12.12.2018, 15.55 Uhr

Bluterguss: Weg mit dem blauen Fleck! Was hilft gegen Hämatome? 

Schon mal an der Türklinke gestoßen? Nicht nur dieser Fehltritt hinterlässt oft hässliche blaue Flecken am Körper.

Schon mal an der Türklinke gestoßen? Nicht nur dieser Fehltritt hinterlässt oft hässliche blaue Flecken am Körper. Bild: Flickr/El Caganer/Creative Commons License

Von news.de-Redakteur Andreas Schloder

Unter einem Bluterguss (Hämatom) versteht man den Austritt von Blut aus den Blutgefäßen in das umliegende Körpergewebe. Die Ursache für den Blutverlust ist meist die Verletzung einer Vene oder einer Arterie – typischerweise nach einer Prellung oder einem Unfall, bei dem sich einMensch gestoßen hat.

Reißen ein oder mehrere Gefäße, fließt das Blut in das umgebende Gewebe oder in eine Körperhöhle. Besonders schmerzhaft sind Blutergüsse an den Gelenken, sogenannte Prellungen, die vorwiegend beim Sport durch Körperkontakt entstehen.

Was sind die Symptome eines Blutergusses?

Je tiefer die Blutung im Gewebe liegt, desto weniger ausgeprägt sind die äußerlich erkennbaren Anzeichen. Blutergüsse, die relativ nahe an der Hautoberfläche liegen, zeigen nach kurzer Zeit das typische Verfärbungsmuster: Wenn das Hämatom von außen gut sichtbar ist, verfärbt sich die betroffene Hautpartie innerhalb eines Tages nach der Verletzung rot bis rot-blau. Spätestens nach vier weiteren Tagen schimmert ein tiefes Dunkelblau hervor, gefolgt von einem dezenten Grün – nach drei weiteren Tagen. Damit man alle Farben durch hat, folgt zum Schluss Gelb.

Beginnend mit dem siebten Tag verfärbt sich der Bluterguss erst in einen gelblich-bräunlichen Farbton, nach spätestens zwei bis drei Wochen ist die Färbung dann völlig verschwunden. Dennoch ist der Bluterguss schmerzhaft, da tiefer liegende Gewebeschichten durch das Hämatom zusammengedrückt werden.

Das hilft gegen ein Hämatom

Sehr große und sich schnell ausbreitende Blutergüsse sollten ärztlich versorgt werden, da hier der Verdacht auf eine Verletzung größerer Blutgefäße besteht. Unerkannt und unbehandelt können solche Gefäßeinrisse zu lebensbedrohlichen Schockzuständen führen. Betroffene sollten keine Schmerzmittel einnehmen, da diese blutverdünnend wirken und die Blutung zusätzlich begünstigen würden.

Hier lesen Sie, was Ihnen bei Quetschungen hilft.

Sofern keine Begleitverletzungen wie Knochenbrüche oder offene Wunden vorhanden sind, hilft nur eins: Kühlung – entweder mit einem Kühlpad oder einem Eisbeutel. Das Kühlmittel sollte aber nicht direkt auf der Haut liegen, um Erfrierungen zu vermeiden. Am besten ein Tuch darum wickeln. Durch die Kälte ziehen sich die zuführenden Blutgefäße zusammen und es tritt weniger Blut in das umliegende Gewebe aus.

Wenn es möglich ist, sollte das schmerzende Körperteil hoch gelagert werden. Durch die erhöhte Position verringert sich der Blutfluss zum verletzten Gebiet. Es tritt weniger Blut aus, sodass die weitere Ausbreitung eines Hämatoms reduziert, manchmal sogar gestoppt werden kann. Weitere Bewegung sollte vermieden werden, da die Muskulatur ansonsten weiterhin gut durchblutet wird und sich der Bluterguss verstärken kann.

PECH-Regel: So behandeln Sie Blutergüsse, Muskel- und Gelenkverletzungen richtig

Sehr einfach sind die wichtigsten Behandlungsmaßnahmen in der PECH-Regel zusammengefasst. Pause, Eis, Compression und Hochlagern sind die Maßnahmen, die die Auswirkung einer stumpfen Verletzung in Grenzen halten und den Schaden so gering wie möglich halten. So werden Hämatome schnell abgebaut.

ham/reu/hos/news.de
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