08.02.2017, 15.16 Uhr

Burger King schreibt Geschichte: So will die Fast-Food-Kette McDonald's abhängen

Burger King will neue Kunden unter anderem mit Bestell-Apps, mobilen Bezahlmöglichkeiten und speziellen Automaten anlocken, an denen die Getränke selbst zusammengemixt werden können.

Burger King will neue Kunden unter anderem mit Bestell-Apps, mobilen Bezahlmöglichkeiten und speziellen Automaten anlocken, an denen die Getränke selbst zusammengemixt werden können. Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Die Fast-Food-Kette Burger King hat sich für den Ausbau ihres Lieferservice einen weiteren Partner an Bord geholt: Mit Lieferando.de sei eine entsprechende Kooperation geschlossen worden, teilte Burger King am Montag (06.02.2017) in München mit. Die Auslieferung selbst wickelt Burger King weiter mit eigenen Mitarbeitern ab.

Burger King baut Lieferservice aus - Kooperation mit Lieferando.de in Deutschland

Damit wird Burger King in neun Städten über die Bestellplattform Lieferando.de und eine entsprechende App vertreten sein: Mannheim, Dresden, Gera, Neu-Ulm, München, Wuppertal, Sindelfingen, Böblingen und Göttingen. Sollte der Pilotversuch gut angenommen werden, werde man das Angebot im Frühjahr dieses Jahres ausbauen, erklärte Lieferando.de-Gründer Jörg Gerbig. Bis Ende des Jahres sollen deutschlandweit 200 Burger-King-Restaurants Essen auch nach Hause liefern, dadurch sollen rund 1000 zusätzliche Jobs bei dem Fast-Food-Anbieter entstehen.

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Ist Burger King der ewige Zweite hinter Konkurrent McDonald's?

Die Fast-Food-Kette peilt mittelfristig eine Zahl von 1000 Restaurants in Deutschland an, doch noch immer wird Burger King hierzulande als der einzig ernst zu nehmende Konkurrent der deutlich größeren Kette McDonald's wahrgenommen. Zum Vergleich: In den deutschlandweit 1478 McDonald's-Restaurants arbeiten mittlerweile 58.000 Menschen, die Umsätze beliefen sich im vergangenen Jahr auf rund drei Milliarden Euro. Damit führt McDonald's die Rangliste der deutschen Systemgastronomen seit vielen Jahren mit weitem Abstand an. Burger King als Nummer zwei der Branche kam bei bundesweit lediglich 700 Restaurants zuletzt auf 840 Millionen Euro Umsatz.

Geschichte und Erfinder der Fast-Food-Kette Burger King

Burger King hat eine bewegte Geschichte hinter sich: Bis 2006 war das Unternehmen in den Händen von Finanzinvestoren, ging dann an die Börse zurück, wo Burger King 2010 wieder verschwand, nur um 2012 erneut an der Wall Street aufzutauchen.

Gegenüber McDonald's (1940 gegründet) ist Burger King allerdings ein paar Jährchen jünger. Die Fastfood-Kette wurde 1954 von James McLamore und David Edgerton und im selben Jahr eröffnete das erste Burger King-Restaurant in Miami in den USA. Aber erst drei Jahre später ist der Whopper erfunden worden, für den die Kette bekannt ist. 1958 kostete der Riesen-Burger allerdings nur 37 Cent.

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