23.06.2019, 11.04 Uhr

Juni-Wetter aktuell 2019: Heftige Unwetter wüten in Bayern! Flugbetrieb in München unterbrochen

In der letzten Juni-Woche 2019 steht Deutschland ein handfester Hitze-Hammer mit Temperaturen knapp vor der 40-Grad-Celsius-Marke bevor.

In der letzten Juni-Woche 2019 steht Deutschland ein handfester Hitze-Hammer mit Temperaturen knapp vor der 40-Grad-Celsius-Marke bevor. Bild: Frank Rumpenhorst / picture alliance / dpa

Sommer und kein Ende in Sicht: Deutschland steht in der kommenden Woche große Hitze bevor. Vor allem für den Süden und den Südwesten erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) ab Dienstag Höchstwerte zwischen 38 und 39 Grad. Doch zum Ende der Woche dürfte es in Teilen Deutschlands ungemütlich werden.

Wetter aktuell im Juni 2019: XXL-Hitzewelle nimmt Kurs auf Deutschland

"Es wird sehr heiß - das ist ziemlich sicher", sagte ein DWD-Meteorologe am Mittwoch in Offenbach. Bereits am Montag soll es mit den Temperaturen kräftig nach oben gehen. Wo es am heißesten wird und ob die 40-Grad-Marke überschritten wird, ist derzeit aber noch unklar. Wahrscheinlich ist jedoch, dass die Mega-Hitze Deutschland mehrere Tage in Folge im Klammergriff halten wird: Aus dem Süden einströmende heiße Luft dürfte von Montag bis voraussichtlich Freitag das Wetter in Deutschland bestimmen. Zum schwül-warmen Wetter, das am Mittwoch, Donnerstag und Freitag Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius bringen kann, gesellen sich der Wettervorhersage zufolge Gewitter mit teils unwetterartiger Ausprägung.

Unwetter im Süden und Osten Deutschlands möglich

Am Mittwoch, dem 19. Juni, hatte es bereits Unwetter gegeben. In manchen Gegenden, vor allem in Niedersachsen und Hessen, fielen bis zu 40 Liter Regen pro Quadratmeter in der Stunde. Es wurden Sturmböen mit rund 100 Kilometern in der Stunde gemessen. "Es gab lokal Schauer und Gewitter bis in den Unwetterbereich hinein", sagte DWD-Metereologe Robert Hausen. Über größere Schäden war bis in den frühen Morgen hinein jedoch nichts bekannt.

Viele Einsätze nach Unwetter in Bayern - Flugbetrieb unterbrochen

Unwetter mit Starkregen und Blitzen sind am Samstag über weite Teile Bayerns gezogen und haben vielerorts für vollgelaufene Keller und überflutete Straßen gesorgt. Allein im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Nord rückten die Helfer bis Samstagnacht zu 195 Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Polizei am Sonntag sagte. Im Landkreis München half die Feuerwehr bei 50 Einsätzen Keller auszupumpen und Straßen vom Wasser zu befreien. Am Flughafen München musste der Flugbetrieb wegen des Unwetters am Abend für mehr als eine Stunde ruhen. 23 Flüge fielen aus, wie eine Sprecherin des Airports am Sonntag sagte. Ein Musikfestival in München wurde wegen des Unwetters von den Veranstaltern vorzeitig beendet.

Letzte Juni-Woche wird brütend heiß - vorher Temperatur-Sturz und Gewitter

Bis die große Hitze kommt, gehen die Temperaturen in den kommenden Tagen erst einmal ein wenig zurück. Am Donnerstag werden im Südosten und Osten durch Einfluss von Tief "Momo" 25 bis 30 Grad erreicht, in der Westhälfte steigen die Werte hingegen kaum über sommerliche 25 Grad. Am Freitag und Samstag sind es selbst im Osten dann nur noch 21 bis 27 Grad. Im Bergland und an der Nordsee werden den Angaben zufolge Höchstwerte zwischen 18 und 21 Grad erreicht. Dazu gibt es immer wieder Schauer und Gewitter, die teilweise kräftig ausfallen können.

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Wie lange sich das bevorstehende, extrem heiße Sommerwetter in der kommenden Woche tatsächlich hält, können die Meteorologen noch nicht seriös vorhersagen. "Was danach kommt, ist noch sehr unsicher."

Experte erwartet Juni-Hitzerekord für Deutschland

Deutschland steuert auf einen Hitzerekord für den Monat Juni zu: An üblicherweise besonders warmen Orten und entlang des Rheins seien kommende Woche Werte bis 39 Grad wahrscheinlich, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Samstag in Offenbach mit. "Bis einschließlich Mittwoch wird es jeden Tag heißer", sagte DWD-Meteorologe Adrian Leyser. Er sei sich relativ sicher, dass der 1947 aufgestellte Junirekord von 38,2 Grad geknackt werde. Mit Werten über 30 Grad bleiben auch andere Regionen von der Hitze nicht verschont. "Wie es dann nach der Wochenmitte weitergeht, ist völlig offen", sagte Leyser.

Am Sonntag scheint im ganzen Land die Sonne, und es bleibt trocken. Nur im Süden und Südwesten zeigen sich teils stärkere Quellwolken am Himmel. Über dem Bergland und südlich der Donau sind einzelne Schauer und Gewitter möglich. Die Temperaturen steigen auf maximal 31 Grad. Die Nacht zu Montag bringt zumindest in den Ballungszentren im Westen wenig Abkühlung: Dort sinken die Temperaturen auf Werte zwischen 19 und 16 Grad. In anderen Landesteilen wird es mit bis zu 9 Grad etwas kühler.

Zum Start in die neue Woche nimmt die Hitzewelle weiter Fahrt auf: Am Montag sind maximal 34 Grad möglich, am Dienstag steigen die Temperaturen auf bis zu 36 Grad - entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sind lokal bis zu 39 Grad möglich. Es bleibt trocken und sonnig mit nur wenigen Wolken.

Wegen der erwarteten Hitze wird die Stadt Dortmund ihr Tierheim von Dienstag bis Donnerstag für Besucher schließen. Für die Tiere seien die öffentlichen Besuchszeiten oft besonders aufregend, hieß es in einer Mitteilung. Diese zusätzliche Belastung will das Tierheim bei den hohen Temperaturen vermeiden. Freitag ist regulär geschlossen. Am Samstag werde das Tierheim wieder normal geöffnet.

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loc/news.de/dpa
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