19.03.2014, 16.11 Uhr

Mehr Lust im Frühling?: Der Mythos von Frühlingsgefühlen und Baby-Boom

Von news.de-Volontärin Anika Bube

Ein verliebtes Pärchen genießt die Frühlingssonne.

Ein verliebtes Pärchen genießt die Frühlingssonne. Bild: picture alliance / dpa / Fredrik von Erichsen

In der dunklen und kalten Winterzeit produziert der menschliche Körper sehr viel von dem Hormon Melatonin, welches für unseren Tag-Nacht-Rhythmus verantwortlich ist. Dadurch fühlen wir uns müde, schlapp und unmotiviert. Einige leiden sogar an Winterdepressionen.

Die länger werdenden Tage und die vielen Sonnenstunden im Frühling geben der Hormonproduktion im menschlichen Körper aber einen regelrechten Schub. Durch die steigende Lichtintensität wird vor allem das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet. Durch die tägliche Produktion im Gehirn hat es Einfluss auf unsere Wahrnehmung und unseren Appetit. Wir fühlen uns glücklicher und fröhlicher.

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Nachwuchs-Boom im Frühling?

Nach einem Partner suchen besonders viele Menschen im Frühling. Dies lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht jedoch nicht mit der erhöhten Hormonproduktion nachweisen. Frauen kontrollieren ihren Hormonhaushalt mit der Pille. Auch für eine gesteigerte sexuelle Lust gibt es keine statistischen Beweise. Vielmehr zeigt sogar eine Studie des Statistischen Bundesamtes, dass besonders viele Kinder im Juli, August und September das Licht der Welt erblicken. Ein gesteigertes Sexualverhalten tritt demnach in den kälteren Monaten auf. Die meisten Babys werden übrigens im Dezember gezeugt.

Frühlingsgefühle bei zwei Weißstörchen.

Frühlingsgefühle bei zwei Weißstörchen. Bild: picture alliance / dpa / Patrick Pleul

Für das gesteigerte menschliche Verlangen nach Sex sind nach Aussagen von Hormonspezialist Helmut Schatz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie, auch optische Reize verantwortlich. Wir ziehen uns leichter und luftiger an als in den kalten Wintermonaten. Die Blicke des anderen Geschlechts sind vorprogrammiert.

Frühlingsgefühle auch bei Tieren

Anders im Tierreich. Hier spielen die Sexualhormone im Frühling verrückt. Tiere mit kurzen Tragzeiten sind besonders im Frühjahr sexuell am aktivsten. Um die Überlebenschancen ihrer Nachkommen zu erhöhen, legen sie die Geburt auf die warmen Monate im Jahr.

Gesteigerte Sexlust hin oder her. Eins ist sicher, den Frühling sollte man in seiner ganzen Pracht genießen.

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jag/news.de
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