02.10.2020, 10.47 Uhr

Sturmtief Brigitte 2020: Alarmstufe Rot! Meteorologen warnen vor Extrem-Föhnsturm 

Sturmtief Brigitte wütet über Westeuropa.

Sturmtief Brigitte wütet über Westeuropa. Bild: AdobeStock / David

Sturmtief Brigitte wütet über Westeuropa. Auf der französischen Insel Belle-Île-sur-Mer vor der bretonischen Küste wurden laut Radionachrichtensender Franceinfo Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 186 Stundenkilometern gemessen. In der Bretagne sind rund 80.000 Menschen ohne Strom. Nun erreichen Ausläufer des Sturmtiefs Deutschland.

Sturmtief Brigitte erreicht Deutschland: Unwetterwarnung herausgegeben! HIER herrscht Alarmstufe Rot

Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, setzt am Freitag im Tagesverlauf in den Alpen ein schwerer Föhnsturm ein. Der DWD hat für diese Region bereits eine amtliche Unwetterwarnung herausgegeben. Die Meteorologen warnen dort für den Zeitraum von Freitag (02.10.2020) bis Samstag (03.10.2020) vor orkanartigen Böen mit Windgeschwindigkeiten bis 130 Stundenkilometern. Zudem müsse in den Mittelgebirgen, auf exponierten Berggipfeln sowie an der Küste mit Sturmböen rechnen.

Im Westen sowie Nordosten soll es am Freitag stark bewölkt sein. Immer wieder müsse mit Regen gerechnet werden. Währenddessen dürfen sich weite Teile des Landes über sonniges Wetter und Temperaturen bis 22 Grad freuen. Am Samstag seien im Osten sogar Werte bis 24 Grad möglich. Regen, Gewitter und Sonne wechseln sich ab. Auch am Sonntag bleibt es laut DWD wechselhaft. Das Quecksilber soll dann aber nur noch auf 22 Grad klettern.

Umgestürzte Bäume und Stromausfälle in Frankreich, Überflutungsgefahr in den Alpen

In Frankreich herrschte wegen des Sturms, der dort "Alex" genannt wird, bereits am Donnerstag Alarmbereitschaft. Besonders betroffen sei die Bretagne. Zahlreiche umstürzende Bäume und Stromausfälle seien zu befürchten. An der Küste warnt der Wetterdienst vor starken Wellen. Im Süden des Landes wird dann vor allem am Freitag mit heftigem Regen gerechnet. Im Südosten Frankreichs werden starke Regenfälle erwartet. In der Region um Nizza blieben deshalb Schulen geschlossen, wie Franceinfo berichtete.

Nach dem Durchzug des Herbststurms sind nun rund 80.000 Menschen in der nordwestfranzösischen Küstenregion Bretagne ohne Strom. In vielen Gemeinden stürzten Bäume um, Menschen kamen nach einer ersten Bilanz nicht zu Schaden, wie die Präfektur des bretonischen Départements Morbihan am Freitag mitteilte.

"Über den Gipfeln der Alpen sind ebenfalls Orkanböen über 120 km/h zu erwarten. Und auch im Süden Deutschlands weht der Föhn mit Sturmstärke von den Alpen runter. Das gilt auch im Bereich Bodensee. Eine Föhnsturmlage, die dort gar nicht so häufig auftritt", sagte RTL-Meteorologe Björn Alexander gegenüber "wetter.de". "Außerdem werden die Nächte im Süden mit Föhn sehr mild. Ein ganz anderes Bild zeigt sich südlich der Alpen. Denn hier stauen sich die Wolken und bringen intensiven Regen."

Im Bereich der Südalpen von Frankreich bis nach Österreich sollen erhebliche Regenmengen niedergehen. Dadurch steigt die Überflutungsgefahr in diesen Regionen. In Nordwestitalien wurde laut "meteoalarm.eu" bereits Alarmstufe Rot ausgerufen. 

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bua/sig/news.de/dpa