14.02.2017, 16.15 Uhr

"Die Ketzerbraut" in der Wiederholung: Der schaurige Kampf ums nackte Überleben

"Die Ketzerbraut": Veva (Ruby O. Fee) wächst wohlbehütet als reiche Kaufmannstochter bei ihrem Vater auf, bis ihr schlagartig alles genommen wird. Bild: SAT.1 / Dusan Martincek

München, zur Zeit der Inquisition im Herbst 1518: Feuersbrünste wüten, Frauen kreischen, eine von ihnen wird als Hexe an den Pranger gestellt und soll gar von einem bärtigen Mann in roter Robe bei lebendigem Leibe verbrannt werden. Ob es dazu auch wirklich kommt und was weiterhin geschieht, erfahren die Zuschauer im Film "Die Ketzerbraut", der an diesem Dienstag (20.15 Uhr) auf Sat.1 zu sehen ist. Im Anschluss (22.50 Uhr) läuft die Dokumentation "Verdammt - Das wahre Schicksal der Ketzerinnen".

"Die Ketzerbraut" verpasst? Wiederholung in der Sat.1-Mediathek sehen

Falls Sie "Die Ketzerbraut" am Dienstag, 14. Februar verpasst haben oder die Romanverfilmung erneut sehen möchten, finden Sie die Highlights und weitere Ausschnitte nach der Ausstrahlung in der Sat.1 Mediathek. Darüber hinaus steht Ihnen der Film auch in via 7TV zur Verfügung. Im Fernsehen wird "Die Ketzerbraut" leider nicht erneut ausgestrahlt, sodass Sie mit den Online-Angeboten vorliebnehmen müssen.

Darum ging es bei "Die Ketzerbraut" am 14. Februar 2017

Veva (Ruby O. Fee) ist zum Glück nicht die Unglückselige (es ist vielmehr die Frau des Schmieds), wächst sie doch wohlbehütet als reiche Kaufmannstochter bei ihrem verwitweten Vater, dem Glashändler Bartholomäus (Johannes Zeiler), auf. Die junge Frau geht ebenso hilfsbereit wie neugierig durchs Leben, und als sie in das Fenster des Malers Ernst Rickinger (Christoph Letkowski) schaut, entdeckt er sie und will sie sogleich porträtieren.

Doch dann wird ihr schlagartig alles genommen: Vater und Bruder ermordet, das Haus niedergebrannt und sie selbst wird von grausamen Gesellen entführt und entehrt. Das sittsame und gottestreue Mädchen von einst sinnt auf Rache und hofft auf die Hilfe des unbekannten Ketzers - hinter seiner Maske verbirgt sich Rickinger, was sie jedoch nicht weiß.

Er verliebt sich in Veva, verteilt Flugblätter in der Stadt und wettert gegen den Ablasshandel der katholischen Kirche, womit er dem Mann in Rot, dem erzkonservativen Pfarrer Johann von Perlach (Paulus Mancher), ein Dorn im Auge ist. Auf der Jagd nach dem Ketzer verbreitet Perlach mit Hilfe der Freifrau Walpurga von Gigging (Elena Uhlig) - die hinter Vevas Entführung steckt - Angst und Schrecken in der Bevölkerung. In Augsburg kochen derweil Fürst Fugger (Christoph M. Ohrt) und Kardinal Cajetanus (Miguel Herz-Kestranek) ihr eigenes Süppchen. Und dann ist da noch Martin Luther (Adrian Topol).

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