24.04.2018, 11.26 Uhr

Lyriden April 2018: Keine alte Leier! Dort und dann sehen sie den Sternschnuppen-Regen!

Im April huschen die Lyriden über den Sternenhimmel.

Im April huschen die Lyriden über den Sternenhimmel. Bild: dpa

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

Die Sternschnuppen-Saison hat begonnen: Daher lohnt sich ein nächtlicher Spaziergang unterm Sternenhimmel. Seit dem 16. April 2018 flitzen nämlich die Lyriden über das dunkle Firmament.

Sternschnuppen im April 2018: Warum heißen sie Lyriden?

Die Sternschnuppen der Lyriden sind recht schnelle Leuchtkugeln. Sie dringen mit einer Geschwindigkeit um die 50 Kilometer pro Sekunde (180.000 Kilometer pro Stunde) in die Erdatmosphäre ein und verglühen. Der Sternschnuppenstrom hat seinen Ursprung im Sternbild Leier. Daher auch der Name.

Wer die Lyriden sehen will, sollte entweder zu den Nachteulen gehören oder seinen Wecker sehr früh stellen. Denn die beste Beobachtungszeit liegt zwischen 22 und 4 Uhr morgens. Das Maximum des Meteorstroms in der Nacht vom 22.04.2018 auf den 23.04.2018 ist allerdings nicht sehr stark ausgeprägt. Lediglich zehn bis 20 Sternschnuppen sollen pro Stunde aufflammen. Ein Blick lohnt sich trotzdem.

Lyriden 2018: Wettervorhersage für Sternschnuppen-Maximum

Die Chancen auf freie Sicht stehen nämlich gut. "Die Nächte in der ganzen nächsten Woche sind aus jetziger Sicht nur gering bewölkt oder klar", sagt Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Ein wenig benachteiligt seien vor allem Hobbyastronomen an der Ostsee, dem Alpenraum und Sachsen. Wer freien Blick auf den Himmel ohne Lichtverschmutzung hat, hat gute Chancen, eine Sternschnuppe zu erblicken. Denn auch der Mond störe nicht allzu sehr.

"Das Maximum des Sternschnuppenstroms wird bei zunehmendem Halbmond erwartet", sagt Astrophysiker Dominik Elsässer von der Vereinigung der Sternfreunde (VdS). Damit sei es einigermaßen dunkel. Um 3 Uhr geht der Mond unter. Und das passt perfekt: Um diese Uhrzeit steigt nämlich das Sternbild Leier am Horizont auf.

Allerdings sollten Hobbyastronomen lieber am frühen Sonntag nach Sternschnuppen Ausschau halten. "In der Nacht zum Sonntag ist es überall in Deutschland weitgehend klar", sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom DWD. Zwar wird am Montag erst das Maximum des Stroms erreicht, der Sonntag ist nach Ansicht von Astronomen für Beobachter aber nahezu genauso gut. Und am Montagfrüh ist der Himmel vielerorts bedeckt, im Norden regnet es sogar. "Die Beobachtungschancen sind dann noch im Süden und Osten am besten", sagte Ruppert.

Perseiden, Geminiden und Co.! Diese Sternschnuppenschauer verzaubern 2018

Die Lyriden zählen nicht zu den aktivsten Sternschnuppenströmen des Jahres. Deutlich mehr Sternschnuppen kann man bei den Geminiden im Dezember beobachten. Dann huschen sie bis zu 120 Mal pro Stunde über das nachtdunkle Firmament. Und auch die Perseiden im August sind eindrucksvoll. Bis zu 100 Lichtblitze sind hier pro Stunde zu sehen. Der nächste Sternschnuppenstrom ist übrigens schon im Mai zu beobachten. Dann flitzen nämlich die Mai-Aquariden über den Himmel.

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bua/kns/news.de/dpa
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