01.03.2014, 08.00 Uhr

Barilla, Götze und Co.: Seite 3: Anleitungen für den Start eines Shitstorms

Wir halten also fest: Ein Shitstorm ist bei weitem nicht das Schlechteste, was einem Prominenten oder einem Unternehmen passieren kann. Wie wahr diese Aussage ist, zeigt auch eine Shitstorm-Recherche im Internet. Da finden sich doch tatsächlich Anleitungen und Handlungsabläufe, wie man am besten einen Shitstorm startet. Marketing-Experten veröffentlichen ganze Bücher darüber, was man mit einem Shitstorm erreichen kann und wieder andere Seiten erklären, wie man wirksam und nachhaltig mit einem solchen Sturm der Entrüstung umzugehen hat.

Wenn der Shitstorm Auftrieb gibt

Der Shitstorm ist und bleibt eben ein Phänomen der derzeitigen Social-Media-Gesellschaft, mit dem wir leben müssen. Denn nicht zuletzt sind doch wir es, die ein laues Lüftchen erst zu einem ausgewachsenen Sturm machen. Dank Twitter, Instagram, Facebook und Co. verbreiten sich positive, aber eben auch negative Berichte in Windeseile und können von einem breiten Publikum unverzüglich kommentiert werden. Denn in der breiten Masse geht der Einzelne unter und traut sich plötzlich, seine Meinung laut zu sagen.

Was am Ende davon übrig bleibt, ist jedoch vernichtend gering. Siehe Markus Lanz: Die Quoten des einstigen ZDF-Flagschiffs «Wetten, dass...?» sinken von Sendung zu Sendung, nach jeder neuen Ausgabe mehren sich die Buh-Rufe gegen den Moderator im Netz, doch bisher stärkt das ZDF ihm noch immer den Rücken. Und auch die regelmäßigen Shitstorms werden schwächer. Die Öffentlichkeit hat sich an dem Thema sattgesehen.

Ruhig bleiben und Tee trinken

Wer sich also einmal im Zentrum eines Shitstorms befindet, der sollte ihn einfach aushalten und gelassen damit umgehen. Denn wie unsere Beispiele zeigen: Er schadet nicht, ist schnell vergessen und bringt vielleicht sogar Vorteile mit sich.

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zij/news.de
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