01.11.2020, 14.50 Uhr

Formel 1 2020 Großer Preis der Emilia Romagna: Hamilton schreibt F1-Geschichte in Imola - alle aktuellen Ergebnisse hier

Alle Ergebnisse zum Großen Preis von Italien - der Formel 1 in der Emilia-Romagna

Alle Ergebnisse zum Großen Preis von Italien - der Formel 1 in der Emilia-Romagna Bild: (Symbolbild) picture alliance/Rudy Carezzevoli/Pool Getty/AP/dpa

Vom 31. Oktober bis zum 1. November 2020 gastiert die Formel 1 im italienischen Imola. An nur zwei statt drei Renntagen müssen sich die Motorsport-Profis beim Großen Preis der Emilia-Romagna auf der Piste beweisen. Alle Infos und Ergebnisse können Sie hier nachlesen.

Formel 1 in Italien: Großer Preis der Emilia-Romagna mit Zeitplan und TV-Zeiten

Datum Beginn (MESZ) Durchlauf Live-Stream/TV-Übertragung
Samstag, 31.10.2020 10.00 Uhr 1. freies Training RTL
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Samstag, 31.10.2020 14.00 Uhr Qualifying RTL
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Sonntag, 01.11.2020 13.10 Uhr Rennen RTL
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So sehen Sie den Großen Preis der Emilia-Romagna live

Formel 1 2020: Ergebnisse zum GP der Emilia Romagna in Imola

+++ 01.11.2020: Hamilton beschert Mercedes historischen Formel-1-Teamtitel +++

Lewis Hamilton hat mit Serien-Champion Mercedes einen weiteren Formel-1-Rekord aus Michael Schumachers Ära übertroffen. Der WM-Spitzenreiter führte die Silberpfeile am Sonntag in Imola mit seinem neunten Saisonsieg vorzeitig zum siebten Konstrukteurstitel nacheinander. Schumacher hatte einst zu besten Zeiten mit Ferrari sechsmal in Serie die Team-WM gewonnen. Mit dem 93. Grand-Prix-Erfolg ist Hamilton auch seiner siebten Weltmeisterschaft ganz nah, schon in zwei Wochen in der Türkei könnte er hier zu Schumacher aufschließen.

Zweiter im Großen Preis der Emilia Romagna wurde Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas, der von der Pole Position gestartet war. Der Finne hatte sich früh sein Auto beschädigt, profitierte aber vom späten Reifenplatzer des Red-Bull-Piloten Max Verstappen. Auf Rang drei fuhr Daniel Ricciardo im Renault. In der Gesamwertung hat Hamilton nun vier Rennen vor Schluss 85 Punkte Vorsprung auf Bottas.

Sebastian Vettel patzt beim Imola-Rennen und landet nur auf Platz 12

Für Sebastian Vettel wurde auch das dritte Italien-Heimspiel von Ferrari in diesem Jahr zum Ärgernis. Nach der Enttäuschung in der Qualifikation mit Startplatz 14 zögerte er im Rennen seinen Reifenwechsel lange hinaus und war deshalb sogar Vierter. Doch dann patzte seine Boxencrew schwer, brauchte 13,1 Sekunden für den Stopp. So verpasste der Hesse als Zwölfter die Punkteplätze.

Das Gastspiel nahe Bologna war für die Formel 1 nur ein Kurzbesuch. Wegen der hohen Belastung in der Corona-Notsaison hatte die Rennserie auf das übliche Freitagstraining verzichtet und fuhr nur am Samstag und Sonntag. Zuschauer waren kurzfristig ohnehin verboten worden, sodass die Königsklasse bei ihrer Imola-Rückkehr nach 14 Jahren vor leeren Rängen ihre Runden drehte.

Dennoch genossen die Piloten das Comeback auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. "Da steckt sehr viel Geschichte drin, gute und schlechte. Jeder, der die Formel 1 verfolgt, kennt Imola", sagte Vierfach-Weltmeister Vettel vor dem Start. Vor allem das schwarze Wochenende 1994 mit dem Tod von Ayrton Senna und Roland Ratzenberger hat sich tief ins Gedächtnis der Motorsport-Fans gebrannt.

Seither ist der Kurs mehrfach umgebaut worden und inzwischen deutlicher sicherer. Zugleich aber ist mit den modernen Boliden das Überholen enorm schwierig. So entwickelte sich ein lange eher spannungsarmer Grand Prix, der phasenweise einer Prozession glich.

Zum Start behauptete Bottas seine Pole Position, die er sich am Vortag im letzten Versuch noch geschnappt hatte. Teamkollege Hamilton dürfte nach den ersten paar Metern noch einmal seine "schwache Runde" aus der Qualifikation verflucht haben. Von der schmutzigen Seite der Fahrbahn kam er schlecht weg und verlor Platz zwei an Verstappen. Danach hielt sich dann die Action bis zum Schluss in engen Grenzen.

So kam es wieder einmal auf Strategie und Rennglück an. Verstappen machte den ersten Schachzug und kam nach 19 Runden zum Reifenwechsel. Jetzt witterte Hamilton seine Chance, nachdem er zuvor einfach nicht am Niederländer vorbeigekommen war. "Ich werde schneller fahren, holt mich nicht rein", rief der Titelverteidiger per Funk dem Kommandostand zu. Stattdessen beorderte Mercedes den führenden Bottas umgehend an die Box.

Der Finne kam wie erhofft vor Verstappen zurück auf die Strecke, an der Spitze aber lag nun Hamilton. Und der Superstar löste sein Versprechen ein, baute mit schnellen Runden seinen Vorsprung aus. Als dann auch noch Esteban Ocon seinen rauchenden Renault auf dem Grünstreifen parken musste und das Feld kurz vom virtuellen Safety-Car eingebremst wurde, fiel die Vorentscheidung. Hamilton holte sich neue Reifen und kehrte als Erster zurück.

Bottas konnte sich nur noch mit Mühe vor Verstappen halten, weil sein Mercedes schon früh ramponiert worden war. In der 43. Runde zog der Red-Bull-Pilot vorbei. Doch die Freude währte nur neun Runden. Dann drehte sich Verstappen mit geplatztem Reifen ins Kiesbett.

Die folgende Safety-Car-Phase sorgte noch einmal für Hektik an den Boxen. Hamilton konnte sich zwar erst verspätet einen frischen Reifensatz holen, blieb aber trotzdem vorn. Wenig später stand der nächste Mercedes-Doppelerfolg und ein weiterer Titelgewinn fest.

+++ 31.10.2020: Mercedes vor Gewinn der Team-WM in der Formel 1 +++

Mercedes kann beim Formel-1-Rennen in Imola am Sonntag (13.10 Uhr) zum siebten Mal in Serie Konstrukteursweltmeister werden. Das wäre ein Rekord. Der Finne Valtteri Bottas startet den 13. Saisonlauf von der Pole Position, Titelverteidiger Lewis Hamilton nimmt das Rennen im zweiten Silberpfeil von Platz zwei auf. Mercedes genügt schon ein vierter Platz eines seiner beiden Piloten, um vorzeitig wieder den Teamtitel einzufahren.

Diese WM-Wertung entscheidet am Jahresende über die Verteilung der Einnahmen unter den Rennställen. Das Red-Bull-Duo Max Verstappen und Alexander Albon müsste am Sonntag mindestens 34 Punkte mehr holen, um die Entscheidung noch zu vertagen.

Ein harter Arbeitstag wartet auf Sebastian Vettel. Der Ferrari-Star kam in der Qualifikation am Samstag nicht über Rang 14 hinaus. Auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari nahe Bologna gilt Überholen als sehr schwierig. Zuletzt fuhr die Formel 1 vor 14 Jahren in Imola.

+++ 31.10.2020: Mercedes-Fahrer Bottas holt sich Pole Position in Imola +++

Mercedes-Pilot Valtteri Bottas hat sich Startplatz eins für das Formel-1-Rennen in Imola gesichert. Der WM-Zweite war in der Qualifikation am Samstag 0,097 Sekunden schneller als sein Teamkollege Lewis Hamilton. Für den Finnen ist es die 15. Pole Position seiner Karriere. Im WM-Klassement liegt Bottas aber vor dem 13. Saisonlauf am Sonntag (13.10 Uhr/RTL und Sky) bereits 77 Punkte hinter dem führenden Weltmeister Hamilton. Als Dritter startet der Niederländer Max Verstappen im Red Bull in den Großen Preis der Emilia Romagna. Sebastian Vettel kam bei der Startplatzjagd nicht über Rang 14 hinaus.

+++ 31.10.2020: Vettel in Imola-Qualifikation erneut vorzeitig raus +++

Sebastian Vettel ist auch in der Qualifikation zum Formel-1-Rennen in Imola vorzeitig ausgeschieden. Der Ferrari-Pilot kam am Samstag nicht über Rang 14 hinaus und verpasste damit zum zehnten Mal in dieser Saison den finalen Durchgang der Startplatzjagd. Seine schnellste Runde wurde Vettel nachträglich noch gestrichen, aber mehr als Platz 13 wäre auch mit dieser Zeit nicht drin gewesen. Weil auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari das Überholen als schwierig gilt, steht dem 33 Jahre alten Hessen beim 13. Saisonlauf am Sonntag erneut ein hartes Stück Arbeit bevor, wenn er noch in die WM-Punkte fahren will.

+++ 31.10.2020: Hamilton im einzigen Imola-Training mit Bestzeit +++

WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton ist im einzigen Training der Formel 1 vor dem Grand Prix in Imola die schnellste Runde gefahren. Der britische Mercedes-Pilot verwies Red-Bull-Fahrer Max Verstappen aus den Niederlanden am Samstag mit 0,297 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei. Dritter wurde der Finne Valtteri Bottas im zweiten Silberpfeil. Wegen der hohen Belastung in der Corona-Notsaison hatte die Formel 1 auf die üblichen Trainingsrunden am Freitag komplett verzichtet und den Teams nur eine 90-minütige Übungseinheit vor der Qualifikation am Samstagnachmittag eingeräumt.

Zudem erschwert wird Fahrern und Rennställen das Gastspiel nahe Bologna durch das fehlende Datenmaterial aus den Vorjahren. Die Rennserie fuhr zuletzt 2006 auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari. Von den aktuellen Piloten bestritt nur der Finne Kimi Räikkönen bereits Formel-1-Rennen in Imola.

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel belegte im Training den zwölften Platz. Zuvor waren dem Hessen gleich zwei schnelle Runden gestrichen worden, weil er regelwidrig neben die Strecke geraten war.

In der WM-Gesamtwertung liegt Titelverteidiger Hamilton vor dem 13. der 17 Saisonläufe am Sonntag (13.10 Uhr/RTL und Sky) bereits 77 Punkte vor dem Teamkollegen Bottas. Mercedes kann schon in Imola zum siebten Mal in Serie Konstrukteursweltmeister werden, wenn das Red-Bull-Duo Verstappen und Alexander Albon nicht wider Erwarten im Rennen mindestens 34 Punkte mehr einfährt.

Das sollten Sie über den Grand Prix der Emilia-Romagna wissen

Auf der Piazza Ayrton Senna da Silva werden die Piloten ins Fahrerlager rollen, im Park nahe der Rennstrecke ist eine Senna-Statue über die Jahre zur blumengeschmückten Pilgerstätte geworden. Der Schock des 1. Mai 1994, als der Brasilianer in der Vollgaskurve Tamburello im Williams-Rennwagen sein Leben ließ, ist in Imola noch immer spürbar. Das Strecken-Museum nährt den Mythos mit regelmäßigen Senna-Ausstellungen.

Erstmals seit 2006 stellt sich die Formel 1 wieder am Ort des Geschehens diesen Erinnerungen. Weil viele andere Gastgeber wegen der Corona-Pandemie ihre Rennen absagen mussten, bekommt Imola eine neue Chance. Angesichts der mahnenden Ereignisse von 1994 ist es durchaus erstaunlich, dass die Formel 1 ein Experiment mit einem verkürzten Rennwochenende wagt.

Ganzer Trainingstag fällt bei Formel 1 in Emilia-Romagna weg

Die Fahrer müssen komplett auf die drei Trainingsstunden am Freitag verzichten und nach einer nur 90-minütigen Übungseinheit am Samstag direkt die Qualifikation fahren. Bis auf den Finnen Kimi Räikkönen ist keiner der Piloten je in einem Formel-1-Auto in Imola gestartet, seit dem letzten Grand Prix hier wurde die Strecke zudem umgebaut. Für Piloten und Ingenieure wird das Kurz-Gastspiel zu einer Fahrt ins Ungewisse - fast ohne Erfahrungswerte und mit kaum Zeit zur Abstimmung der sensiblen Boliden.

Zusätzlicher Druck für Formel-1-Piloten durch verkürztes Format in Imola

Das verkürzte Format für die Rückkehr der Formel 1 nach Imola setzt die Teams unter zusätzlichen Druck. "Mit der verknappten Zeit hat man nicht die Chance, verschiedene Sachen auszuprobieren. Das legt mehr Nachdruck auf die Arbeit vor dem Start des Events", beschrieb Ferrari-Pilot Sebastian Vettel die Herausforderung. Die Rennserie verzichtet vor dem Grand Prix der Emilia Romagna auf die beiden üblichen Trainings am Freitag. Nach einer 90-minütigen Übungseinheit am Samstagvormittag steht am Nachmittag direkt die Qualifikation an.

Verstappen und Vettel kritisierten fehlenden Trainingstag

"Die Arbeit über Nacht fehlt. Samstagnacht sind die Autos für das Rennen ja gesperrt, da bekommt man keine Ingenieurs-Power heraus", erklärte Vettel. Es bleibe kaum die Chance für intensive Arbeit an der Abstimmung des Autos. Red-Bull-Pilot Max Verstappen hatte dies als "falsch" kritisiert. "Wenn wir das auf einer bekannten Strecke gemacht hätten, auf der wir mit diesen Autos schon gewesen wären, wäre das kein Problem gewesen", sagte der Niederländer. Da die Formel 1 aber seit 2006 nicht mehr in Imola gefahren ist, sei der Verzicht auf zwei Trainings "dumm", urteilte der 23-Jährige.

Raikkönen kennt die Strecke als einziger Formel-1-Fahrer

Einzig Alfa-Romeo-Pilot Kimi Räikkönen hat unter den derzeitigen Piloten schon Formel-1-Erfahrung auf dem Autodromo Enzo e Dino Ferrari gesammelt. Imola kam in dieser Saison nach 14 Jahren Grand-Prix-Pause nur wieder zum Zuge, weil wegen der Corona-Pandemie viele andere Rennen abgesagt werden mussten. Nach den Auftritten in Monza und Mugello ist es das dritte Heimspiel für Ferrari in Italien.

Charles Leclerc sieht der Formel 1 in Imola optimistisch entgegen

Scuderia-Jungstar Charles Leclerc kann dem verkürzten Dienst durchaus etwas abgewinnen. "Wir brauchen keine drei Freien Trainings, um uns für die Qualifikation bereit zu machen. Ich war daher ziemlich froh", sagte der Monegasse schon jüngst auf dem Nürburgring, als wegen schlechten Wetters der Trainingsfreitag komplett ausfiel.

Formel 1 2020 mit dem Großen Preis von Italien: Alle Ergebnisse und Renn-Infos auf einen Blick

Alle Ergebnisse des freien Trainings, Qualifyings und Rennens in der Emilia-Romagna können Sie hier nachlesen.

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sig/news.de/dpa