17.10.2020, 13.49 Uhr

Halbmarathon-WM 2020 in Live-Stream + TV: Melat Kejeta schnappt sich Vize-WM-Titel in Gdynia - Kiplimo Weltmeister bei den Herren

Melat Kejeta vom Laufteam Kassel führt das Damen-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbands bei der Halbmarathon-WM 2020 an.

Melat Kejeta vom Laufteam Kassel führt das Damen-Team des Deutschen Leichtathletik-Verbands bei der Halbmarathon-WM 2020 an. Bild: Soeren Stache / ZB / picture alliance / dpa

Den Spitzenathleten des Laufsports wird am 17. Oktober alles abverlangt: Am Samstag findet im polnischen Gdynia die Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 statt.Ursprünglich waren die Titelkämpfe für den 29. März geplant. Sie wurden aber aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie auf den 17. Oktober verschoben.

Kann man die Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 in Gdynia in Live-Stream und TV sehen?

Leichtathletik-Fans, die auf eine Live-Übertragung der Halbmarathon-WM am 17. Oktober 2020 aus Gdynia hoffen, werden bitter enttäuscht: Im deutschen Free-TV wird das Lauf-Event am Samstag nicht live übertragen. Auch in Sachen legaler Live-Stream-Angebote zur Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 in Gdynia sieht es mau aus.

Wer dennoch den Spitzensportlern die Daumen drücken möchte, sollte die Startzeiten für die Halbmarathon-WM kennen: Die Damen laufen den Halbmarathon ab 11.00 Uhr, die Herren starten um 12.30 Uhr ins Rennen. Parallel zur Halbmarathon-WM wurde übrigens ein virtuelles Rennen anberaumt, das Läufern in aller Welt offensteht. Für den Lauf über 21,1 Kilometer ist nicht mal eine Startgebühr fällig.

Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 in Gdynia: Alle Ergebnisse und Wettkampf-Infos auf einen Blick

Wie sich die Top-Athleten bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 in Gdynia schlugen, wer in den Laufgruppen der Damen und Herren die Nase vorn hatte und wem vielleicht ein Rekord gelang, erfahren Sie im Überblick über die Wettkampf-Ergebnisse vom 17. Oktober 2020.

+++ 17.10.2020: Deutsche Halbmarathon-Männer klar hinterher - Kiplimo Weltmeister +++

Die deutschen Männer haben bei der Halbmarathon-WM im polnischen Gdynia (Gdingen) die Spitzenplätze deutlich verpasst. Über die knapp 21,1 Kilometer war Simon Boch in 1:01:36 Stunden am Samstag bester Athlet des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV), er belegte damit Rang 35. Den Titel sicherte sich Jacob Kiplimo aus Uganda in 58:49 Minuten. Der Kenianer Kibiwott Kandie (58:54) und Amedework Walelegn aus Äthiopien komplettierten das Podest. Die weiteren deutschen Starter lagen noch deutlicher zurück: Konstantin Wedel (97.) und Amanal Petros (100.) waren jeweils mehr als fünf Minuten langsamer als der Sieger.

+++ 17.10.2020: Kejeta wird Vize-Weltmeisterin über die Halbmarathon-Distanz +++

Melat Yisak Kejeta hat als Zweite überraschend für eine deutsche Medaille bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft im polnischen Gdynia (Gdingen) gesorgt. Die 28-Jährige aus Kassel lief die knapp 21,1 Kilometer am Samstag in der nationalen Rekordzeit von 1:05:18 Stunden und musste sich damit der Weltmeisterin Peres Jepchirchir aus Kenia nur um zwei Sekunden geschlagen geben. Kejeta gehörte während des Rennens stets zur Spitzengruppe und setzte sich auf den finalen Kilometern mit Jepchirchir und der Äthiopierin Yalemzerf Yehualaw vom restlichen Feld ab. Yehualaw wurde Dritte.

Die weiteren deutschen Starterinnen hatten mit den Top-Platzierungen nichts zu tun. Laura Hottenrott (1:10:49) landete auf Rang 26, Rabea Schöneborn (54.) und Deborah Schöneborn (55.) lagen noch deutlich weiter zurück.

+++ 28.09.2020: DLV schickt zehnköpfiges Team zur Halbmarathon-WM +++

Fünf Frauen und fünf Männer vertreten den Deutschen Leichtathletik-Verband am 17. Oktober bei der Halbmarathon-Weltmeisterschaft im polnischen Gdynia. An der Spitze des zehnköpfigen Teams stehen Melat Kejeta vom Laufteam Kassel und der Wattenscheider Amanal Petros, teilte der DLV am Montag mit. Beide hatten sich Mitte September mit überzeugenden Leistungen beim Frankfurt Half Marathon Invitational für die WM empfohlen und führen auch die deutschen Jahresbestenlisten an.

Das DLV-Aufgebot für die Halbmarathon-Weltmeisterschaft 2020 in Gdynia

Herren: Amanal Petros (Wattenscheid), Simon Boch, Konstantin Wedel (beide Regensburg), Tobias Blum (Rehlingen), Simon Stützel (Karlsruhe)

Damen: Melat Kejeta (Kassel), Deborah Schöneborn, Rabea Schöneborn (beide Berlin), Laura Hottenrott (Wattenscheid), Fabienne Königstein (Mannheim)

+++ 13.09.2020: Kejeta und Petros gewinnen WM-Qualifikation im Halbmarathon +++

Der Wattenscheider Amanal Petros und Melat Yisak Kejeta aus Kassel haben sich beim Halbmarathon in Frankfurt durchgesetzt und ein Ticket für die WM am 17. Oktober im polnischen Gdynia ergattert. Der 25 Jahre alte Petros gewann am Sonntag auf dem abgesperrten Messegelände in 1:03:31 Stunden. Die 27 Jahre alte Kejeta benötigte 1:09:04 Stunden für die 21,0975 Kilometer.

Bundestrainerin Katrin Dörre-Heinig geht davon aus, dass nun zwei komplette deutsche Teams angeführt von Petros und Kejeta nach Polen fahren - sollten die Titelkämpfe wirklich stattfinden. Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) hatte bereits im März ein Aufgebot nominiert, dann war die Halbmarathon-WM aber verschoben worden.

Bei den Männern dürfen sich unter anderen noch Simon Boch (Regensburg), Tom Gröschel (Rostock) und Konstantin Wedel (Regensburg), die alle vorher schon die Norm erfüllt hatten, Hoffnung auf einen Startplatz machen.

Bei den Frauen ergänzt die Regensburgerin Miriam Dattke als Zweite in 1:12:09 Stunden das Team. Lokalmatadorin Katharina Steinruck aus Frankfurt verpasste trotz Einstellung ihrer persönlichen Bestzeit von 1:12:23 Stunden als Dritte ihr Ziel, soll aber als Ersatz nominiert werden. Der deutsche Marathon-Rekordhalter Arne Gabius aus Stuttgart, der das Rennen als Training für den London-Marathon am 4. Oktober nutzte, musste wegen Atemproblemen zwei Minuten lang auf der Rundstrecke pausieren und beendete das Rennen als 18.

"Absolut große Klasse, dass der Veranstalter diesen Weg gegangen ist", lobte die 31-Jährige Steinruck, kritisierte aber den DLV: Der Verband unterstütze die Läufer in dieser Hinsicht nicht, sondern lege den Organisatoren sogar "Steine in den Weg". "Wo ist das Problem, hieraus eine deutsche Meisterschaft zu machen?", fragte Steinruck.

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loc/news.de/dpa