nun ebenfalls mit den ersten Clown-Attacken herumplagen. Zu den Vorfällen soll es am Donnerstag gegen 22.15 Uhr und am frühen Freitagmorgen gekommen sein. Dabei habe sich im ersten Fall ein Clown einem Mann im Stadtteil Stoppenberg "offenbar drohend" genähert. Der kostümierte Angreifer soll sogar "mit einer Holzlatte bewaffnet gewesen sein." Weil der Passant sich bedroht fühlte, habe er Pfefferspray eingesetzt und die Grusel-Attacke so abgewehrt.

Am Freitagmorgen wurde dann offenbar noch eine 17-Jährige auf dem Weg zur Arbeit von einem Clown erschrocken. Der Angriff sei so heftig gewesen, dass zum Opfer geeilte Polizisten ihr gar eine ärztliche Behandlung geholfen hätten. Die Frau sei "völlig aufgelöst" gewesen. "Das muss ziemlich heftig gewesen sein", meinte ein Sprecher. "Beide Fälle wurden an das Kriminalkommissariat 5 weitergeleitet. Wir prüfen, ob es sich um den Straftatbestand einer Bedrohung handelt."

+++ Freitag, 21.10.16: Psychologe: Zahl der Übergriffe wird weiter steigen +++

Nach Einschätzung des Psychologen Jens Hoffmann könnte die Zahl der Übergriffe gewalttätiger Grusel-Clowns in Deutschland weiter steigen: "Das Erschrecken hat eine lange Tradition, besonders zu Halloween. Das hat sich nun verselbstständigt, da gibt es einen großen Nachahmungseffekt", sagte der Leiter des Instituts Psychologie und Bedrohungsmanagement in Darmstadt der Deutschen Presse-Agentur. "Für viele ist das ein Spaß, einige wenige scheinen aber eine sadistische Motivation zu haben, wenn man sich die Aggressivität einiger Taten anschaut", sagte Hoffmann.

Der Wissenschaftler erkennt darin einen verbreiteten Trend: "Figuren, die als kulturell niedlich gelten, werden zu Horror-Wesen stilisiert. Auch in Filmen wird mit solchen Figuren immer wieder gearbeitet." Die Berichterstattung in den Medien und sozialen Netzwerken mache die "Clowns" noch bekannter, sagte Hoffmann.

+++ Freitag, 21.10.16: Clown mit Kettensäge erschreckt Hundehalterin in Wesel +++

Mit einer Kettensäge hat ein Unbekannter im Clownskostüm eine 48-jährige Frau in Nordrhein-Westfalen erschreckt. Wie die Polizei am Freitag (21.10.2016) mitteilte, führte die Frau am Donnerstagabend in Wesel einen Hund aus, als der Clown plötzlich aus einem Busch trat. Mehrfach habe der Verkleidete versucht, die Kettensäge zu starten. Erschrocken rannte die Frau zurück in ihre Wohnung und alarmierte die Polizei. Eine Fahndung nach dem Unbekannten blieb zunächst erfolglos.

+++ Freitag, 21.10.16: 19-Jähriger bei Clownsübergriff mit Baseballschläger verletzt +++

Ein Täter in einem Clownskostüm hat einen 19-Jährigen in Rostock-Dierkow angegriffen und mit einem Baseballschläger verletzt. Wie die Polizei in der Nacht zum Freitag mitteilte, habe der Unbekannte den Mann bei der Tat am Donnerstagmorgen zudem zu Boden geschubst und bedroht. Auch ein 15-Jähriger wurde am Donnerstagmorgen in Rostock von einem Grusel-Clown bedroht. Der Verkleidete sei mit einem Messer in der Hand auf den Jugendlichen zugelaufen. Daraufhin flüchtete der 15-Jährige unverletzt.

Bereits am Donnerstag war ein ähnlicher Fall aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt geworden, bei dem eine 22-Jährige in Greifswald von einem Mann in einem Clownskostüm erschreckt worden war. Ob es einen Zusammenhang gibt, war zunächst unklar.

+++ Donnerstag, 20.10.16: Polizei-Chef Wendt: Mehr Clown-Attacken zu Halloween+++

Vor zunehmenden Übergriffen gewalttätiger Grusel-Clowns hat der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, gewarnt: "Es ist zu befürchten, dass aus den Clown-Attacken ein ganz, ganz hässlicher Trend wird, der sich zu Halloween in Großstädten ausbreitet", sagte Wendt der "Huffington Post". Opfer sollten umgehend die Polizei rufen und jeden Fall anzeigen.

"Die Clowns sind nicht nur Idioten, sie sind Straftäter. Jemanden auf so widerliche Weise zu erschrecken, ist Körperverletzung", betonte er. Dazu zählten Fälle, "bei denen Opfern bewusst körperliches Unwohlsein zugeführt wird - und nichts anderes ist Todesangst." Von der Justiz verlangte er hartes Durchgreifen. Mit einer vernünftigen Verfolgung und harter Bestrafung könne dem Spuk ein Ende gesetzt werden.

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Die fiesesten Clowns