31.10.2019, 07.11 Uhr

DFB-Pokal 2019/20 Ergebnisse : Dortmund gewinnt Borussen-Duell! Alle Ergebnisse im Überblick

Alle Ergebnisse der 2. Runde im DFB-Pokal 2019/20 finden Sie auf news.de.

Alle Ergebnisse der 2. Runde im DFB-Pokal 2019/20 finden Sie auf news.de. Bild: picture alliance/Marius Becker/dpa

Die Spiele im DFB-Pokal 2019/20 gingen am 30. Oktober in die zweite Runde. Dabei kam es zum Borussia-Duell, das bereits im Vorfeld Spannung versprach. Der BVB empfing Gladbach im eigenen Stadion.

DFB-Pokal 2. Runde am 30.10.2019: Welche Mannschaften ziehen ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein?

Auch etliche vermeintlich kleine Vereine versuchten, ihre Chance gegen die Teams aus der ersten Bundesliga zu nutzen. Die erste Überraschung der zweiten Pokalrunde war perfekt. Viertligist Saarbrücken blamierte den Erstligisten aus Köln und feierte den Einzug ins Achtelfinale. Mit späten Treffern rettete sich der FC Bayern in die nächste Runde.

Hier erfahren Sie, wie Sie die Spiele der 2. Runde im DFB-Pokal 2019/20 im Live Stream und TV sehen können.

DFB-Pokal 2. Runde: Alle Ergebnisse auf einen Blick

Datum Anstoß Ansetzung Ergebnis
Dienstag, 29.10.2019 18:30 Uhr Hamburger SV - VfB Stuttgart 1:2
Dienstag, 29.10.2019 18:30 Uhr

1. FC Saarbrücken - 1. FC Köln

3:2
Dienstag, 29.10.2019 18:30 Uhr

SC Freiburg - Union Berlin

1:3
Dienstag, 29.10.2019 18:30 Uhr MSV Duisburg - TSG Hoffenheim 0:2
Dienstag, 29.10.2019 20:00 Uhr

VfL Bochum - FC Bayern München

1:2
Dienstag, 29.10.2019 20:45 Uhr

Arminia Bielefeld - FC Schalke 04

2:3
Dienstag, 29.10.2019 20:45 Uhr

SV Darmstadt 98 - Karlsruher SC

0:1
Dienstag, 29.10.2019 20:45 Uhr Bayer Leverkusen - SC Paderborn 1:0
Mittwoch, 30.10.2019 18:30 Uhr

VfL Wolfsburg - RB Leipzig

1:6
Mittwoch, 30.10.2019 18:30 Uhr Werder Bremen - 1. FC Heidenheim 4:1
Mittwoch, 30.10.2019 18:30 Uhr SC Verl - Holstein Kiel 8:7
Mittwoch, 30.10.2019 18:30 Uhr

1. FC Kaiserslautern - 1. FC Nürnberg

6:5
Mittwoch, 30.10.2019 20:45 Uhr

FC St. Pauli - Eintracht Frankfurt

1:2
Mittwoch, 30.10.2019 20:45 Uhr Hertha BSC - Dynamo Dresden 3:3
Mittwoch, 30.10.2019 20:45 Uhr Fortuna Düsseldorf - Erzgebirge Aue 2:1 
Mittwoch, 30.10.2019 20:45 Uhr Borussia Dortmund - Borussia Mönchengladbach 2:1 

Wie sich die Fußball-Teams im DFB-Pokal 2019/20 schlagen, erfahren Sie mit allen Ergebnissen von der ersten Hauptrunde bis zum Finale hier im Überblick. Der Pokal ist der Wettbewerb, in dem die Außenseiter schon öfter mal die Favoriten geärgert und rausgeworfen haben. Zu glauben, dass man als Bundesligist mit halber Kraft gegen einen unterklassigen Gegner weiterkommt, wäre fatal. Davor warnen auch die Bundesliga-Trainer beim Start der zweiten Runde des DFB-Pokals an diesem Dienstag.

Die Ergebnisse der zweiten Runde im DFB-Pokal 2019/20 finden Sie hier im Ticker

+++ 30.10.2019: Dortmund gewinnt Borussen-Duell - Dresden verpasst Überraschung +++

Dynamo Dresden hat am Mittwoch die große Überraschung der zweiten DFB-Pokalrunde in letzter Sekunde verpasst. Vor über 30 000 mitgereisten Fans unterlag der abstiegsbedrohte Zweitligist dem Bundesligisten Hertha BSC erst nach Elfmeterschießen mit 4:5. In einer mitreißenden Partie hatte es am Ende der Verlängerung 3:3 (2:2, 1:0) gestanden. Erst in der zweiten Nachspielminute der Extra-Spielzeit hatte Jordan Torunarigha für die Hertha ausgeglichen.

Borussia Dortmund hat dank zweier Tore von Nationalspieler Julian Brandt einen Schritt aus der Krise gemacht. Im Borussen-Duell bezwang der BVB Bundesliga-Spitzenreiter Mönchengladbach mit 2:1 (0:0). Marcus Thuram hatte die Gladbacher nach 71 Minuten per Kopf in Führung gebracht, Brandt wendete mit seinen Treffern innerhalb von drei Minuten die Partie (77./80.).

Gleichfalls in der Runde der letzten 16 Teams stehen die Bundesligisten Fortuna Düsseldorf nach einem mühevollen 2:1 (1:1) über den FC Erzgebirge Aue und Eintracht Frankfurt, das mit demselben Resultat beim FC St. Pauli erfolgreich war.

Zuvor hatte RB Leipzig dem VfL Wolfsburg und seinem Trainer Oliver Glasner mit 6:1 (1:0) die erste Saisonniederlage beigebracht, auch Werder Bremen war mit 4:1 gegen den 1. FC Heidenheim seiner Favoritenrolle souverän gerecht geworden.

Überraschungen gelangen dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern und dem Regionalligisten SC Verl jeweils in Elfmeterschießen. Die Lauterer setzten sich gegen den 1. FC Nürnberg mit einem 8:7 (2:2, 2:2;1:1) nach Elfmeterschießen durch. Verl zog als zweiter Viertligist nach Saarbrücken dank eines 8:7-Erfolges im Elfmeterschießen gegen Holstein Kiel in die Runde der letzten 16 Teams ein. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 1:1) im ersten Pokal-Duell beider Traditionsmannschaften gestanden.

+++ 30.10.2019: Kaiserslautern besiegt Nürnberg - Grill hält entscheidenden Elfmeter +++

Der 1. FC Nürnberg hat sich trotz seiner Favoritenrolle aus dem DFB-Pokal verabschiedet. Der Zweitligist unterlag am Mittwochabend in einem kuriosen Zweitrundenspiel beim abstiegsbedrohten Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit 5:6 (2:2, 1:1) im Elfmeterschießen. Den letzten Treffer im Elfmeterschießen erzielte Kaiserslauterns Andri Runar Bjarnason. FCK-Keeper Lennart Grill parierte im Anschluss den Versuch von Tim Handwerker.

Die Torhüter schrieben vor 21 714 Zuschauern die Geschichten des Spiels: Weil sich Nürnbergs Keeper Patric Klandt verletzte, als das Wechselkontingent bereits ausgeschöpft war, musste Enrico Valentini nach 116 Minuten zwischen die Pfosten. Einen Elfmeter parierte er jedoch nicht.

Fast wäre zuvor Grill zur tragischen Figur des Spiels geworden. Der U21-Nationalkeeper übersah in der 89. Minute den hinter ihm lauernden Michael Frey, der ihm den Ball vom Fuß nahm und zum 2:2 ins leere Tor schob. Zwei Elfmetertore von Timmy Thiele (8./74.) brachten die Pfälzer zuvor jeweils in Führung. Den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich hatte Lukas Jäger (15.) erzielt.

Die Pfälzer ziehen damit erstmals seit der Saison 2014/2015 wieder ins Achtelfinale des Pokalwettbewerbs ein und sind in diesem Jahr der letzte verbliebene Drittligist. Nürnberg scheiterte letztmals vor drei Jahren in der 2. Runde.

+++ 30.10.2019: Die nächste Viertliga-Überraschung: Verl besiegt Kiel im Elfer-Krimi +++

Der SC Verl hat als zweiter Regionalligist überrascht und nach einem Elfmeter-Krimi das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Ostwestfalen bezwangen den Zweitligisten Holstein Kiel nach neun Runden im Elfmeterschießen mit 8:7 und zogen erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die Runde der letzten 16 ein. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. Zum Helden im Elfmeterschießen wurde Torhüter Robin Brüseke, der die Schüsse von Emmanuel Iyoha und Phil Neumann parierte. Das 20 Jahre alte Eigengewächs Jan Schöppner verwandelte entscheidend.

1980 hatte Verl schon einmal die 3. Runde erreicht, diese wurde damals aber mit 32 Mannschaften ausgespielt. Die enttäuschenden Kieler verpassten den sechsten Einzug ins Achtelfinale den zweiten in Folge.

U21-Nationalspieler Janni Serra hatte Kiel in Führung gebracht (13.). Nico Hecker (45.+1) war für die Ostwestfalen aus Verl erfolgreich, die zuvor den Erstligisten FC Augsburg mit 2:1 ausgeschaltet hatten und neben dem am Dienstag gegen Bundesligist Köln erfolgreichen 1. FC Saarbrücken einziger Viertligist in der zweiten Runde waren. In der kommenden Saison muss Verl im DFB-Pokal allerdings zuschauen. Durch ein 1:4 beim Oberligisten RSV Meinerzhagen ist der SC im Westfalenpokal in der ersten Runde ausgeschieden.

Die Gastgeber, die für das Spiel in der mit 5 153 Zuschauern ausverkauften Sportclub Arena mobile Flutlichtmasten aufstellen mussten und deren Trainer Rino Capretti am Morgen noch an einer Realschule in Gütersloh unterrichtet hatte, verkauften sich von Beginn an teuer und waren in der ersten Halbzeit mindestens ebenbürtig. Nach der Pause übernahm Kiel die Kontrolle, doch auch Verl blieb mit Tempo und Leidenschaft immer gefährlich.

+++ 30.10.2019: RB demontiert Wolfsburg - Leipzig nach Tor-Party im Achtelfinale +++

Mit einem furiosen Tor-Feuerwerk hat RB Leipzig die beeindruckende Pflichtspielserie des VfL Wolfsburg in dieser Saison brachial beendet und das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Der Finalist der vergangenen Spielzeit fertigte am Mittwochabend dank einer exzellenten zweiten Halbzeit die Niedersachsen in deren Stadion mit 6:1 (1:0) ab. Nach einem Eigentor durch Wolfsburgs Jeffrey Bruma in der 13. Minute machten Marcel Sabitzer (55.), Emil Forsberg (58.), Konrad Laimer (61.) und Timo Werner (68./88.) den höchsten Sieg der Sachsen im DFB-Pokal perfekt.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann machte mit dem engagierten und in der zweiten Halbzeit auch spielerisch absolut überzeugenden Auftritt zudem einen Schritt aus der Krise nach zuletzt vier Meisterschaftsspielen ohne Sieg. Wolfsburg kassierte vor 17 705 Zuschauern indes wettbewerbsübergreifend die erste Saison-Niederlage, den Ehrentreffer erzielte Wout Weghorst in der 89. Minute.

Die spätabendliche Ansage an die RB-Mannschaft nach der enttäuschenden Niederlage beim SC Freiburg zuletzt zeigte in Sachen Einstellung von Beginn an die erhoffte Wirkung. Nagelsmanns Startelf ging entschlossen in die Zweikämpfe und ließ die Wolfsburger nicht zur Entfaltung kommen. Spielerisch boten beide Teams trotz ihres Potenzials zunächst aber wenig.

Dazu passte auch das Tor der Leipziger gegen erschreckend wirkungslose Wolfsburger. Nach einer Ecke flankte Forsberg vors VfL-Tor, dort versuchte es zuerst Nationalspieler Marcel Halstenberg, dann dessen Abwehrkollege Dayot Upamecano. Beide trafen den Ball aber nicht richtig, dennoch landete dieser irgendwie bei Willi Orban, dem Abwehrchef, der ebenfalls mit aufgerückt war.

Vom RB-Kapitän prallte der Ball ab und Wolfsburgs Bruma bugsierte ihn ins Tor. Zwei Minuten später verpasste Werner mit einem Kopfball den zweiten RB-Treffer - zu weit weg vom Tor, zu schwach. Die Zuschauer sahen in den ersten 45 Minuten zwei Mannschaften mit mehr Makeln in als Schönheitsmomente.

Die Wolfsburger konnten auch das frühe Verletzungs-Aus von Orban nicht nutzen. Der RB-Kapitän musste nach nicht mal einer halben Stunde raus, ein Problem am linken Knie. Ein Gegner war nicht beteiligt gewesen.

Für Orban kam Stefan Ilsanker zum Saisondebüt. Und der verhinderte mit der Fußspitze unmittelbar nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich der Wolfsburger durch Josip Brekalo. Kurz danach rettete RB-Keeper Yvon Mvogo, er durfte anstelle von Stammkeeper Peter Gulacsi ins RB-Tor. Dann ging es so schnell, wie es die Fans vom RB-Fußball gewohnt sind. Sabitzer, Forsberg, Laimer, Werner - ein Fünferpack und die bis dahin ungeschlagenen Mannschaft von Oliver Glasner, die vor anderthalb Wochen in Leipzig in der Liga ein 1:1 erreicht hatte, war entzaubert.

 

+++ 30.10.2019: Bremen mühelos im Pokal-Achtelfinale: 4:1 gegen Heidenheim +++

 Das war mehr als ein Klassenunterschied: Der sechsmalige Cupsieger Werder Bremen ist problemlos ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Tabellenzwölfte der Fußball-Bundesliga gewann am Mittwochabend gegen den Zweitligisten 1. FC Heidenheim dank einer starken ersten Halbzeit überlegen mit 4:1 (4:1). Der Gegner in der nächsten Runde wird am kommenden Sonntag ausgelost.

Nach zuletzt vier Unentschieden in Folge sorgen Milot Rashica (6.), Leonardo Bittencourt (11.), Davy Klaassen (19.) und Marco Friedl (41.) für den hochverdienten Sieg des Teams von Trainer Florian Kohfeldt, der mindestens die Prämie in Höhe von 702.000 Euro wert ist. Der Gegentreffer durch Marc Schnatterer (45.+1/Handelfmeter) blieb folgenlos.

Den Bremern gelang in der Anfangsphase vor 38 663 Zuschauern so gut wie alles. Die Gäste, die in der Vorsaison das Pokal-Viertelfinale erreicht hatten, wirkten völlig überrumpelt und kamen mit dem Tempo des Bundesligisten überhaupt nicht zurecht. Rashica traf aus gut 20 Metern mit einem schönen Schlenzer, Bittencourt schloss den nächsten mit viel Druck vorgetragenen Angriff überlegt ab.

Beim Treffer von Klaassen fälschte Oliver Hüsing, der wie seine drei Teamkollegen in der Heidenheimer Viererkette einst im Werder-Trikot gespielt hatte, den Schuss des Niederländers unhaltbar für seinen Torwart Vitus Eicher ab. Erst kurz vor der Pause nahm Werder merklich das Tempo raus, dennoch traf Friedl nach Vorarbeit von Klaassen.

FCH-Kapitän Schnatterer sorgte kurz vor der Halbzeitpause dafür, dass Bremen auch im elften Pflichtspiel dieser Saison nicht ohne Gegentor blieb. Friedl hatte den Ball zuvor gegen den Arm bekommen. Nach dem Wiederanpfiff spielte Werder weniger stürmisch und verwaltete die Führung souverän. Michael Lang traf mit dem Kopf nur die Latte (48.). Bremens Yuya Osako feierte bei seiner Einwechselung (68.) sein Comeback nach anderthalb Monaten Verletzungspause.

+++ 30.10.2019: Favre beim BVB unter Druck - Was machen Lautern und Kiel? +++

Taugt Saarbrücken zum Vorbild für zwei andere Außenseiter? Der Regionalligist SC Verl hat in der ersten Runde den Erstligisten FC Augsburg aus dem Wettbewerb geworfen und empfängt nun den Zweitligisten Holstein Kiel (18.30 Uhr). Auf eine Überraschung hofft auch der Drittliga-Vertreter 1. FC Kaiserslautern im Duell zweier Traditionsclubs mit dem 1. FC Nürnberg (18.30 Uhr).

Der trostlose Auftritt bei Inter Mailand (0:2) und das glückliche 0:0 im Revierderby auf Schalke haben die Stellung von BVB-Trainer Lucien Favre weiter geschwächt. Ein Sieg im Pokal über Bundesliga-Tabellenführer Borussia Mönchengladbach (20.45 Uhr/ARD) könnte die Lage erst einmal beruhigen. Doch wie schwer die Aufgabe werden kann, war bereits elf Tage zuvor beim knappen 1:0 der Dortmunder im Bundesliga-Duell beider Clubs zu sehen.

+++ 29.10.2019: Bayern mit spätem Glück - Leverkusen, Schalke und Karlsruhe weiter +++

Cup-Verteidiger Bayern München schrammte nur knapp an einer Blamage vorbei. Die Münchner gewannen nach einer lange Zeit desolaten Leistung noch mit 2:1 (0:1) beim Zweitligisten VfL Bochum. Ein Eigentor von Alphonso Davies (36. Minute) hatte die Bochumer in Führung gebracht. Später verhinderten Serge Gnabry (83.) und der eingewechselte Thomas Müller (89.) das Aus des Rekord-Pokalsiegers.

Auch Schalke 04 und Bayer Leverkusen haben das Achtelfinale erreicht. Die Gelsenkirchener gewannen am Dienstagabend 3:2 (3:0) gegen den Zweitligisten Arminia Bielefeld. In einem Erstliga-Duell setzte sich Leverkusen zeitgleich gegen den SC Paderborn durch und gewann 1:0 (1:0).

+++ 29.10.2019: VfB Stuttgart nimmt erfolgreich Revanche: 2:1. im Pokal gegen HSV +++

Bundesliga-Absteiger VfB Stuttgart hat sich für die peinliche 2:6-Pleite beim Hamburger SV in der Zweitliga-Meisterschaft rehabilitiert und ist mit einem 2:1 (1:1, 1:1) nach Verlängerung über denselben Gegner ins Achtelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der eingewechselte Hammadi Al Ghaddioui sorgte in der 114. Minute mit einem Drehschuss für den Siegtreffer der Stuttgarter.

Zuvor hatte Nicolas Gonzales den VfB schon in der 2. Spielminute per Elfmeter in Führung gebracht. Ebenfalls vom Elfmeterpunkt glich HSV-Kapitän Aaron Hunt (16. Minute) vor 45 503 Zuschauern im diesmal nicht ausverkauften Volksparkstadion aus. Im Pokalwettbewerb stehen die Hamburger gegen die Schwaben auf verlorenem Posten: Fünf Duelle gab es, alle gewann der VfB.

Knapp 76 Stunden nach dem Tor-Spektakel am Samstag begann es diesmal ähnlich turbulent. Doch nach der heißen Startphase wurde es ruhiger. Trainer Tim Walter hatte die VfB-Mannschaft diesmal etwas defensiver formiert. Die langen Steilpässe in den Strafraum behagten der HSV-Verteidigung überhaupt nicht. Das Zuspiel von Holger Badstuber kurz nach Anpfiff auf Philipp Förster wusste Gideon Jung sich nicht anders als mit einem Foul zu unterbinden - und Gonzales vollendete.

Nur wenig später kam auf der Gegenseite David Kinsombi nach einer Abwehraktion von Santiago Ascacibar zu Fall. Kinsombi hatte Glück, dass es im Pokal keinen Videobeweis gibt: Der Elfmeterpfiff war strittig. Hunt ließ sich die Chance zum Ausgleich nicht entgehen. Danach spielte sich die Partie hauptsächlich zwischen den Strafräumen ab und war kaum spektakulär.

Walter baute den VfB im Vergleich zum ersten Partie auf vier Positionen um. Der in der Meisterschaft gesperrte Innenverteidiger Badstuber durfte im Pokal mitwirken und gab der Abwehr größere Stabilität. Auf der Gegenseite brachte Trainer Dieter Hecking ebenfalls vier Neue, ließ unter anderen den mit sieben Treffern torgefährlichsten Schützen Sonny Kittel zunächst draußen. Diesmal lief es in der Offensive nicht so flüssig wie drei Tage zuvor. Der VfB hatten Vorteile, ohne jedoch zwingende Chancen herauszuspielen.

Hecking versuchte es später mit frischen Kräften: Jeremy Dudziak und Khaled Narey für Hunt und den blassen Jairo Samperio. Die umkämpfte Partie wurde nicht niveauvoller, blieb aber spannend. Zwei Tormöglichkeiten für Stuttgart in der zweiten Halbzeit, eine für den HSV gab es. So musste die Verlängerung die Entscheidung bringen: Einwechselspieler Al Ghaddioui traf aus knapp acht Metern und ließ den VfB jubeln.

+++ 29.10.2019: 3:1-Sieg in Freiburg - Union-Fans feiern: "Wir fahren nach Berlin" +++

Der 1. FC Union Berlin steht dank eines späten Doppelpacks erstmals seit fast sechs Jahren im Achtelfinale des DFB-Pokals. Im Zweitrunden-Duell beim Bundesliga-Überrachungsdritten SC Freiburg setzte sich der Aufsteiger am Dienstagabend durch die Treffer von Robert Andrich in der 86. Minute und Christian Gentner in der Nachspielzeit überraschend mit 3:1 (1:1) durch. «Wir fahren nach Berlin», skandierten die Union-Fans.

Joshua Mees (36. Minute) hatte die Gäste-Mannschaft von Fußballlehrer Urs Fischer in Führung gebracht, noch vor der Pause war Freiburgs Nationalspieler Robin Koch (45.+2) aber der Ausgleich gelungen, ehe Andrich und Gentner vor 24 000 Zuschauern im ausverkauften Schwarzwald-Stadion für die Entscheidung sorgte.

Die Berliner, die es 2001 sogar mal bis ins Finale geschafft hatten, stimmten sich damit perfekt auf das Stadtduell in der Meisterschaft am kommenden Samstag daheim gegen Hertha BSC ein. Die Freiburger bekamen nach einer bisher wundersamen Saison einen Dämpfer.

So richtig war die Partie zunächst nicht in Schwung gekommen, stattdessen herrschte eine gewisse Giftigkeit auf dem Platz: Nickeligkeiten, kleine Tritte oder mal ein Ellbogen im Gesicht des Gegners. Dabei hatte Freiburgs Coach Christian Streich vor dem Anpfiff freudig festgestellt: «Es ist ein bisschen weniger dieser Bundesliga-Druck.» Rund 40 Minuten später hatte sich seine Miene verfinstert.

Denn seine Mannschaft, die in der Bundesliga zuletzt Meisterschaftskandidat RB Leipzig zuhause 2:1 geschlagen hatte, tat sich schwer. Die einzigen beiden guten Chancen resultierten aus Freistößen, vergeben wurden sie auch noch. Zuerst setzte Nico Schlotterbeck den Ball im Bruderduell mit Keven an den Pfosten (9.), danach verzog Nils Petersen aus elf Metern.

Also musste für den Ausgleich eine Standardsituation herhalten, nach einer Ecke traf Koch. Rafal Gikiewicz, der zwischen 2016 und 2018 beim SC unter Vertrag gestanden hatte, war machtlos im Union-Tor.

Die Berliner hatten bis dahin mit viel Disziplin verteidigt und selbst Nadelstiche gesetzt. Einmal sogar richtig erfolgreich, als Mees, einer von sechs Spielern, die Trainer Fischer ins Team rotiert hatte nach dem 1:2 zuletzt beim FC Bayern, mit einem Kopfball Mark Flekken im Freiburger Tor überwunden hatte.

Kurz vor dem Treffer hatte Robert Andrich den Freiburger Keeper mit einem brachialen 30-Meter-Schuss bereits herausgefordert - den frühen verletzungsbedingten Ausfall von Abwehrmann Michael Parensen hatten die Eisernen nach nicht mal einer Viertelstunde auch gut weggesteckt.

Zehn Tage nach der 0:2-Niederlage im Bundesliga-Duell in Berlin drängten die Freiburger vor dem eigenen Publikum nach dem Seitenwechsel auf die Führung und erhöhten erstmal das Tempo. Es blieb aber dabei: Sie kamen nicht richtig durch. Und Berlin blieb gefährlich. Es wurde nun zur Geduldsfrage: Mit dem besseren Ende für den Bundesliga-16 aus der Finalstadt.

+++ 29.10.2019: Lottner wirft Herzensverein aus DFB-Pokal: Saarbrücken blamiert Köln +++

Dirk Lottner hat mit dem 1. FC Saarbrücken seinen Herzensverein blamiert und den 1. FC Köln aus dem DFB-Pokal geworfen. Der Spitzenreiter der viertklassigen Regionalliga-Südwest setzte sich am Dienstagabend in der zweiten Runde sensationell mit 3:2 (0:0) gegen den lange harmlosen Bundesliga-Aufsteiger durch.

Vor 6800 Zuschauern in Völklingen trafen Christopher Schorch (53. Minute), Gillian Jurcher (57.) und Matchwinner Tobias Jänicke (90.) für den Außenseiter, der für den erstmaligen Einzug ins Achtelfinale seit sechs Jahren vom DFB eine Prämie von 702 000 Euro erhält. Jonas Hector (71.) und Simon Terodde (84.) konnten für die enttäuschenden Kölner vor dem Last-Minute-K.o. nur zwischenzeitlich ausgleichen.

Saarbrückens Trainer Lottner, der fünf Jahre für den FC spielte, hatte die Partie gegen Köln als "Bonusspiel" bezeichnet - für seine Spieler, aber in gewisserweise auch für sich selbst. Das Augenmerk gilt eigentlich nur dem angepeilten Drittliga-Aufstieg. Bange war den Saarländern vor dem Bundesligisten offensichtlich von Beginn an nicht. Köln tat sich ähnlich schwer wie in der ersten Runde beim SV Wehen Wiesbaden, wo sie nach einem 3:3 erst im Elfmeterschießen weiterkamen.

Doch diesmal konnten sie sich nicht mehr retten. Die Rotation von Trainer Achim Beierlorzer tat den Kölnern nicht gut. Gleich auf sechs Positionen veränderte der Coach sein Team, setzte im Sturm auf Jhon Cordoba und Anthony Modeste.

Die erste Chance hatten die Gastgeber. Kianz Froese (22.) verpasste den Ball vor FC-Torwart Timo Horn nur knapp. Vier Minuten später reagierte der Kölner Schlussmann bei einem Schuss von Froese glänzend. Die behäbig agierenden Gäste hatten nur eine Chance, doch Modeste (29.) scheiterte an Saarbrückens Torwart Daniel Batz. Zur Pause nahm Beierlorzer Modeste raus.

Wer eine Kölner Reaktion nach 45 Minuten biederem Fußball erwartet hatte, wurde überrascht. Saarbrücken drückte gleich aufs Tempo. Sebastian Jakob (46.) schoss aus fünf Metern über das Tor. Doch das Lottner-Team setzte nach und belohnte sich. Maskenmann Schorch traf per Kopf. Jurcher vollendete wenig später nach einem Konter. Ratlos stand Beierlorzer am Spielfeldrand.

Der im Saarland aufgewachsene Hector blickte konsterniert, hatte aber noch eine Antwort. Sein Drehschuss sorgte für den Anschlusstreffer und läutete eine dramatische Schlussphase ein. Der eingewechselte Terodde glich aus, Saarbrücken schwanden die Kräfte, doch dann sorgte Jänicke mit seinem Tor doch noch für den Kölner K.o.

+++ 29.10.2019: Hoffenheim auch im DFB-Pokal erfolgreich: Sieg in Duisburg +++

Fußball-Bundesligist TSG Hoffenheim hat seine Erfolgsserie im Oktober fortgesetzt und im DFB-Pokal die nächste Runde erreicht. Am Dienstag gewann das Team von Trainer Alfred Schreuder mit 2:0 (0:0) beim Drittligisten MSV Duisburg und zog erstmals nach fünf Jahren wieder ins Achtelfinale ein. Damit krönten die Hoffenheimer nach zuvor drei Siegen in der Bundesliga einen für sie goldenen Oktober.

Vor 14 306 Zuschauern in der Duisburger Arena erzielten Florian Grillitsch (53. Minute) und Sargis Adamyan (59.) die Tore für die Kraichgauer. In den zurückliegenden drei Jahren war Hoffenheim jeweils in der zweiten Pokalrunde gescheitert. Der MSV, der in der Auftaktrunde den Zweitligisten Greuther Fürth bezwungen hatte und in der Saison 2010/11 zuletzt im Pokalfinale stand, mühte sich vergeblich.

In der Bundesliga konnte sich Hoffenheim im Oktober mit Siegen beim FC Bayern, gegen Schalke und in Berlin hocharbeiten, im Pokal setzte 1899-Trainer Alfred Schreuder auf personelle Rotation und baute seine Startelf drei Tage nach dem 3:2-Sieg bei Hertha BSC auf acht Positionen um. Der Bundesligist, der in der ersten Pokalrunde den Drittligisten Würzburger Kickers erst nach Elfmeterschießen ausgeschaltet hatte, offenbarte nur am Anfang Probleme mit dem Außenseiter.

Die Duisburger, die zuletzt mit zwei Siegen hintereinander in der Drittliga-Tabelle auf Aufstiegsplatz zwei geklettert waren, spielten mutig und erarbeiteten sich durch Moritz Stoppelkamp die ersten Torchancen. Hoffenheim gelang es erst nach einer Viertelstunde, Druck aufzubauen und torgefährlich zu agierten.

Im zweiten Abschnitt fanden die Gäste besser zu ihrem Rhythmus und waren erfolgreich. Der nach der Pause eingewechselte Offensivspieler Grillitsch markierte mit einem Schuss aus 15 Metern die Führung für den Favoriten. Kurz darauf nutzte Adamyan einen schnellen Angriff zum 2:0. Duisburg hielt mit Leidenschaft dagegen, war im Abschuss aber nicht präzise genug.

+++ 29.10.2019: Leverkusen wieder mit Havertz - Baumgart rotiert beim SC Paderborn +++

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen kann im DFB-Pokalspiel gegen den SC Paderborn wieder auf Nationalspieler Kai Havertz zurückgreifen. Der 20-Jährige hatte zuletzt beim 2:2 gegen Werder Bremen noch erkrankt gefehlt, steht am Dienstagabend im Pokalmatch aber wieder in der Startelf. Nicht gereicht hat es dagegen für Innenverteidiger Sven Bender, der Probleme am Sprunggelenk hat. Bender sitzt aber zumindest auf der Ersatzbank.

Gegen den Bundesliga-Letzten verzichtet Leverkusens Coach Peter Bosz ansonsten auf Rotation. Lediglich Mittelfeldspieler Kerem Demirbay erhält eine Pause und sitzt ebenfalls nur auf der Bank. Die Werkself ist im gesamten Monat Oktober noch ohne Pflichtspielsieg.

Paderborns Trainer Steffen Baumgart wechselt seine Anfangself im Vergleich zum ersten Bundesligasieg in dieser Saison beim 2:0 gegen Fortuna Düsseldorf gleich auf fünf Positionen. Unter anderem rückt wie schon in der ersten Pokalrunde Ersatzkeeper Jannik Huth für Leopold Zingerle ins Tor. Sebastian Vasiliadis fällt zudem wegen einer Fußverletzung aus.

 

+++ 29.10.2019: Bayern starten beim VfL ohne Lewandowski - Ex-Bochumer Goretzka dabei +++

Der FC Bayern München startet ohne Top-Stürmer Robert Lewandowski in das Zweitrunden-Pokalspiel beim Fußball-Zweitligisten VfL Bochum. Der Pole wird zunächst geschont, sitzt aber auf der Bank. Dafür steht der Ex-Bochumer Leon Goretzka, der von 2001 bis 2013 für den VfL gespielt hatte, am Dienstagabend an alter Wirkungsstätte in der Startelf des Rekord-Pokalsiegers.

+++ 29.10.2019: 1. FC Köln im Pokal mit sechs Neuen in der Startelf +++

Mit einer auf sechs Positionen veränderten Startelf geht Fußball-Bundesligist 1. FC Köln in das Zweitrundenspiel im DFB-Pokal beim Regionalligisten 1. FC Saarbrücken. Trainer Achim Beierlorzer verzichtet in der Partie am Dienstag (18.30 Uhr) zunächst unter anderen auf Torjäger Simon Terodde. Dafür stürmen Jhon Cordoba und Anthony Modeste.

+++ 28.10.2019: Voraussichtliche Aufstellung im DFB-Pokal 2019/20 am Dienstag, den 29.10.2019 +++

1. FC Saarbrücken - 1. FC Köln (18.30 Uhr)

1. FC Saarbrücken: Batz - Barylla, Schorch, Uaferro - Zeitz, Froese - Jänicke, Jacob, Müller - Jurcher, Eisele

1. FC Köln: Horn - Schmitz, Meré, Czichos, Katterbach - Verstrate, Hector - Schindler, Schaub, Drexler - Terodde

Schiedsrichter: Petersen (Stuttgart)

Hamburger SV - VfB Stuttgart (18.30 Uhr)

Hamburger SV: Heuer Fernandes - Vagnoman, Letschert, van Drongelen, Leibold - Fein - Kinsombi, Hunt - Nahrey, Hinterseer, Harnik

VfB Stuttgart: Kobel - Stenzel, Kempf, Badstuber, Castro - Karazor - Mangala, Förster, Klement - Wamangituka, Gonzalez

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

MSV Duisburg - 1899 Hoffenheim (18.30 Uhr)

MSV Duisburg: Weinkauf - Bitter, Boeder, Compper, Sicker - Jansen, Albutat - Stoppelkamp, Daschner, Mickels - Vermeij

1899 Hoffenheim: Baumann - Posch, Akpoguma, Hübner, Skov - Grillitsch - Kaderabek, Rudy, Geiger, Bebou - Locadia

Schiedsrichter: Storks (Velen)

SC Freiburg - 1. FC Union Berlin (18.30 Uhr)

SC Freiburg: Flekken - Schlotterbeck, Lienhart, Heintz - Schmid, Koch, Haberer, Günter - Kwon, Grifo - Petersen

1. FC Union Berlin: Gikiewicz - Friedrich, Subotic, K. Schlotterbeck - Trimmel, Gentner, Andrich, Reichel - Ingvartsen, Bülter - Polter

Schiedsrichter: Kampka (Mainz)

VfL Bochum - Bayern München (20.00 Uhr)

VfL Bochum: Riemann - Celozzi, Decarli, Lorenz, Soares - Losilla, Janelt - Lee, Maier, Blum - Ganvoula

Bayern München: Neuer - Kimmich, Pavard, Boateng, Alaba - Tolisso, Goretzka - Gnabry, Coutinho, Coman - Lewandowski

Schiedsrichter: Schröder (Hannover)

Arminia Bielefeld - FC Schalke 04 (20.45 Uhr)

Arminia Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Hartherz - Edmundsson, Prietl, Hartel - Clauss, Voglsammer - Klos

FC Schalke 04: Nübel - Kenny, Kabak, Nastasic, Oczipka - McKennie - Schöpf, Raman - Uth - Kutucu, Matondo

Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)

Bayer Leverkusen - SC Paderborn 07 (20.45 Uhr)

Bayer Leverkusen: Hradecky - Lars Bender, Tah, Dragovic - Baumgartlinger, Demirbay - Bellarabi, Havertz, Weiser - Alario, Volland

SC Paderborn 07: Huth - Dräger, Kilian, Schonlau, Collins - Gjasula - Vasiliadis, Sabiri - Pröger, Holtmann - Zolinski

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Darmstadt 98 - Karlsruher SC (20.45 Uhr)

Darmstadt 98: Schuhen - Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Palsson, Paik - Heller, Kempe, Honsak - Dursun

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Fröde, Wanitzek - Stiefler, Choi, Lorenz - Hofmann

Schiedsrichter: Badstübner (Windsbach)

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