26.03.2020, 12.14 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Harte Zugangsbeschränkungen! DAS ändert sich nun beim Einkaufen

Seit Erlass der neuen Ausgangsbeschränkungen bilden sich teilweise lange Schlangen vor den Supermärkten.

Seit Erlass der neuen Ausgangsbeschränkungen bilden sich teilweise lange Schlangen vor den Supermärkten. Bild: dpa

Seit Montag (23.03.2020) gelten verschärfte Ausgangsbeschränkungen in Deutschland. In den meisten Bundesländern sollen Bürger ihre Wohnungen nur noch für das Notwendigste verlassen. Dazu zählen Lebensmitteleinkäufe. Doch auch beim Einkaufen herrschen mittlerweile harte Regeln.

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Coronavirus-News aktuell: Neue Regeln für Supermärkte

Bürger sollen möglichst allein einkaufen gehen und den Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Menschen einhalten. Um dies zu garantieren haben Supermarktketten begonnen, den Einlass in Märkten stärker zu reglementieren. So schreibt ein Erlass der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen unter anderem vor, lediglich einen Kunden pro zehn Quadratmeter Ladenfläche zuzulassen, um die Ansteckungsgefahr mit dem neuartigen Coronavirus zu verringern.

Zugangsbeschränkungen, Mindestabstand und Mitarbeiterschutz: Supermärkte rüsten gegen Coronavirus auf

"Wir sind derzeit in der Erarbeitung von Konzepten, die darauf abzielen, den Zugang zu den Märkten zu beschränken, wo der Kundenzulauf dies notwendig macht", hieß es von der Rewe-Group, zu der auch die Penny-Märkte gehören, am Montag. Das könne etwa durch Einlasskontrollen oder eine beschränkte Anzahl an Wagen oder Einkaufskörben geschehen. Kunden dürfen nur mit einem Einkaufswagen in den Markt. So werde sichergestellt, dass die maximal zulässige Zahl der Kunden nicht überschritten werde. Sicherheitsdienste bewachen die Eingänge.

Zu viele Kunden! Supermarkt in Berlin muss geschlossen werden

Bereits am Montag bildeten sich vor Discountern, Supermärkten und Drogerien in einigen Städten lange Schlangen.In Berlin-Charlottenburg zog ein Supermarkt besonders viele Kunden an. Sogar die Polizei musste anrücken. "Ein Supermarkt in #Charlottenburg zog heute viele Kunden an.
Kolleg. sollten dort mal auf den #Mindestabstand schauen.Ergebnis: Es war zu voll, um ihn im Markt einzuhalten. Sie übernahmen die Tür. Kurz darauf entschied sich der Betreiber, den Markt zu schließen", twitterte die Berliner Polizei.

Plexiglasscheiben und Absperrband soll Supermarkt-Mitarbeiter schützen

Aldi wies auf Anfrage darauf hin, es könne "mancherorts zu Einlasskontrollen oder Einlassbeschränkungen kommen" - etwa in Zeiten mit hohem Kundenaufkommen oder wenn der notwendige Abstand von 1,5 Metern zwischen den Personen nicht eingehalten werden könne. Einige Märkte installierten an den Kassen zusätzlich Plexiglasscheiben, um die Kassierer vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

Provisorische Schutzmaßnahmen schützen Kassierer und Kassiererinnen in einer Filiale von Penny.

Provisorische Schutzmaßnahmen schützen Kassierer und Kassiererinnen in einer Filiale von Penny. Bild: dpa

In einigen Supermärkten werden die Mitarbeiter selbst kreativ. "Wir waren heute fleißig an der Theke und haben Lebensmittel-Rutschen gebaut", schreibt eine Twitter-Nutzerin und zeigt ein Foto einer Fleischtheke. Durch eine Begrenzung aus Absperrband sollen Kunden den Mindestabstand einhalten. Ihre Ware erhalten sie bequem über eine Rutsche in einen Korb.

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Strenge Sicherheitsauflagen in Baumärkten

Auch der Baumarkt Obi setzt mittlerweile auf Kontrollen, um nicht zu viele Kunden gleichzeitig in den Markt zu lassen. Nur unter strengen Sicherheitsauflagen dürfen Baumärkte seit dem neuen Erlass noch Privatkunden hereinlassen. Vorrangig bleiben sie für Handwerker und Gewerbetreibende geöffnet.

Doch die neuen Vorschriften für den Einzelhandel haben auch Vorteile. "Im Supermarkt darf jetzt nur noch ein Bruchteil der Kundschaft gleichzeitig einkaufen. Gänge sind angenehm leer, alle halten Abstand, niemand rempelt dich an oder fährt dir in die Hacken. Kein Stress mit Warentrennern und an der Kasse geht's auch schneller. Kann gern so bleiben", schreibt der Twitter-Nutzer@DrWaumiau.

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bua/sba/news.de/dpa
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