23.09.2020, 07.26 Uhr

Madeleine McCann News: Staatsanwalt im TV-Interview: Neue Beweise für Maddies Tod

Laut Staatsanwalt gibt es Beweise für Madeleine McCanns Tod.

Laut Staatsanwalt gibt es Beweise für Madeleine McCanns Tod. Bild: dpa

Hat die Suche nach der vermissten Madeleine McCann nun endgültig ein Ende? Seit Mai 2007 ist das kleine Mädchen verschwunden. Gemeinsam mit ihren Eltern Kate und Gerry McCann und ihren Geschwistern war Maddie damals im Urlaub im portugiesischen Praia da Luz. Eines Nachts, als die Eltern Abendessen und die Kinder allein im Apartment waren, verschwand die damals Dreijährige spurlos.

Vermisstenfall Madeleine McCann: Es gibt Beweise für Maddies Tod

Seitdem haben Maddies Eltern unermüdlich nach ihrer Tochter gesucht. Über all die Jahre haben sie die Hoffnung nie aufgegeben, Madeleine wiederzusehen. Doch diese Hoffnung könnte nun endgültig zerstört werden. Im Interview mit dem portugiesischen TV-Sender RTP sprach der Braunschweiger Staatsanwalt Hans Christian Wolters über den Fall Maddie und erklärte, es gebe "materielle Beweise" für ihren Tod. Auf Nachfrage der Bild-Zeitung sagte Christian Wolters: "Wir haben einen tatsachengestützten Verdacht. Diese Tatsachen basieren auf Beweismitteln, die für uns keinen anderen Schluss zulassen, als dass Maddie tot ist bzw. von Christian B. getötet wurde."Wolters ermittelt gegen den tatverdächtigen Deutschen Christian B., der unter Verdacht steht, Maddie ermordet zu haben.

Fall Maddie: Staatsanwalt schweigt zu den Beweisen

Laut "Bild"-Zeitung versuchte die Interviewerin dem Staatsanwalt weitere Einzelheiten zu entlocken, scheiterte aber. "Welche Beweise für ihren Tod haben Sie? Haben Sie ein Video?", wollte sie wissen woraufhin Wolters entgegnete: "Zu den Sachen, die wir haben, kann ich nichts sagen."

Beschuldigter im Fall Maddie - Ermittler gehen weiterem Verdacht nach

Seit Juni wird gegen Christian B. ermittelt.Der mehrfach wegen Sexualdelikten vorbestrafte B. lebte zwischen 1995 und 2007 an der Algarve. Er sitzt zurzeit in Kiel im Gefängnis.Aktuell laufen gegen den Beschuldigten weitere Ermittlungen. Es laufe ein separates Verfahren gegen den 43-Jährigen wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes, sagte Hans Christian Wolters Anfang September. Im April 2007, also wenige Woche vor dem Verschwinden der kleinen Maddie, soll der Mann an der Algarve vor einem zehnjährigen Mädchen aus Deutschland masturbiert haben.Laut "Spiegel" meldete sich das Opfer nach der Veröffentlichung des Mordverdachts im Fall Maddie bei der Polizei.

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fka/news.de/dpa