09.01.2020, 14.05 Uhr

"Mogelpackung des Jahres" 2019: Preise heimlich erhöht! DIESE Produkte sind Mogelpackungen

Oftmals merken Verbraucher nicht, dass Produkte teurer geworden sind.

Oftmals merken Verbraucher nicht, dass Produkte teurer geworden sind. Bild: AdobeStock / Gina Sanders

Preissteigerungen im Einzelhandel sind nicht immer auf dem ersten Blick erkennbar. Viele Hersteller reduzieren die Inhaltsmenge ihrer Produkte, ohne den Preis zu senken. Dadurch steigen die Preise, ohne dass der Kunde etwas merkt. Verbraucherschützer sprechen dann von Mogelpackungen.

"Mogelpackung des Jahres" 2019: Verbraucherschützer warnen vor versteckten Preiserhöhungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat im vergangenen Jahr 2.500 Beschwerden registriert. Nun können Verbraucher über die "Mogelpackung des Jahres 2019" abstimmen. Insgesamt sind fünf "Mogelpackungen" nominiert. Teilweise wurden Lebensmittel um 115 Prozent teurer.

So steht die Margarine "Rama Unser Meisterstück" zur Wahl. Der Becher ist kleiner geworden. Statt 500 Gramm sind jetzt nur noch 350 Gramm enthalten. Der Preis blieb jedoch der selbe. Die Verbraucherzentrale spricht von einer Preiserhöhung von 43 Prozent.

Weniger Inhalt, gleicher Preis! "Milka Darkmilk" und "Kellogg's Frosties" nun teurer

Auch Kellogg's änderte etwas an der Füllmenge seiner Frühstückscerealien wie den "Frosties". Statt 375 Gramm sind jetzt nur noch 330 Gramm enthalten. Die Verpackung blieb jedoch gleich. Laut der Verbraucherzentrale ein Preisanstieg von 14 Prozent. Ein weiterer Kandidat für den Titel "Mogelpackung des Jahres" ist die "Milka Darkmilk". Optisch sieht die Schokolade wie eine Standardtafel aus. Auf der Rückseite wird die Mogelei jedoch deutlich. Die "Milka Darkmilk" bringt im Gegensatz zur Standardtafel nur 85 statt 100 Gramm auf die Waage. Dennoch kostet sie genauso viel wie die "normale" Milkatafel und ist somit 18 Prozent teurer. Der Hersteller erklärt gegenüber der "Bild": "Die Produkte unseres Tafelportfolios haben kein einheitliches Gewicht."

"Mirácoli" ohne Käse! DAS ist der Grund

Auch Fans der Nudeln von "Mirácoli" mussten mit Bedauern nach dem Kauf verbittert feststellen, dass etwas fehlt. Wie die Verbraucherzentrale schreibt, ist der Käse aus der Packung verschwunden. Auch von der Tomatensauce und der Gewürzmischung ist nun weniger enthalten. Dafür blieb preislich jedoch alles beim Alten. Angeblich habe eine Umfrage unter Kunden ergeben, dass der Käse häufig nicht genutzt werde. "Dieses Feedback haben wir aufgenommen und bei der Überarbeitung unserer Pasta-Gerichte berücksichtigt. So konnten wir unter Beibehaltung unseres hohen Qualitätsanspruchs eine Preisanpassung durch gestiegene Kosten verhindern", zitiert die "Bild" den Hersteller.

Hipp wählte eine andere Strategie: So wurde nicht nur der Inhalt vom "Bio Direktsaft Karotte" von 500 auf 330 Milliliter reduziert, sondern zusätzlich wurde auch noch der Verkaufspreis erhöht. Dadurch kommt es zu einem Preisanstieg von 115 Prozent, heißt es bei der Verbraucherzentrale. Auch hier fragte die "Bild"-Zeitung beim Hersteller nach, warum der Karottensaft so extrem teuer geworden ist. Als Gründe führt Hipp gestiegene Wasser-, Energie-, Entsorgungs- sowie Lohnkosten an. Außerdem seien die Preise für Bio-Möhren nach den heißen Sommern ebenfalls gestiegen.

Eine Liste mit sämtlichen versteckten Preiserhöhungen finden Sie hier.

Lesen Sie auch:Aufgedeckt! Die miesen Tricks der Lebensmittelindustrie.

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bua/loc/news.de
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