01.06.2019, 07.29 Uhr

Folgen des Klimawandels: Hitze-Hammer und Kälte-Horror! DIESES Extrem-Wetter droht Deutschland

Extreme Wetterlagen sind Folgen des Klimawandels.

Extreme Wetterlagen sind Folgen des Klimawandels. Bild: AdobeStock / harvepino

Die dramatischen Folgen des Klimawandels sind bereits jetzt erkennbar. Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass der schwächelnde Jetstream auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Für das Wetter auf der Nordhalbkugel hat das massive Auswirkungen.

Schwacher Jetstream als Folge des Klimawandels

Unter einem Jetstream versteht man ein Starkwindband, welches sich zwischen verschiedenen Temperaturregionen bildet. Sie trennen somit kalte und warme Luftmassen voneinander und verwirbeln sie miteinander. Nun haben Atmosphärenforscher des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) herausgefunden, dass der Klimawandel in direktem Zusammenhang mit dem wellenförmigen Verlauf des Jestreams und den extremen Kaltlufteinbrüchen im Winter in Mitteleuropa und Nordamerika steht. Die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichten die Wissenschaftler auf "Scientific Reports".

Hitze-Sommer und Tiefkühl-Winter: Extremwetter durch schwachen Jetstream

Normalerweise schlägt der Jetstream eine geradlinigen Kurs ein. Doch schwächt sich der Wind ab, schlängelt sich der Jetstream in Wellen über die Nordhalbkugel. Im Winter führt diese Abschwächung zu massiven Kaltlufteinbrüchen. Im Sommer führt es dagegen zu langen Hitzeperioden und ausbleibendem Regen. Im vergangenen Jahr erlebten die USA einen Extremwinter und Europa wurde im Sommer gegrillt.

Wissenschaftler stellen Zusammenhang zum Klimawandel her

"Unsere Studie zeigt, dass die Veränderungen im Jetstream zumindest teilweise vom Rückgang des arktischen Meereises verursacht werden", zitiert "Focus Online" Markus Rex vom AWI. Die Wissenschaftler konnten einen Zusammenhang zwischen dem Klimawandel und dem schwachen Jetstream herstellen. "Sollte die Eisdecke weiter schrumpfen, gehen wir davon aus, dass die bislang beobachteten Extremwetterereignisse in den mittleren Breiten in ihrer Häufigkeit und Intensität zunehmen werden."

Der Klimawandel führt zu extremen Wetterlagen auf der Nordhalbkugel, erklären die Wissenschaftler. "Unsere Ergebnisse untermauern zudem, dass die häufiger auftretenden winterlichen Kaltphasen in den USA, Europa und Asien der Klimaerwärmung nicht widersprechen, sondern vielmehr Teil des menschengemachten Klimawandels sind", sagte Rex weiter.

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bua/fka/news.de
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