15.04.2018, 10.28 Uhr

Russland gegen Nato: Forscher sicher: Putin gewinnt 3. Weltkrieg - in 60 Stunden!

Was plant Präsident Putin?

Was plant Präsident Putin? Bild: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeigt sich besorgt über das zerrüttete Verhältnis des Westens zu Russland und wirbt für intensive diplomatischen Bemühungen. "Ganz unabhängig von (Präsident Wladimir) Putin - wir dürfen nicht Russland insgesamt, das Land und seine Menschen, zum Feind erklären", sagte Steinmeier der "Bild am Sonntag". Der Giftanschlag auf den Ex-Doppelagenten Sergej Skripal sei besorgniserregend. "Es gibt praktisch keine Vertrauensbasis mehr - auf beiden Seiten", so Steinmeier. "Dieser gefährlichen Entfremdung entgegenzuwirken, ist die eigentliche Herausforderung und Aufgabe verantwortlicher Politik." Man dürfe sich "nicht von einer neuen Endzeitstimmung im Verhältnis zu schwierigen Nachbarn dominieren lassen".

Der Bundespräsident wies der Bundesregierung auch eine große Verantwortung für die Geschlossenheit und Handlungsfähigkeit der Europäischen Union zu. Deshalb sei es wichtig, dem Kreml immer wieder die Folgen seines Handelns für das europäisch-russische Verhältnis deutlich zu machen. "Dazu gehören auch die nach der Krim-Annexion und dem Konflikt in der Ost-Ukraine beschlossenen Sanktionen. Aber wir dürfen nicht aufgeben, dies auch im direkten Gespräch zu tun", sagte Steinmeier.

Forscher sicher: Putin würde 3. Weltkrieg in 60 Stunden gewinnen

Nicht überall wird so besonnen über den Nachbarn im Osten nachgedacht. Das Think-tank Atlantic Council (eine Denkfabrik, die verschiedene Konzepte und Strategien bewertet und entwickelt) zeigt sich laut britischem "Daily Star" mehr als beunruhigt über Russlands Machtstellung im Osten Europas. Die Experten warnen eindringlich mit einem düsteren Szenario. Ihren Berechnungen zufolge könnte es Russland möglich sein, einen eventuellen dritten Weltkrieg gegen Staaten der Nato binnen 60 Stunden zu entscheiden.

Das Institut sieht die Truppenschwäche der Nato an der Grenze zu Russland als schweres Versäumnis, die Hauptstädte Estlands und Lettlands wären für ein eventuelles Machtstreben Putins in knapp zweieinhalb Tagen erreichbar. Eine Art neuer Blitzkrieg. Denn im Gegensatz dazu könne Russland auf knapp 3,3 Millionen Soldaten im Einzugsbereich seiner Westgrenze zurückgreifen. Der Vorschlag der vermeintlichen Vordenker: Stärke durch den Ausbau von Nato-Truppen demonstrieren - und Abschreckung vor einem möglichen Krieg aufbauen.

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rut/news.de/dpa
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