14.10.2020, 07.32 Uhr

UEFA Nations League - Ergebnisse aktuell: Unentschieden gegen die Schweiz! so spielten Jogis Jungs

Wie schlägt sich die Deutsche Nationalmannschaft bei der Nations League?

Wie schlägt sich die Deutsche Nationalmannschaft bei der Nations League? Bild: picture alliance/Federico Gambarini/dpa

Am 13. Oktober ging es für die Deutsche Nationalmannschaft in der UEFA Nations League in der Partie gegen die Schweiz in die finale Runde. An die Nations League hat Joachim Löw keine guten Erinnerungen. Vor zwei Jahren gelang bei der Premiere gegen Holland und Frankreich in vier Spielen kein Sieg. Auch in den Spielen gegen die Schweiz und Spanien konnten Jogis Jungs nur mit einem Unentschieden (1:1) auftrumpfen, lediglich gegen die Ukraine gelang der DFB-Auswahl ein 2:1-Sieg. Wie die Spiele der UEFA Nations League für die DFB-ELF ausgingen und alle wichtigen Informationen sowie Gewinner erfahren Sie hier in unserem Ergebnis-Ticker.

Wann und wo Sie die Nations-League-Partie Deutschland gegen die Schweiz live im TV und Live-Stream sehen können, können Sie hier nachlesen.

UEFA Nations League: Zeitplan und Ergebnis

Datum Partie Ergebnis
03.09.2020 Deutschland - Spanien 1:1
06.09.2020 Schweiz - Deutschland 1:1
10.10.2020 Deutschland - Ukraine 2:1
13.10.2020 Deutschland - Schweiz 3:3

So liefen die UEFA Nations-League-Spiele der DFB-Auswahl

+++ 14.10.2020:Löw-Umstellungen greifen nicht: Nur 3:3 beim Kroos-Jubiläum +++

 

Das hatte sich Jubilar Toni Kroos anders vorgestellt. Die deutsche Nationalmannschaft erlitt mit einem phasenweise wilden 3:3 (1:2) am Dienstag in Köln gegen die Schweiz den nächsten Rückschlag in der Nations League - die personellen und taktischen Umstellungen von Joachim Löw griffen in Kroos' 100. Länderspiel nicht. Kai Havertz und Serge Gnabry retteten dem Löw-Team beim Tore-Festival im Geisterspiel nach einem 0:2-Fehlstart zumindest noch das Remis. Der Bundestrainer wird in den drei ausstehenden Spielen des Jahres unter noch größerer öffentlicher Beobachtung stehen.

Mario Gavranovic (5. und 57. Minute) und Remo Freuler (26.) nach einem fatalen Fehlpass von Kroos trafen für die robusten Gäste. Fabian Schär sah Gelb-Rot (90.+3). Timo Werner verkürzte noch vor der Pause (28.), dann trafen Havertz (55.) und Gnabry (60.), der Bayern-Profi frech mit der Hacke. Wie vor knapp einer Woche gegen die Türkei reichten aber drei Tore nicht zum Sieg.

«Nicht für die Kritiker», sondern für sich selbst sollte die DFB-Auswahl überzeugen, hatte Löw vor dem Anpfiff in der ARD gesagt. Nach den wenig gelungen Auftritten zuletzt spielte statt einer Dreier- wieder eine Viererkette. Infolge der wieder folgenschweren Fehler in der Abwehr schaute der Bundestrainer zwischenzeitlich aber konsterniert ins fast leere Kölner Stadion. Nach nur knapp vier Minuten tauchte der frühere Bayern-Profi Xherdan Shaqiri erstmals frei vor Manuel Neuer auf. Der Triple-Torhüter konnte zunächst stark klären, im Anschluss an die folgende Ecke stand die DFB-Abwehr aber wieder so unsortiert, dass Gavranovic ohne Mühe zur Schweizer Führung köpfte.

Löw hatte im Vergleich zum 2:1 in der Ukraine am Samstag Robin Gosens, Werner und Havertz in die Startformation beordert. Die Offensivspieler rochierten viel, vor allem Torschütze Havertz sorgte mit gelungenen Aktionen für Bewegung. In der Abwehr hatte das Löw-Team früh Riesenglück, dass ein schwerer Patzer von Neuer nicht sofort zum zweiten Gegentor führte. Der Kapitän spielte einen Pass genau auf Haris Seferovic, der den Ball aber nicht perfekt weiterleiten konnte (15.).

Löws Taktik mit einem zusätzlichen Offensivspieler ging in der ersten Halbzeit gegen extrem aggressiv anlaufende Schweizer kaum auf. Joshua Kimmich, der sein 50. Länderspiel absolvierte, versuchte es aus der Distanz (22.), Werner scheiterte zunächst am Schweizer Torhüter Yann Sommer (25.). Der Fehlpass von Kroos leitete den nächsten Schweizer Konter ein, den Freuler mit einem überlegten Lupfer über Neuer zum 2:0 der Gäste abschloss.

Die DFB-Elf hatte zwar Mühe, die wenigen Räume in der dichten, Bundesliga-erprobten Abwehr der Schweizer zu finden. Dann aber eroberte der starke Havertz den Ball und leitete direkt an Werner weiter, der die deutsche Mannschaft mit einem präzisen Schuss ins lange Eck im Spiel hielt. Es war das 13. DFB-Tor des Chelsea-Stürmers, das elfte in Pflichtspielen. «Das war jetzt ganz wichtig», kommentierte Ex-Weltmeister Bastian Schweinsteiger am ARD-Mikrofon.

Im Anschluss kam die DFB-Elf zu weiteren Möglichkeiten. Der Gladbacher Sommer im Schweizer Tor war beim Fernschuss von Robin Gosens (35.) und beim Abschluss von Leon Goretzka (42.) zur Stelle. Kroos traf mit einem satten Linksschuss nur das Außennetz (44.), der auffällige Havertz zunächst den Pfosten (49.) - und dann nach starker Einzelleistung ins Tor.

In der zweiten Halbzeit konnte die DFB-Elf vermehrt von der individuellen Klasse der Offensivspieler profitieren. Die fast unmittelbare Antwort der Schweizer gegen die wieder unsortierte DFB-Abwehr durch Gavranovic konterte Gnabry sehenswert. Der eingewechselte Julian Draxler verfehlte das Tor knapp (81.).

+++ 13.10.2020: Löw baut um: Mit Werner, Havertz und Gosens gegen die Schweiz +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft tritt im Nations-League-Spiel gegen die Schweiz mit einer auf drei Positionen veränderten Formation im Vergleich zum 2:1 in der Ukraine an. Timo Werner, Kai Havertz und Robin Gosens rücken in Köln am Dienstagabend für Niklas Süle, Julian Draxler und Marcel Halstenberg in die Startelf. Bundestrainer Joachim Löw wechselt zudem das System, von der Dreierkette zur Viererkette in der Abwehr. Toni Kroos von Real Madrid wird bei dem Geisterspiel ohne Zuschauer zum 100. Mal für Deutschland auflaufen.

Die deutsche Startelf:

Neuer - Klostermann, Ginter, Rüdiger, Gosens - Kimmich, Kroos - Havertz, Goretzka, Werner - Gnabry

+++ 12.10.2020: DFB-Abschlusstraining vor Schweiz-Partie mit allen 23 Spielern +++

Mit allen 23 Spielern hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ihr Abschlusstraining vor dem Nations-League-Spiel gegen die Schweiz bestritten. Auch die leicht angeschlagenen Leipziger Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg sowie Julian Draxler, der nach dem jüngsten 2:1-Sieg in der Ukraine über Achillessehnenprobleme geklagt hatte, waren am Montagabend beim Aufwärmprogramm im Kölner Stadion dabei. Nach 15 Minuten ging das Training ohne zugelassene Beobachter weiter.

Am Dienstag (20.45 Uhr/ARD) dürfte Bundestrainer Joachim Löw weitgehend wieder die Formation auf den Platz schicken, die auch in Kiew begonnen hatte. Nur Timo Werner vom FC Chelsea, der seine Erkältung überwunden hat, wird als neuer Startelf-Spieler erwartet. "Er ist im Vollbesitz der Kräfte", berichtete Löw.

Toni Kroos von Real Madrid wird gegen die Schweiz sein 100. Länderspiel bestreiten. Die deutsche Mannschaft belegt nach drei Spielen mit fünf Punkten in ihrer Nations-League-Gruppe Platz zwei hinter Spanien (7 Zähler).

+++ 12.10.2020: DFB: Keine Zuschauer beim Nations-League-Spiel gegen die Schweiz +++

Die Nations-League-Partie der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag gegen die Schweiz in Köln wird als Geisterspiel ausgetragen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montag mit. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen, die in der Stadt am Rhein deutlich über dem Grenzwert von 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohnern in der Woche liegen, habe das Kölner Gesundheitsamt in Absprache mit dem Land Nordrhein-Westfalen dem Verband "erneut untersagen müssen, Zuschauer zuzulassen".

Der DFB verzichtet auch darauf, einen Antrag auf Zulassung von 300 Zuschauern zu stellen. So viele waren am vergangenen Mittwoch beim 3:3 gegen die Türkei in der Kölner Arena zugelassen gewesen. Am Montag wies das Robert Koch-Institut eine 7-Tage-Inzidenz von 66,3 für Köln aus. Städte, in denen der Wert über 50 liegt, gelten als Risikogebiet.

+++ 12.10.2020: Voraussichtliche Mannschaften Deutschland vs. Schweiz in der Nations League +++

Deutschland - Schweiz (Nations League, Liga A, Gruppe 4, Dienstag, 20.45 Uhr/ARD)

Deutschland: Neuer (Bayern München/34 Jahre/93 Länderspiele) - Ginter (Borussia Mönchengladbach/26/32), Süle (Bayern München/25/27), Rüdiger (FC Chelsea/27/34) - Klostermann (RB Leipzig/24/9), Kimmich (Bayern München/25/49), Kroos (Real Madrid/30/99), Halstenberg (RB Leipzig/29/7) - Goretzka (Bayern München/25/26), Gnabry (Bayern München/25/14), Werner (FC Chelsea/24/32)

Schweiz: Sommer (Borussia Mönchengladbach/31/56) - Elvedi (Borussia Mönchengladbach/24/20), Schär (Newcastle United/28/56), Rodriguez (FC Turin/28/75) - Widmer (FC Basel/27/11), Sow (Eintracht Frankfurt/23/10), Xhaka (FC Arsenal/28/86), Freuler (Atalanta Bergamo/28/23), Benito (Girondin Bordeaux/28/8) - Shaqiri (FC Liverpool/29/83), Seferovic (Benfica Lissabon/28/67)

Schiedsrichter: Ruddy Buquet (Frankreich)

+++ 12.10.2020: Löw: Werner wieder topfit für Schweiz-Spiel - Trio angeschlagen +++

Joachim Löw kann für das Nations-League-Spiel gegen die Schweiz wieder mit Timo Werner in der Startformation der deutschen Fußball-Nationalmannschaft planen. Der Angreifer des FC Chelsea, der beim 2:1 in Kiew gegen die Ukraine nach einer Erkrankung nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war, sei wieder "im Vollbesitz der Kräfte", berichtete Löw vor dem Heimspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr/ARD) in Köln. "Er steht zur Verfügung."

Am Montag gab es vor dem Abschlusstraining aber auch noch einige "kleine Fragezeichen" beim Personal. Der Leipziger Lukas Klostermann musste wegen Knieproblemen untersucht werden. Sein Vereinskollege Marcel Halstenberg klagte über muskuläre Beschwerden im Bereich der Adduktoren. Und Julian Draxler habe Achillessehnenprobleme, wie Löw mitteilte. Es könnte damit doch mehrere Veränderungen in der Startformation geben. Gesetzt im Mittelfeld ist laut Löw natürlich Toni Kroos, der sein 100. Länderspiel bestreiten wird.

Löw erwartet im Vergleich zum Ukraine-Spiel in dem Heimspiel mehr Mut und offensive Akzente. "Geschwindigkeit und Präzision sind ein wichtiges Thema." Die deutsche Mannschaft belegt mit fünf Punkten in ihrer Nations-League-Gruppe Platz zwei hinter Spanien (7 Zähler). 

+++ 12.10.2020: Nationalspieler Kroos vor Aufnahme in den Hunderterclub +++

Toni Kroos steht im Nations-League-Spiel am Dienstag gegen die Schweiz vor der Aufnahme in den elitären Hunderterclub. Der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler debütierte vor zehn Jahren als Fußball-Nationalspieler. Am vergangenen Samstag bestritt der Weltmeister von 2014 in Kiew gegen die Ukraine Partie Nummer 99.

Platz Spieler Länderspiele Tore Zeitraum
1 Lothar Matthäus 150 23 1980 - 200
2 Miroslav Klose 137 71 2001 - 2014
3 Lukas Podolski 130 49 2004 - 2017
4 Bastian Schweinsteiger 121 24 2004 - 2016
5 Philipp Lahm 113 5 2004 - 2014
6 Jürgen Klinsmann 108 47 1987 - 1998
7 Jürgen Kohler 105 2 1986 - 1998
8 Per Mertesacker 104 4 2004 - 2014
9 Franz Beckenbauer 103 14 1965 - 1977
10 Joachim Streich 102 (für die ehemalige DDR-Auswahl) 59 1969 - 1984
11 Thomas Häßler 101 11 1988 - 200
12 Hans-Jürgen Dörner 100 (für die ehemalige DDR-Auswahl) 13 1969 - 1985
13 Ulf Kirsten 100 (davon 49 für die ehemalige DDR-Auswahl) 34 1985 - 2000
14 Thomas Müller 100 38 2010 - 2018


+++ 10.10.2020: Erster Sieg für DFB-Auswahl im Jahr 2020 - 2:1 in der Ukraine +++ 

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat ihren ersten Sieg seit fast einem Jahr geholt. Die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw siegte am Samstag in Kiew gegen die Ukraine 2:1 (1:0) und verbuchte in der Nations League nach zwei Unentschieden gegen Spanien und die Schweiz den ersten dreifachen Punktgewinn. Den letzten Sieg gab es beim 6:1 gegen Nordirland am 19. November 2019 in der EM-Qualifikation. Matthias Ginter (20.) und Leon Goretzka (49.) erzielten vor 17 573 Zuschauern die Tore für die DFB-Auswahl. Für die Ukraine traf Ruslan Malinowski per Foulelfmeter (77.).

+++06.09.2020: Deutsche Enttäuschung: Nationalelf spielt unentschieden gegen die Schweiz +++

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft muss in der Nations League weiter auf ihren ersten Sieg warten. In der Schweiz kam das Team von Bundestrainer Joachim Löw am Sonntag nicht über ein 1:1 (1:0) hinaus. Drei Tage zuvor hatte sich die DFB-Auswahl gegen Spanien ebenfalls mit einem 1:1 begnügen müssen. Bei der ersten Auflage des Wettbewerbs war die deutsche Mannschaft komplett sieglos geblieben. In Basel brachte Ilkay Gündogan die zunächst stärkeren Gäste in der 14. Minute in Führung. Doch nach einigen Abwehrschwächen gelang den Schweizern dank Silvan Widmer in der 58. Minute noch der Ausgleich. In ihrer Vierergruppe rutschten Löws Schützlinge damit auf den dritten Platz hinter Spanien und der Ukraine ab.

+++ 03.09.2020: Bitteres 1:1 gegen Spanien - Werner-Tor reicht nicht zum Sieg +++

Das war bitter: Ein Gegentor in letzter Sekunde hat die Nationalmannschaft im lange zähen Fußball-Klassiker um den ersten Pflichtspielsieg gegen Spanien seit 32 Jahre gebracht. Trotz Führung kam die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw am Donnerstag nach fast zehn Monaten Auszeit beim Corona-Geisterspiel der Ex-Weltmeister zu einem 1:1 (0:0). Den Treffer von Timo Werner (51. Minute) glich Luis José Gayà (90.+6.) am Donnerstag in Stuttgart noch aus und verhinderte somit noch den ersten Pflichtspielsieg von Löw gegen Spanien.

Der Bundestrainer war unmittelbar nach der Partie wegen des späten Gegentors "natürlich verärgert. Aber ich muss auch sagen, unsere Jungs haben alles gegeben und gefightet bis zum Schluss", sagte Löw im ZDF. Insgesamt könne er "zufrieden sein". Auch Werner bezeichnete das Ergebnis als "sehr ärgerlich. Wir haben viel reingesteckt und viele Chancen herausgespielt", sagte der Torschütze im ZDF. "Ich glaube, vier Minuten waren angesagt, dann bekommt man in der sechsten Minute der Nachspielzeit ein Gegentor." Debütant Robin Gosens äußerte bedient: "Das geht mir ordentlich auf den Zünder, dass wir da in letzter Sekunde dieses Eier-Gegentor bekommen."

+++ 03.09.2020: Aufstellungen Deutschland - Spanien +++

Deutschland:Trapp - Can, Süle, Rüdiger - Kehrer, Kroos, Gündogan, Gosens - Draxler, Sane, Werner

Spanien: De Gea - Carvajal, Ramos, Pau Torres, Gaya - Busquets, Thiago, Fabian Ruiz - Ferran Torres, Jesus Navas, Rodrigo

+++ 02.09.2020: Voraussichtliche Mannschaften, Nations League +++

Deutschland - Spanien (Nations League, Liga A, Gruppe 4, Donnerstag, 20.45 Uhr/ZDF)

Deutschland: Trapp (Eintracht Frankfurt/30 Jahre/3 Länderspiele) - Ginter (Borussia Mönchengladbach/26/29), Süle (FC Bayern München/24/24), Rüdiger (FC Chelsea/27/30) - Kehrer (Paris Saint-Germain/23/7), Gündogan (Manchester City/29/37), Kroos (Real Madrid/30/96), Gosens (Atalanta Bergamo/26/0) - Havertz (Bayer Leverkusen/21/7) - Sané (FC Bayern München/24/21), Werner (FC Chelsea/24/29)

Spanien: De Gea (Manchester United/29/41) - Jesús Navas (FC Sevilla/34/42), Sergio Ramos (Real Madrid/34/170), Pau Torres (FC Villarreal/23/1), Gayá (FC Valencia/25/7) - Rodri (Manchester City/24/11), Fabián Ruíz (SSC Neapel/24/6), Mikel Merino (Real Sociedad San Sebastián/24/0), Thiago (FC Bayern München/29/37) - Ferrán Torres (Manchester City/20/0), Rodrigo (FC Valencia/29/22).

Schiedsrichter: Orsato (Italien)

+++ 31.08.2020: Corona-Regeln auch für Nations League - Löw will Abläufe für EM üben +++

Wie beeinflusst die Corona-Krise die Nationalmannschaft bei der UEFA Nations League?

Wie in der Bundesliga und der Champions League müssen sich auch die Nationalmannschaften an ein strenges Hygienekonzept halten. Laut UEFA-Regeln werden alle Spieler und Betreuer nach Ankunft im Teamquartier einem Corona-Test unterzogen, weitere Tests folgen jeweils einen Tag vor den Spielen. Die deutsche Mannschaft wohnt in Stuttgart und Basel weitgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit. Fans sind zu den Spielen auch noch nicht zugelassen. Inwiefern nationale Quarantäne-Gesetze eine Partie wie das deutsche Auswärtsspiel im Risikogebiet Ukraine im Oktober gefährden könnten, ist noch unklar.

Wieso darf Deutschland in der A-Liga der Nations League spielen?

Ohne Sieg stieg die DFB-Elf bei der Premieren-Auflage 2018 als Gruppenletzter hinter Holland und Frankreich in die B-Liga ab. Doch die UEFA sorgte später für einen Verbleib in der höchsten Spielklasse. Auf Wunsch vieler Nationalverbände wie England und Italien, die sich bessere Vermarktungsmöglichkeiten als bei Testspielen erhoffen, wurde die A-Liga von zwölf auf 16 Teams aufgestockt. Deutschland durfte wie Polen, Kroatien und Island unter den Top-Mannschaften bleiben. Bei der Auslosung im März war man dafür im schlechtesten Topf, erwischte aber mit Spanien, der Schweiz und der Ukraine keine Hammergruppe.

Wie läuft der Wettbewerb der Nations League ab?

Es gibt vier Spielklassen. In der höchsten Liga A spielen je vier Teams in vier Gruppen in Hin- und Rückspielen die Sieger aus. Diese vier Mannschaften qualifizieren sich für das Finalturnier im Juni 2021 kurz vor der EM. Dort wird in Halbfinale und Endspiel der Nations-League-Sieger ermittelt. Die Premiere 2018/19 hatte Portugal gewonnen. Die vier Gruppenletzten steigen für die nächste Auflage im Herbst 2022 in die B-Liga ab - diesmal dürfte es auch keine Hilfe durch die UEFA geben.

Wie wichtig nimmt Bundestrainer Joachim Löw die Nations League?

Mal so, mal so. Grundsätzlich schätzt Löw das Konzept, gegen leistungsstarke Kontrahenten zu spielen. "Die sportliche Wichtigkeit ist bei den Spielen natürlich gegeben, wir spielen gegen Spanien und die Schweiz. Die Nations League ist ein sehr guter Wettbewerb, die Mannschaften sind auf sehr hohem Niveau. Das ist auch gut für unsere Entwicklung der jungen Spieler", sagte der Bundestrainer. Löw weiß aber genau: Gemessen wird seine Arbeit am Abschneiden bei der EM im kommenden Sommer. "Priorität hat für mich vorausschauend die verschobene EM", sagte er. Die Nations League bleibt also auch Testfeld, "damit Automatismen eingeschliffen werden".

Der deutsche Kader bei der UEFA Nations League

Insgesamt berief der Bundestrainer am Dienstag 22 Akteure in sein Aufgebot für die Länderspiele am 3. September in Stuttgart gegen Spanien und drei Tage später in Basel gegen die Schweiz. Der Kader der Fußball-Nationalmannschaft für die Spiele der Nations League sieht wie folgt aus:

Tor: Oliver Baumann (TSG Hoffenheim), Bernd Leno (FC Arsenal),Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

Abwehr: Matthias Ginter (Borussia Mönchengladbach), Robin Gosens (Atalanta Bergamo), Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain), Robin Koch (SC Freiburg), Antonio Rüdiger (FC Chelsea), Nico Schulz (Borussia Dortmund), Niklas Süle (Bayern München), Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

Mittelfeld und Angriff: Julian Brandt (Borussia Dortmund), Emre Can (Borussia Dortmund), Julian Draxler (Paris Saint-Germain), Ilkay Gündogan (Manchester City), Kai Havertz (Bayer Leverkusen), Toni Kroos (Real Madrid), Florian Neuhaus (Borussia Mönchengladbach), Leroy Sané (Bayern München), Suat Serdar (FC Schalke 04), Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon), Timo Werner (FC Chelsea)

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bos/news.de/dpa