04.07.2019, 17.37 Uhr

Aldi Süd wirbt für "Gösser"-Radler: Wie gefährlich ist das Marken-Bier aus der Aludose?

Aldi Süd verkauft ab 12. Juli Marken-Bier, aber in Alu-Dosen.

Aldi Süd verkauft ab 12. Juli Marken-Bier, aber in Alu-Dosen. Bild: picture alliance/Matthias Balk/dpa

Ab dem 12. Juli macht Aldi Süd Bier-Fans glücklich. Für wenige Tage bietet der Discounter das österreichische Naturradler "Gösser" in seinen Filialen an – mit und ohne Alkohol, berichtet "derwesten". Und das für wenig Geld: Aldi-Käufer zahlen statt 99 Cent nur 79 Cent. Doch die Aktion hat einen schalen Beigeschmack. Aldi darf das Gösser-Radler ausschließlich in 0,5 Liter Alu-Dosen verkaufen. Ansonsten wird das Bier in Deutschland in Glasflaschen vertrieben.

Aldi setzt auf Nachhaltigkeit

Dabei wirbt Aldi Süd seit Langem damit umweltfreundlichere Wege einzuschlagen. Das Unternehmen sucht zum Beispiel nach Start Ups mit innovativen Verpackungslösungen und bietet auch bald Mehrweg-Gemüsenetze an. Aldis Ziel, die Menge ihrer Verpackungen zu reduzieren, konzentriert sich hauptsächlich auf Plastik. Bis 2025 will der Discounter die Materialmenge der Einwegverpackungen um 30 Prozent reduzieren. Bis 2020 sollen alle Verpackungen bereits schon recycelbar sein, schreibt die FAZ. Damit reagiert das Unternehmen scheinbar nur auf die Müllproblematik, aber nicht auf die kritischen Stimmen aus der medizinischen Forschung.

Naturradler "Gösser" ab 12. Juli bei Aldi Süd! Wie gefährlich ist Bier aus Aludosen?

Besonders für die Gesundheit sollten Menschen ihr Feierabendbier lieber aus Glasflaschen genießen. In den letzten Jahren vermuteten einige Studien, dass Getränkedosen aus Aluminium krank machen können. Besonders flüchtige Aluminiumverbindungen stehen im Verdacht zum Beispiel Alzheimer auszulösen. In den Gehirnen von Alzheimerpatienten wurden erhöhte Aluminium-Werte gefunden. Ob Aluminium aus Dosen wirklich die Gesundheit negativ beeinflusst, müssen größer angelegte Studien zeigen.

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Obwohl bislang nicht genau bestätigt ist, welche Folgen ein Schluck Bier aus Aluminiumdosen für den Körper hat, sollten Verbraucher lieber auf Aluminium verzichten. Denn über die Nahrung oder Metalldosen gelangt unfreiwillig immer mehr Aluminium in den Körper. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA hat einen Grenzwert festgelegt, wie viel Aluminium ein Mensch ohne gesundheitliche Risiken befürchten zu müssen, aufnehmen kann – wöchentlich ein Milligramm pro ein Kilo Körpergewicht.

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bos/sba/news.de
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