08.07.2019, 09.40 Uhr

FIFA Frauen Fußball-Weltmeisterschaft 2019 Ergebnisse: +++ 08.06.2019: DFB-Frauen mit zittrigem WM-Start: Gwinn beschert 1:0 gegen China +++

Spielerinnen des US-Teams halten gemeinsam die Trophäe. Die Fußballerinnen aus den USA sind zum vierten Mal Weltmeister.

Spielerinnen des US-Teams halten gemeinsam die Trophäe. Die Fußballerinnen aus den USA sind zum vierten Mal Weltmeister. Bild: dpa

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit dem erhofften Sieg in die Fußball-Weltmeisterschaft gestartet. Der 19 Jahre alten Giulia Gwinn vom SC Freiburg gelang am Samstag in Rennes in der 66. Spielminute der Siegtreffer zum verdienten 1:0 (0:0)-Erfolg gegen China. Vor 15 238 Zuschauern im Roahzon Park war die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zwar dominant, vergab aber zahlreiche Tormöglichkeiten, ehe Gwinn den zweimaligen Weltmeister mit ihren zweiten Tor im neunten Länderspiel erlöste.

Am kommenden Mittwoch (18.00 Uhr/ZDF und DAZN) trifft die deutsche Mannschaft in Valenciennes im zweiten Spiel der Gruppe B auf Spanien und kann einen großen Schritt Richtung Achtelfinale tun.

+++ 07.06.2019: Gastgeber Frankreich startet mit Sieg in die Heim-Weltmeisterschaft +++

Frankreichs Fußball-Frauen sind erfolgreich in die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land gestartet. Die Französinnen setzten sich am Freitagabend im Eröffnungsspiel klar mit 4:0 (3:0) gegen Südkorea durch. Vor rund 47 000 Zuschauern im ausverkauften Pariser Prinzenpark erzielte Eugenie Le Sommer (9. Minute) das erste Tor bei dieser WM. Wendie Renard mit zwei Kopfballtreffern (35./45.+3) und Amandine Henry (85.) machten den verdienten Auftakterfolg der Mannschaft von Trainerin Corinne Diacre in der Gruppe A perfekt.

+++ 07.06.2019: Voss-Tecklenburg plant Veränderungen in der WM-Startelf gegen China +++

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg will im WM-Auftaktspiel gegen China am Samstag nicht dieselbe Startelf aufbieten wie im letzten Testspiel gegen Chile. "Es wird Veränderungen geben", kündigte die 51-Jährige am Freitag in Rennes an. "Aber ich werde jetzt keine Namen nennen, sondern will erst Gespräche mit den Spielerinnen führen", ergänzte sie vor dem Abschlusstraining der DFB-Auswahl.

Möglich ist, dass die Freiburgerin Giulia Gwinn für Lea Schüller (Essen) auf die linke Offensivseite rückt, und Kathrin Hendrich vom FC Bayern dafür rechts in der Viererkette verteidigt.

Darüber hinaus ist die Vorfreude bei Voss-Tecklenburg auf ihr erstes Pflichtspiel mit der DFB-Elf bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich riesengroß: "Es macht mich stolz, es macht mich demütig. Ich freue mich mega." Auch Svenja Huth kann das Auftaktmatch gegen die schwer einzuschätzenden Chinesinnen kaum noch abwarten. "Es wird Zeit, dass es bald losgeht."

Der Respekt vor China ist groß, auch wenn die großen Erfolge der Asiatinnen lange her sind: "Sie haben sich seit dem Algarve-Cup im März noch mal positiv entwickelt. Ich glaube, dass China bei der WM eine gute Rolle spielen wird", sagte die Trainerin.

+++ 07.06.2019: Chinas Trainer Jia will Lücke zu den WM-Topteams schließen +++

Chinas Frauen gehen mit viel Respekt in das WM-Auftaktspiel am Samstag in Rennes gegen die deutsche Fußball-Nationalmannschaft. "Immer wenn wir gegen starke Mannschaften spielen, ist es ein Lernprozess. Das ist auch gegen Deutschland so", sagte der chinesische Cheftrainer Xiuquan Jia am Freitag in Rennes. Der 55-Jährige hofft, dass sein Team in den nächsten Jahren die entstandende Lücke zu den Top-Nationen mehr und mehr schließen kann. Man habe sich zuletzt physisch und taktisch gesteigert: "Alle Spielerinnen sind besser geworden."

China gehörte einst neben den USA, Deutschland, Norwegen, Schweden und Brasilien zu den besten Frauenfußball-Nationen. Doch seit der WM 1999 in den USA, als sie den US-Girls erst im Elfmeterschießen des Finals unterlagen, kamen die Spielerinnen aus dem Reich der Mitte bei Weltmeisterschaften nicht mehr über das Viertelfinale hinaus.

Spielführerin Haiyan Wu und ihre Mitspielerinnen blicken dem Duell mit der DFB-Elf mit großer Vorfreude entgegen. "Das wird sehr aufregend. Wir wissen, wie stark die deutsche Mannschaft ist. Aber wir werden alle unser Bestes geben", sagte die 26 Jahre alte Abwehrspielerin.

+++ 07.06.2019: "Ihr seid unschlagbar" - Angerer wünscht DFB-Elf per Video viel Glück +++

Die ehemalige Nationaltorhüterin Nadine Angerer hat den deutschen Fußballerinnen in einer Video-Botschaft auf Instagram "ganz, ganz viel Glück" für die am Freitag beginnende Weltmeisterschaft in Frankreich gewünscht. "Ihr habt eine super Trainerin, ihr seid eine mega Mannschaft und ihr habt die beste Torhüterin im Tor", sagte die zweimalige Weltmeisterin (2003, 2007).

Die 40-Jährige ist in einem fahrenden Auto zu sehen, wandte sich direkt an ihre Nachfolgerinnen und riet ihnen: "Seid fokussiert, aber gleichzeitig genießt jedes Spiel. Zeigt einfach eure Stärke, dann seid ihr meines Erachtens unschlagbar!"

Sie hoffe insgeheim auf eine Finale zwischen Deutschland und den USA, "wo ihr dann auch gewinnen werdet", ergänzte Angerer, die nach der WM in Kanada 2015 ihre Karriere in der Nationalelf beendete und seit 2016 Torwarttrainerin beim Profi-Club Portland Thorns ist. "Denkt von Spiel zu Spiel, genießt es und haut rein!"

Ihre Nachfolgerin, "die Almuth Schult ohne th" würde sie während des Turniers auf dem Laufenden halten, fügte Angerer mit erhobenem Zeigefinger und einem Lächeln hinzu. Ausrüster Adidas hatte der deutschen Keeperin für die WM zunächst Schuhe zur Verfügung gestellt, auf denen ihr Name falsch (Schulth) aufgedruckt war.

Das DFB-Team startet am Samstag mit dem Gruppenspiel gegen China in Rennes ins Turnier. Weitere Vorrundengegner sind Spanien (12. Juni) und Südafrika (17. Juni).

+++ 06.06.2019: Video-Assistent Zwayer: Frauenfußball schneller und besser geworden +++

Aus Sicht von WM-Video-Assistent Felix Zwayer sind die Unterschiede des Frauenfußballs im Vergleich zu den Männern geringer geworden. "Der Frauenfußball hat sich in jüngster Vergangenheit unheimlich entwickelt. Er ist schneller und technisch besser geworden", sagte Zwayer im Interview des "Kicker" (Donnerstag). Gemeinsam mit Bastian Dankert und Sascha Stegemann bildet Zwayer das deutsche Trio unter den insgesamt 15 Video-Assistenten bei der Frauen-WM in Frankreich, bei der die deutsche Auswahl zum Auftakt am Samstag auf China trifft.

Bisher seien seine Berührungspunkte zum Frauenfußball "eher mager" gewesen, gab Zwayer zu. "Aber das ist nicht relevant. Die Regeln und die Grundlagen sind gleich", sagte der 38-jährige Berliner. Es gelte aber viele neue Regeln bei der WM umzusetzen. So zum Beispiel, dass die Torhüterinnen beim Strafstoß nur noch mit mindestens einem Fuß auf der Torlinie stehen müssen. "Das ist mit technischer Hilfe leicht auszumachen", unterstrich Zwayer. Auch darf ab sofort ein mit der Hand erzieltes Tor generell nicht mehr zählen, die Kriterien für die Strafbarkeit des Handspiels wurden neu definiert. Für die Video-Assistenten mache dies aber eigentlich keinen relevanten Unterschied, so Zwayer.

+++ 06.06.2019: Silvia Neid vor WM-Auftakt: Haben kein Torwart-Problem +++

Die frühere Weltmeister-Trainerin Silvia Neid sieht trotz der jüngsten Patzer von Auswahl-Keeperin Almuth Schult kein Torwartproblem in der deutschen Frauen-Fußball-Nationalmannschaft. "Almuth bekommt das in den Griff. Sie muss sich auf ihre Stärken besinnen. Solche Fehler werden ihr bei der WM nicht passieren", sagte Neid dem Fachmagazin "Kicker" (Donnerstag) und setzte hinzu: "Sie steckt das weg. Da bin ich mir sicher." Bei der WM in Frankreich bestreitet die DFB-Elf ihr Auftaktspiel am Samstag in Rennes (15.00 Uhr/ARD und DAZN) gegen China.

Für Neid, die 2003 als Co-Trainerin und 2007 als Chefcoach die Auswahl zum WM-Titel führte und 2016 mit dem Team in Rio de Janeiro Olympia-Gold holte, zählen die deutschen Fußballerinnen zu den WM-Favoritinnen. "Wir müssen vor keinem Team Angst haben", sagte sie. "Im Spiel nach vorne ist unsere Mannschaft schon sehr stark. Außerdem tritt sie sehr variabel auf."

+++ 05.06.2019: DFB-Frauen bestreiten Länderspiel im Wembleystadion gegen England +++

Die deutschen Fußballerinnen treten zum zweiten Mal im Wembleystadion an. Wie der Deutsche Fußball-Bund am Mittwoch mitteilte, bestreitet das Team von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg am 9. November (18.30 Uhr MEZ) in London ein Freundschaftsspiel gegen England, wo in zwei Jahren die nächste Frauen-Europameisterschaft stattfindet.

Schon im November 2014 standen sich die "Lionesses" und Deutschland in Wembley gegenüber. Vor 45 619 Fans gewann die deutsche Auswahl auch dank zweier Treffer von Celia Sasic mit 3:0. "England gegen Deutschland ist immer ein großartiges Duell. Wir wissen, dass wir wieder eine große Kulisse hinter uns haben werden", sagte Englands Nationalcoach Phil Neville.

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