26.02.2020, 12.26 Uhr

Coronavirus-Krise: Lufthansa mit Sparkurs, DAX stürzt weiter ab

Lufthansa auf Sparkurs wegen Coronavirus-Krise

Lufthansa auf Sparkurs wegen Coronavirus-Krise Bild: dpa/ Kay_Nietfeld

Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Epidemie hat der Lufthansa-Konzern ein Programm zur Kostensenkung gestartet. Geplante Neueinstellungen werden derzeit überprüft, ausgesetzt oder auf einen späteren Zeitpunkt verschoben, wie das Unternehmen am Mittwoch, 26.02.2020, in Frankfurt ankündigte. Darüber hinaus sollen die Mitarbeiter zu unbezahltem Urlaub und geringeren Arbeitsvolumen in Teilzeit bewegt werden.

Weniger Flüge nach Asien: Lufthansa reagiert auf Coronavirus-Krise

Hintergrund ist der stark reduzierte Asienverkehr. Die Lufthansa Group hat bis Ende März sämtliche Passagierflüge zum chinesischen Festland gestrichen. Auch für Verbindungen nach Hongkong kündigte der Konzern wegen der schwachen Nachfrage weitere Streichungen an. Rein rechnerisch stünden zurzeit 13 Langstreckenflugzeuge der Lufthansa Group am Boden.

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Neue Schulungskurse für Bord- und Bodenpersonal wurden abgesagt. Die Teilnehmer aus den bereits laufenden Kursen könnten vorerst nicht übernommen werden, sollen aber mittelfristig Arbeitsverträge erhalten. Zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Epidemie äußerte sich der Dax-Konzern erneut nicht detailliert, sondern verwies auf die Bilanzpressekonferenz am 19. März.

DAX reagiert weiter mit Talfahrt auf Coronavirus-Krise

Am deutschen Aktienmarkt geht die Talfahrt am Mittwoch rasant weiter. Das neuartige Coronavirus hat die Märkte fest im Griff. Der Dax fiel am Vormittag unter die Marke von 12 500 Punkten auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober 2019. Zuletzt verbuchte er ein Minus von 3,01 Prozent auf 12 405,46 Punkte. Binnen weniger Tage ging es damit um gut 1300 Punkte abwärts.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rutschte um 2,2 Prozent auf Zähler ab auf 3569,51 Punkte.

Angst vorCovid-19-Pandemie: Börse reagiert verunsichert auf Coronavirus-Krise

"Die Angst hat an den internationalen Börsen das Zepter in die Hand genommen", kommentierte Anlagestratege Christoph Geyer von der Commerzbank die aktuelle Situation. Unsicherheit sei das Schlimmste für Börsianer. Sie reagierten immer extrem sensibel darauf, wenn mittel- bis langfristige Auswirkungen eines Ereignisses auf die Märkte nicht eingeschätzt werden könnten.

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hos/news.de/dpa
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