21.10.2020, 00.40 Uhr

"37°: Zwischen Job und Heimweh" vom Dienstag: Wiederholung des Dokumagazin im TV und online

37°: Zwischen Job und Heimweh bei ZDF

37°: Zwischen Job und Heimweh bei ZDF Bild: ZDF, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften

Am Dienstag (20.10.2020) gab es um 22:15 Uhr "37°: Zwischen Job und Heimweh" im Fernsehen zu sehen. Wenn Sie das Dokumagazin bei ZDF nicht sehen konnten, die Episode 1023 ("Pflegekräfte aus Osteuropa") aber auf jeden Fall sehen wollen: Schauen Sie doch mal in der ZDF-Mediathek vorbei. Dort finden Sie zahlreiche TV-Beiträge nach der Ausstrahlung online als Video on Demand zum streamen. In der Regel finden Sie die Sendung nach der TV-Ausstrahlung in der Mediathek vor. Doch leider gilt das nicht für alle Sendungen. ZDF wiederholt "Pflegekräfte aus Osteuropa" aber auch nochmal im Fernsehen: Am 27.10.2020 um 0:20 Uhr.

"37°: Zwischen Job und Heimweh" im TV: Darum geht es in "Pflegekräfte aus Osteuropa"

Ohne Pflegekräfte vor allem aus Osteuropa wäre die Versorgung in Alten- und Seniorenheimen, aber auch in der häuslichen Betreuung hierzulande nicht mehr vorstellbar. Für die Frauen ist die Arbeit in Deutschland finanziell attraktiv - aber sie zahlen einen hohen Preis. Der Film begleitet zwei Pflegerinnen aus Bulgarien und Albanien zu ihren Arbeitsstätten und zu ihren Familien, die sie in ihren Heimatländern zurücklassen. Der Pflegenotstand in Deutschland ist ein Dauerthema. Derzeit werden hierzulande 2,12 Millionen Menschen zu Hause betreut und rund 868 500 in Pflegheimen. Tendenz steigend. In einem aktuellen Gutachten ermittelten Forscher der Universität Bremen, dass die Zahl der Pflegekräfte allein in Altenheimen um rund 120 000 erhöht werden müsste, um den aktuellen Personalmangel abzufedern. Die Situation wäre noch dramatischer, würden die meisten Hilfsbedürftigen nicht zu Hause betreut, unterstützt durch bezahlte Pflegekräfte aus dem Ausland, zumeist aus Osteuropa. Nach Schätzungen des Verbands für häusliche Betreuung und Pflege arbeiten rund 300 000 Osteuropäerinnen in Deutschland. Für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen sind sie häufig die "letzte Rettung". "37°" betrachtet diese Situation aus der Perspektive von zwei Frauen, die ihre Heimat verlassen haben, um in Deutschland in der Altenpflege zu arbeiten. Der Film begleitet die Frauen in ihre Heimatländer und beleuchtet ihre persönlichen Lebensverhältnisse. Beide lassen Familie zurück, Kinder, Ehepartner, eigene Eltern. Bis auf wenige Urlaubswochen im Jahr beschränkt sich der Kontakt auf elektronische Medien. Eine zusätzliche Belastung zu dem physisch und psychisch aufreibenden Beruf, dem sie in der Fremde nachgehen. Stanimira kommt aus Sliven, einer Kleinstadt in Bulgarien. Sie ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit drei Jahren betreut sie in Renningen in der Nähe von Stuttgart den 96-jährigen Willi Eichhorn. In Bulgarien war sie über 20 Jahre Verkäuferin. Um ihre finanzielle Situation zu verbessern, suchte sie im Internet nach einer Agentur, die Betreuerinnen nach Deutschland vermittelt. Über die "Sofiapflege" kam sie nach Renningen. Mit Mira, wie sie von den Familienangehörigen genannt wird, hatten sie großes Glück, erzählt der Sohn von Willi Eichhorn. Stanimira bleibt für viele Monate am Stück und fährt nur einmal im Jahr für vier Wochen nach Hause. So hat der hochbetagte Willi Eichhorn, dessen Demenz fortschreitet, eine kontinuierliche Betreuung und Stanimira wenig Verdienstausfall. Allerdings ist die Arbeit als Betreuerin, die permanente Verfügbarkeit anstrengend und kräftezehrend. Nach drei Jahren braucht Stanimira einen Tapetenwechsel. Sie möchte Willi Eichhorn verlassen, ausgerechnet in der Corona-Krise. Suela ist Albanerin und ausgebildete Krankenschwester. Als die 32-Jährige von der Möglichkeit, in Deutschland zu arbeiten, erfährt, arbeitet sie in einer Klinik und lebt mit ihrem Mann und der sechsjährigen Tochter in der kleinen Stadt Librazhd. Um eine bessere Zukunft zu haben, entscheidet sie sich für ein Ausbildungsprogramm der DEKRA, um später als Fachkraft in Deutschland arbeiten zu können. Das Programm läuft in Kooperation mit deutschen Kliniken und Senioreneinrichtungen und endet mit der Fachkundeprüfung für deutsche Pflegekräfte. Bis dahin arbeitet Suela als Hilfskraft in einer Senioreneinrichtung der Volkssolidarität im sächsischen Aue. Ihren Mann und ihre sechsjährige Tochter sieht sie jeden Tag, allerdings nur am Handy. Sie mussten in Albanien bleiben. In ihrer Freizeit lernt Suela viel Deutsch. Um die Prüfung bestehen zu können, muss sie besser Deutsch sprechen. Als Fachkraft würde sie mehr verdienen und könnte dann Tochter und Mann nach Deutschland holen. Das ist ihr großer Traum. Die "37°"-Sendung steht am Sendetag ab 8.00 Uhr in der ZDFmediathek zur Verfügung. (Quelle: ZDF, übermittelt durch FUNKE Programmzeitschriften)

Alle Infos zu "37°: Zwischen Job und Heimweh" im TV auf einen Blick

Folge: 1023 ("Pflegekräfte aus Osteuropa")

Thema: Pflegekräfte aus Osteuropa

Wiederholung am: 27.10.2020 (0:20 Uhr)

Bei: ZDF

Produktionsjahr: 2020

Länge: 30 Minuten

In HD: Ja

Kommende Folgen von "37°: Zwischen Job und Heimweh" im TV

Wann und wo Sie kommende Ausgaben von "37°: Zwischen Job und Heimweh" schauen können, erfahren Sie hier:

Titel der Folge(n)StaffelFolgeDatumUhrzeitSenderDauer
Wenn Lokführer sich schuldig fühlen0102427.10.202022:15 UhrZDF30 Minuten

(Die Angaben zur Staffel- und zur Episodennummer werden von den jeweiligen Sendern vergeben und können von der Bezeichnung in offiziellen Episodenguides abweichen)

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roj/news.de
Themen: Free-TV, ZDF