21.05.2018, 11.02 Uhr

Eisheilige 2018: Hat die Kalte Sophie Deutschland in diesem Jahr verschont?

Sorgen die Eisheiligen in diesem Jahr für Frost?

Sorgen die Eisheiligen in diesem Jahr für Frost? Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

Bisher zeigte sich der Mai von seiner schönen Seite: Frühlingshafte Temperaturen und Sonne satt. Doch ab Freitag könnte damit Schluss sein. Die Eisheiligen stehen nämlich vor der Tür. Vom 11. bis zum 15. Mai 2018 sorgen Mamertus, die Kalte Sophie und Co. für kühleres Wetter.

Die Bedeutung der Eisheiligen 2018: Darum gibt's im Mai oft Frost

Eine hundertprozentige Vorhersage gibt es nicht. Dennoch gibt es in der Meteorologie bestimmte Singularitäten. Darunter versteht man eigenartige Witterungsregelfälle, die zu bestimmten Zeiten auftreten und deutlich vom vorherrschenden Wetter abweichen. Dazu zählen auch die Eisheiligen. Seit der Aufzeichnung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) konnten während dieses Zeitraums immer wieder Kaltlufteinbrüche mit nächtlichem Frost beobachtet werden. Erst wenn sie vorbei sind, stabilisiert sich das Frühlingswetter und die Temperaturen steigen.

So heißen die Eisheiligen: Alle Namen im Überblick

In einigen Regionen nennt man die Eisheiligen auch "Eismänner" oder auch "gestrenge Herren". Die Eisheiligen sind nach Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert benannt. Mit dem Wetter haben sie allerdings nichts zu tun. So heißen die Eisheiligen:

Freitag (11.05.2018): Mamertus
Samstag (12.05.2018): Pankratius
Sonntag (13.05.2018): Servatius
Montag (14.05.2018): Bonifatius
Dienstag (15.05.2018): Sophie

Durch die zunehmende Sonneneinstrahlung im Frühjahr heizen sich die Landflächen in Südeuropa sehr schnell auf. Im Norden Europas herrscht zu dieser Zeit oft noch kaltes Wetter. Die Temperaturgegensätze sind enorm. Und genau hier liegt der Knackpunkt: Je nachdem wie Tiefdruck- und Hochdruckgebiete liegen, befindet sich Deutschland entweder in einer nördlichen oder südlichen Strömung.

Wetter im Mai 2018: Wettervorhersage für die Eisheiligen

Laut Meteorologen von "wetter.com" kann es im Mai 2018 tatsächlich zum Einströmen von kälterer Luft aus Norden kommen. Allerdings vermiesen dann nur niedrigere Temperaturen, Wolken und Regen das frühsommerliche Wetter. Eine Gefahr von Nachtfrösten bestehe offenbar nicht. Bereits an Christi Himmelfahrt sollen Unwetter für ungemütliches Wetter sorgen. "Die kalte Sophie scheint aber in diesem Jahr eher einen Minirock zu benötigen, denn nach ein paar kühleren Tagen ab Donnerstag wird es in der nächsten Woche offenbar rasch wieder wärmer", sagt Meteorologe Dominik Jung gegenüber dem "Merkur".

Was besagen die Bauernregeln zu den Eisheiligen?

Rund um die Eisheiligen gibt es natürlich auch ein paar Bauernregeln. Eines lautet: "Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz". Und in Süddeutschland wird gereimt: "Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi. Und zum Schluss fehlt nie die Kalte Sophie". In Süddeutschland steht das Wort "Bazi" für einen durchtriebenen Burschen.

Mittlerweile sind die Eisheiligen jedoch kein Grund mehr zur Sorge. Die wissenschaftlichen Wettervorhersagen können sich gerade Hobbygärtner, die Angst vor Frost haben, verlassen. Außerdem weicht der Kalender seit der Kalenderreform von 1582 sowieso ungefähr zehn Tage von der tatsächlichen Zeitrechnung ab. Die Eisheiligen müssten demnach erst vom 23. bis 27. Mai 2018 auftreten.

Schafskälte und Hundstage 2018: DIESE Wetterphänomene gibt es noch

Übrigens warten jedes Jahr noch weitere Wetterphänomene auf. Vom 4. bis zum 20. Juni 2018 könnte die Schafskälte für einen erneuten Kälteeinbruch in Mitteleuropa sorgen. Und zwischen dem 23. Juli und 23. August 2018 könnte mit den Hundstage eine Hitzeperiode auf Deutschland zu kommen.

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bua/kad/news.de/dpa
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