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Mord nach Vergewaltigung: Missbraucht, gefilmt, gefoltert! Schwestern töten ihren Pädo-Vater

Jahrelang missbrauchte, filmte und folterte ein Vater in Russland seine drei Töchter. Als er mit einer Waffe auf seine Kinder feuerte, setzten sich die Mädchen zur Wehr und töteten ihren Vater. Nun droht ihnen eine lange Haftstrafe.

In Russland müssen sich drei junge Frauen wegen Mordes vor Gericht verantwortet, weil sie ihren Vater nach jahrelangem Missbrauch töteten. (Foto) Suche
In Russland müssen sich drei junge Frauen wegen Mordes vor Gericht verantwortet, weil sie ihren Vater nach jahrelangem Missbrauch töteten. Bild: AdobeStock / Tinnakorn

Mikhail Khachaturyan soll seine Töchter sexuell missbraucht und "systematisch gefoltert" haben. Die drei Mädchen wehrten sich und ermordeten ihren pädophilen Vater mit einem Jagdmesser. Nun müssen sich die jungen Frauen vor Gericht verantworten. Im schlimmsten Fall drohen ihnen lange Haftstrafen.

Missbrauch in Russland: Schwestern töteten ihren Vater

Wie der britische "Daily Star" schreibt, soll der Mann seine drei Kinder nicht nur sexuell missbraucht, sondern bei den Übergriffen auch gefilmt und fotografiert haben. Zudem soll er seine Töchter gezwungen haben, "ihre eigenen Gräber zu schaufeln". Mikhail Khachaturyan habe die Mädchen vergewaltigt, geschlagen und gefoltert, heißt es.

Nun stehendie Schwestern Krestina, Angelina und Maria Chatschaturjan wegen Mordes vor Gericht. Sie haben ihren Vater 2018 in Moskau mit einem Jagdmesser erstochen. Die drei Frauen waren zum Tatzeitpunkt 19, 18 und 17 Jahre alt. Die Anwältin Mari Davtyan sagte, dass der Vater kurz vor seinem Tod mit einer "nicht tödlichen Waffe auf die Mädchen geschossen" habe. Die Schwestern fürchteten um ihr Leben. "Sie hatten nicht den geringsten Zweifel daran, dass er schießen würde - vor allem, weil er es getan hatte. Er schoss nur zum Spaß auf die Mädchen. Er testete seine Waffe, indem er in das Bein seiner Tochter schoss", sagte Davtyan. "Nur so zum Spaß. Er trieb sie hinaus, um im Wald Gräber für sich selbst zu schaufeln. Sie glaubten fest daran, dass die Drohung, sie zu töten, real war."

Die drei Schwestern sollen in Notwehr gehandelt haben. "Die Untersuchungen haben die Gewalt des Vaters gegen seine Töchter bestätigt. Die Experten stellten fest, dass jedes der Mädchen seit 2014 an einem Missbrauchssyndrom und einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet", ergänzte die Anwältin. "Der Bericht stellte fest, dass der missbrauchende Vater seine Töchter mit Drohungen, Gewalt und Demütigungen manipulierte sowie "Schläge, Verspottung und körperlichen und sexuellen Missbrauch" einsetzte.

Notwehr oder Mord aus Habgier? Familienmitglieder zweifeln Aussage der Frauen an

Im schlimmsten Fall drohen den drei Frauen langjährige Haftstrafen. Doch auch die Chancen auf einen Freispruch stehen hoch. Neue Beweise deuten darauf hin, dass der 57-jährige Vater pornografische Videos mit seinen Töchtern gemacht und verkauft habe. Das russische Ermittlungskomitee hat die Anklage gegen den Vater, der bereits des sexuellen Missbrauchs und der Schläge beschuldigt wird, posthum um die Verbreitung von Pornografie erweitert. Die Anwältin des toten Vaters, Olga Chalikova, kündigte an, dass sie die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und der Pornografie bestreiten werde. "Es gab keine biologischen Spuren, die den sexuellen Missbrauch von Mädchen bestätigen, und das kann auch nicht sein. Die Aufgabe der Untersuchung war es, zu beweisen, dass es Michail war, der dieses Video geschickt hat, aber das wurde nicht getan."

Andere Familienmitglieder warfen den drei Schwestern jedoch vor, über den sexuellen Missbrauch durch ihren Vater zu lügen und behaupteten, dass das Frauen-Trio seinen Vater wegen seines Geldes getötet habe.

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