11.06.2019, 20.22 Uhr

Joachim Löw krank: Jogi im Krankenhaus! Bierhoff gibt Update zu Gesundheitszustand

Joachim Löw hat sich auf Grund von Folgeerscheinung eines Trainingsunfalls in stationäre Behandlung begeben.

Joachim Löw hat sich auf Grund von Folgeerscheinung eines Trainingsunfalls in stationäre Behandlung begeben. Bild: InaFassbender/dpa

Fußball-Bundestrainer Joachim Löw liegt auf Grund von Folgeerscheinungen einer Sportverletzung in der Uni-Klinik Freiburg. Der 59-Jährige habe sich wohl vor einigen Wochen beim Training verletzt, als ihm eine Hantel auf den Brustkorb fiel. Bei dem Unfall sei eine Arterie gequetscht worden, informierte der DFB. Offenbar leide er an Durchblutungsstörungen

Jogi Löw im Krankenhaus - Oliver Bierhoff gibt Update zu Gesundheitszustand

Operative Eingriffe scheinen zwar nicht nötig zu sein, jedoch wird der Trainer die nächsten vier Wochen wohl seinem Beruf nicht nachgehen können.Oliver Bierhoff sieht Joachim Löw auf gutem Wege, die gesundheitlichen Probleme zu überwinden. "Es geht ihm sehr gut", berichtete der DFB-Direktor am Montag im niederländischen Venlo. "Man hat von Anfang an gemerkt, wenn man mit ihm spricht, er hatte eine ganz entspannte Stimme."

Für die beiden bevorstehenden Länderspiele zur EM-Qualifikation gegen Weißrussland (08.06.2019) und Estland (11.06.2019) kündigte der DFB bereits in einer Pressemitteilung an, dass Co-Trainer Marcus Sorg die Position an der Seitenlinie übernehmen würde."Wir wissen alle, das Wichtigste ist die Gesundheit, das Leben. Man muss einfach den Ärzten vertrauen, wenn sie sagen, es ist besser, nicht in Drucksituationen zu kommen", erläuterte Bierhoff. Löw wäre sicherlich gerne in Venlo dabei. "Er könnte auch hier sein", sagte Bierhoff: "Aber es ist absolut richtig, das Ganze ruhiger anzugehen."

Jogi Löw durch Marcus Sorg ersetzt, Bierhoff und Köpke beraten

Unterstütz wird Marcus Sorg durch den DFB-Direktor Oliver Bierhoff und den Torwarttrainer Andy Köpke, heißt es in der Pressemitteilung vom Deutschen Fußball-Bund. Der Weltmeister-Trainer von 2016 ergänzt: "Ich bin in ständigem Austausch mit meinem Trainerteam, und wir werden auch rund um die beiden Länderspiele in engem telefonischen Kontakt bleiben. Marcus Sorg, Andy Köpke und Oliver Bierhoff haben im Zusammenspiel viel Erfahrung, und gemeinsam werden wir diese kurze Pause gut überbrücken."

Bierhof besorgt um Bundestrainer Joachim Löw

Der ehemalige Nationalmannschaftsspieler Oliver Bierhoff hat dabei auch klare Prioritäten, was die Gesundheit seines Trainers angeht: "Das Wichtigste ist, dass Jogi in ein paar Tagen wieder topfit ist. Auch wenn man spürt, dass er am liebsten schon wieder am Trainingsplatz stehen würde, ist es sicher richtig, sich noch zu schonen. Marcus Sorg und Andy Köpke kennen die Abläufe und die Mannschaft sehr gut, sie besprechen ohnehin alles eng mit Jogi."

Das 22-köpfige Aufgebot der Nationalmannschaft traf sich am 02.06.2019 bereits ohne Löw im niederländischen Venlo, um sich auf den Länderspiel-Doppelpack zum Saisonabschluss vorzubereiten.

Sorg startet Vorbereitung - Bierhoff: "Wir werden Jogi vermissen"

Mit einem ersten Training wird Interimschef Marcus Sorg am Montagvormittag die aktive Vorbereitung des Fußball-Nationalteams auf die EM-Qualifikationsspiele in Weißrussland und Estland starten. Das Fehlen von Bundestrainer Joachim Löw soll dabei keine Rolle spielen.

Man werde den erstmaligen Ausfall Löws in 15 DFB-Jahren "mit der Kompetenz und Qualität des gesamten anderen Trainerstabes" auffangen, versicherte DFB-Direktor Oliver Bierhoff bei der Zusammenkunft der DFB-Auswahl am Sonntagabend im niederländischen Venlo. "Wir werden Jogi vermissen. Er ist immer die wichtigste Person als Bundestrainer. Aber wir werden das kompensieren können", äußerte Bierhoff.

Die zentrale Person in den kommenden Tagen ist nun Löws Co-Trainer. "Marcus Sorg ist voll in dem Thema drin", betonte Bierhoff. Löws Assistent wird am Mittag (12.30 Uhr) in einer Pressekonferenz seine Erwartungen und Zielsetzungen als Interimschef formulieren.

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Arterie gequetscht - welche Folgen kann das haben?

Kommt es nach einer stumpfen Krafteinwirkung von außen zu einer Quetschung von Blutgefäßen, kann der Blutfluss im Körper behindert oder sogar unterbrochen werden. In Arterien - auch Schlagadern genannt - wird das Blut vom Herzen weg transportiert. Sie können bei einer Quetschung auch reißen. Zu Schwellungen und Ergüssen (Hämatomen) kommt es, wenn Blut in das umgebende Gewebe fließt.

Verletzungen von Gefäßen können so weit gehen, dass durch verminderten Blutstrom bestimmte Körperteile zu wenig versorgt werden. Zuweilen besteht die Gefahr einer Embolie, wenn sich ein Pfropf geronnenen Blutes löst und ein anderes Gefäß verschließt. Zu den schwersten Folgen davon gehören Schlaganfälle und Herzinfarkte.

kjf/bua/news.de
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