24.08.2018, 14.53 Uhr

Unwetter aktuell in Deutschland 2018: Tornado-Alarm! HIER könnte das seltene Wetter-Phänomen wüten

Tornados, die über dem Meer oder Binnengewässern entstehen, werden auch als Wasserhosen bezeichnet. 

Tornados, die über dem Meer oder Binnengewässern entstehen, werden auch als Wasserhosen bezeichnet.  Bild: dpa

Das Wetter zeigt sich in dieser Woche noch einmal von seiner hochsommerlichen Seite, aber spätestens am Wochenende ist Schluss damit. Dann sinken nicht nur Temperaturen, sondern an der Nordsee kann es auch zu einem besonderen Wetter-Phänomen kommen: Tornados!

Wetter-Vorhersage für Deutschland aktuell: Höchsttemperaturen bis 35 Grad

Der Mittwoch startet in Deutschland mit sonnigen Höchsttemperaturen zwischen 26 und 35 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Und auch der Donnerstag bleibt, örtlichen Schauern und Gewittern mit Starkregen zum Trotz, mit Temperaturen von 27 bis 35 Grad sommerlich warm. Ab Freitag gibt es dann jedoch einen Umschwung.

Eine Kaltfront bringt von der Nordsee aus frische Luft ins Land. Dazu kann es vor allem in der Südosthälfte zu kräftigen Schauern und Gewittern kommen, Richtung Alpen zu heftigem Starkregen. Die Nordwesthälfte wird weitgehend verschont. Nur in Küstennähe kann es einzelne Regenschauer geben. An der Nordsee steigen die Temperaturen am Freitag voraussichtlich nicht über 18 Grad. Im Südosten werden es maximal 26 Grad.

Tornado-Alarm! Unwetter an der Nordsee erwartet

Sturm-Experte Thomas Sävert rechnet angesichts der Wetterumstellung in den kommenden Tagen ab Freitag mit einem besonderen Phänomen. Auf der Nordsee könne es ihm zufolge vermehrt zu Tornados kommen. Diese sogenannten Wasserhosen über dem Meer entstehen nicht nur im Bereich von starken Gewittern, sondern können sich ebenso an normalen Schauern oder dickeren Quellwolken ohne Niederschlag bilden. Tornados entstehen, wenn starke Temperaturunterschiede in Bodennähe und höheren Luftschichten herrschen und Luft aufsteigt.

Tornados in Deutschland nicht ganz ungefährlich

Konkret heißt das im Fall der Nordsee, dass diese Kaltluft in der untersten Schicht auf 17 bis 20 Grad aufwärmt. In rund 5,5 Kilometer Höhe liegen die Temperaturen bei -23 bis -25 Grad. Damit ein Tornado entsteht, ist es zudem wichtig, dass der Höhenwind nicht allzu stark weht. Eine starke Windscherung - das heißt die Zunahme der Windgeschwindigkeit mit der Höhe -, wie sie sonst für Tornados Voraussetzung ist, kann für die Entstehung von Schauertornados nachteilig sein. Auch wenn Wasserhosen keine Windgeschwindigkeiten von 250 Stundenkilometer erreichen, sind sie nicht ganz ungefährlich. Kleinere Boote können kentern oder an Land Gegenstände durch die Luft gewirbelt werden.

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kad/kns/news.de/dpa
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