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26.03.2014, 19.00 Uhr

«Mario Barth deckt auf» bei RTL: Seite 2: So schlugen sich Mario Barth und Kollegen als Steuerfahnder

20:17 Uhr

Dauerbaustellen im Straßenverkehr und der BER: Mario Barth hat sich für die zweite Ausgabe von «Mario Barth deckt auf» viel vorgenommen. Gesendet wird aus Berlin, wo laut Barth die meisten Steuergelder verpulvert werden.

20:21 UhrMario Barth inspiziert Berlins Großbaustellen

Erstes Thema: Stau. Wer kennt das nicht! Baustelle, Fahrbahnverengung, nichts geht mehr. Auch nicht auf besagter Baustelle. Ein Graus für jeden Autofahrer. Mario Barth will wissen, warum das immer so lange dauert. In der Hauptstadt Berlin - hier gibt es allein 100.000 Baustellen - geht er der Sache auf den Grund.

20:28 Uhr

Eine Großbaustelle in der Berliner Invalidenstraße nervt nicht nur Fußgänger und Autofahrer, sondern auch ortsansässige Ladenbesitzer. Sie haben Einbußen von bis zu 35 Prozent zu verzeichnen. Mario Barth will helfen und nutzt seine Prominenz, um bei den Verantwortlichen nachzuhaken. Tatsächlich gibt es für die Händler die Möglichkeit einer Entschädigung, allerdings nur über verschlungene bürokratische Wege. Barth will dranbleiben.

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Der Senkrechtstarter der Comedy

20:31 Uhr

Barth begrüßt seine prominenten «Spürhunde» im Studio: Dieter Nuhr, Annett Möller und Christopher Posch. Auch sie haben Steuerlöcher aufgetan. Der Präsident des Bunds der Steuerzahler ist ebenfalls anwesend. Er hat gute Nachrichten im Gepäck. So hat sich die Neuverschuldung seit der letzten Sendung deutlich reduziert. Dennoch gab es wieder absurde Fälle von Steuerverschwendung.

20:39 UhrDieter Nuhr auf Aussichtsplattformen ohne Aussicht

Dieter Nuhr war im Umland von Köln unterwegs und hat sich die Landschaft auf verschiedenen Aussichtsplattformen zu Gemüte geführt. Diese haben mehrere Zehntausend Euro Steuergeld verschlungen, obwohl sie den Namen Aussichtsplattform kaum verdient haben. Versperrte Blicke, weite Felder oder die Autobahn - unter einem Panorama stellt man sich wahrlich anderes vor.

20:46 Uhr

Viele Fakten und Zahlen gibt Mario Barth in seiner Comedy-Show preis. Auf den üblichen Klamauk kann er aber nicht ganz verzichten. Das verschwendete Steuergeld versenkt er deshalb gemeinsam mit Dieter Nuhr symbolisch in einem riesigen Klo.

20:49 Uhr

Immer wieder spricht Mario Barth durch die Kamera die Verursacher der angeprangerten Steuerverschwendung direkt an. Ob sein Ruf nach mehr Sachverstand und Gerechtigkeit beim Ausgeben unserer Steuergelder tatsächlich Wiederhall findet, muss allerdings bezweifelt werden. Für RTL dürfte sich die Show dennoch lohnen. Die erste Ausgabe sahen über vier Millionen, ein dritte am 7. Mai 2014 ist bereits fix.

20:55 Uhr

Wir haben die krassesten Fälle von Steuerverschwendung in einer Fotostrecke zusammengestellt. Sehen Sie selbst:

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Die schlimmsten Steuersünden

21:01 Uhr3,3 Millionen Euro für einen seltenen Schmetterling

Für gewöhnlich hilft TV-Anwalt Christopher Posch Menschen mit Rechtsproblemen aus der Patsche. Für «Mario Barth deckt auf» hat er sich auf den Weg nach Ostfriesland gemacht. Dort wurde eine Fläche von 24 Fußballfeldern gerodet, um für das Projekt Life Aurinia Platz zu schaffen und eine neue Heide mit seltenen Pflanzen und Tieren zu kultivieren. Vor allem der Goldene Scheckenfalter, ein Scheckenfalter, soll dort wieder angesiedelt werden - für 3,3 Millionen Euro! Ein Irrsinn!

21:09 Uhr

Schon in der letzten Ausgabe hatte sich Mario Barth vor Ort ein Bild vom geplanten Hauptstadtflughafen BER gemacht. Auch diesmal will er sich vom Baufortschirtt überzeugen. Doch da herrscht immer noch Einöde. 60.000 ausstehende Mängel, fehlender Schallschutz - der BER ist eine Geisterbaustelle, wie sie im Buche steht.

21:14 Uhr

Eines muss man Mario Barth lassen: Informiert ist der Komiker. Ihm entgeht keine Veränderung und auch kein technischer Mängel. Es scheint bald so, als hätte er vom Großprojekt BER mehr Ahnung als sein Manager Hartmut Mehdorn. Bahnt sich da etwa der nächste Chefwechsel an..?

21:15 Uhr

Der BER ist übrigens nicht das einzige Pannenprojekt der Bundesrepublik. Wenn der Staat Bauherr spielt, sind Mehrkosten und Verzögerungen vorprogrammiert.

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Deutschlands Pannenprojekte

21:29 Uhr«Let's Dance»-Juror Joachim Llambi bei Mario Barth

Ein wenig «Wetten, dass..?» weht durch das RTL-Studio. Mario Barth nimmt mit «Let's Dance»-Juror auf dem Show-Sofa Platz, um ein wenig zu plaudern. Wie praktisch, dass diese Woche Freitag die neue Staffel der Tanzshow startet und man gleich ein wenig Werbung machen kann. Aber zurück zum Thema: Auch in Llambis Heimat Duisburg werden Steuergelder verpulvert.

21:33 Uhr

Der Duisburger Hafen samt imitierter Speicherstadt soll Touristen anziehen. Doch auch die würden die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wenn sie wüssten: Aus ursprünglich veranschlagten 30 Millionen Euro für den Bau wurden 200 Millionen Euro! Mehrere Beteiligte sind wegen Vetternwirtschaft angeklagt. Sie sollen sich an dem Projekt bereichert haben. Dafür aufkommen muss der Steuerzahler.

21:52 Uhr

Annett Möller dürfte RTL-Zuschauern aus dem Nachrichtenmagazin «RTL Aktuell» bekannt sein. Für «Mario Barth deckt auf» kehrte sie in ihre Heimat Mecklenburg-Vorpommern zurück. Dort - in Heiligendamm etwa - könnte man sich wunderbar erholen. Doch das ansässige Grand Hotel, das vom Staat mitfinanziert wurde, war bisher nur einmal in seiner Geschichte ausgebucht - zum G8-Gipfel von Angela Merkel. Amortisiert haben sich die Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro damit sicher nicht. Heute heißt es nur noch Merkels Ruine.

22:05 UhrSteuerverschwendung bei der Formel 1 am Nürburgring

Heute fährt RTL all seine Experten auf. Auch Formel-1-Moderator Florian König darf mitmischen. Er geht einer Zuschauerzusendung nach, die sich mit der Steuerverschwendung am Nürburgring befasst. Wer könnte dort besser recherchieren als König, die hier seit 20 Jahren ein und aus geht. Dennoch wird ihm diesmal der Eintritt verwährt. Denn auf unangenehmen Fragen haben die Betreiber keine Lust.

22:08 Uhr

350 Millionen Euro hat man investiert, um aus dem Nürburgring mehr als eine Rennstrecke zu machen. Shopping-Center, Achterbahn, Luxus-Hotels sollten den Standort bereichern. «Alles überdimensioniert», weiß König. Der Nürburgring musste Insolvenz anmelden, wurde verkauft. Die Steuergelder sind dennoch futsch.

22:17 Uhr

«Mir macht das ja Spaß, den Leuten in den Ämtern auf den Sack zu gehen», gibt Mario Barth zum Ende der Sendung zu. Ob seine Recherchen etwas bewirken, kann auch er nicht garantieren. «Wir bleiben auf jeden Fall dran», verspricht der Komiker. Dass ein riesiges Sparpotenzial besteht, hat er an diesem Abend bewiesen. Laut seiner Rechnung könnten bei den vorgestellten Projekten und Baustellen insgesamt 786.440.000 Euro eingespart werden. Und das wäre doch allemal ein Anfang.

zij/kru/news.de
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