18.03.2018, 08.00 Uhr

Polyquaternium, Aluminium und Co.: Polyquaternium ersetzen Silikone in Kosmetika - mit schlimmen Folgen

Nicht alle Inhaltsstoffe in Kosmetika sind völlig unbedenklich.

Nicht alle Inhaltsstoffe in Kosmetika sind völlig unbedenklich. Bild: Fotolia / Robert Kneschke

Silikone in Cremes, Duschgels und Shampoos gelten seit einigen Jahren als verpönt. Wie gut, dass die Industrie sich jedoch zu helfen weiß und andere filmbildende Stoffe einsetzt, um den Verbrauchern einen bestimmten Effekt vorzugaukeln. Statt Silikon enthalten Kosmetika nun einfach Polyquaternium. Das Beste: Hersteller dürfen auf die Verpackung dann trotzdem "silikonfrei" drucken. Denn Polyquaternium ist kein Silikon.

Gefährliches Polyacrylamid! Wirkt Polyquaternium krebserregend?

Polyquaternium ist ein Mikroplastik, welches wie Silikon wirkt. Es macht die Haut geschmeidig und lässt die Haare glänzen. Doch die Folgen sind höchstwahrscheinlich schlimmer als die von Silikonen. Polyquaternium lagert sich wie ein Film auf Haut und Haaren ab und geht nur sehr schwer wieder weg. Außerdem kann der Stoff kritische Rückstände enthalten - nämlich Acrylamid. Beweise für eine krebserregende Wirkung gibt es jedoch nicht.

Was jedoch erwiesen ist: Polyquaternium-Verbindungen verursachen die dunklen wolkenartigen Flecken, erklärt Bernd Glassl vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) in Frankfurt. Reste dieser Verbindungen ziehen während dem Waschgang gelösten Schmutz oder Farbstoffe im Wasser an. Diese machen die bis dahin unsichtbaren Polyquaternium-Reste auf heller Wäsche sichtbar.

Die Flecken gehen mit Hilfe von Textilentfärber oder in einem Waschgang bei 95 Grad mit bleichmittelhaltigem Waschpulver wieder ab - wenn das Textilstück bei so hoher Temperatur gewaschen werden darf. Wenn nicht, Pech!

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