08.07.2019, 09.40 Uhr

FIFA Frauen Fußball-Weltmeisterschaft 2019 Ergebnisse: +++ 24.06.2019: England und Gastgeber Frankreich im WM-Viertelfinale - Brasilien raus +++

Spielerinnen des US-Teams halten gemeinsam die Trophäe. Die Fußballerinnen aus den USA sind zum vierten Mal Weltmeister.

Spielerinnen des US-Teams halten gemeinsam die Trophäe. Die Fußballerinnen aus den USA sind zum vierten Mal Weltmeister. Bild: dpa

Die Fußball-Frauen von Gastgeber Frankreich haben bei der Heim-Weltmeisterschaft mit Mühe das Viertelfinale erreicht. Die Mannschaft von Trainerin Corinne Diacre setzte sich am Sonntagabend im Achtelfinale in Le Havre erst in der Verlängerung mit 2:1 (1:1, 0:0) gegen Brasilien durch.

Vor rund 25 000 Zuschauern gingen die Französinnen gegen Marta und Co. durch Valerie Gauvin in der 52. Minute in Führung. Kurz darauf bewahrte Torhüterin Sarah Bouhaddi ihr Team mit einer Glanzparade zunächst vor dem Ausgleich, ehe Thaisa (63.) doch noch das 1:1 erzielte. Frankreichs Spielführerin Amandine Henry (107.) sorgte dann für grenzenlosen Jubel im Stade Oceane. Frankreich spielt in der Runde der letzten Acht gegen Spanien oder Titelverteidiger USA, die am Montag (18.00 Uhr) in Reims aufeinandertreffen.

Begleitet von heftigen Protesten der Gegnerinnen aus Kamerun war England zuvor ins Viertelfinale eingezogen. Das Team von Trainer Phil Neville setzte in Valenciennes nach mehreren Eingriffen des deutschen Videoreferees Bastian Dankert mit 3:0 (2:0) durch und trifft in der nächsten Runde am Donnerstag in Le Havre auf Norwegen. Steph Houghton (15. Minute), Ellen White (45.+4) und Alex Greenwood (58.) erzielten die Tore für die Engländerinnen.

Kurz vor der Halbzeitpause stand die Partie vor einem möglichen Abbruch, als sich die Kamerunerinnen aus Protest gegen die Tor-Entscheidung von Video-Schiedsrichter Dankert am Mittelkreis versammelten. Der deutsche FIFA-Referee hatte die Abseitsentscheidung der unsicheren Schiedsrichterin Liang Qin aus China zurecht revidiert. Erst nach einer mehrere Minuten dauernden Unterbrechung wurde das Spiel wieder fortgesetzt. Im Kabinengang soll es anschließend zu tumultartigen Szenen und heftigen Vorwürfen der Kamerunerinnen gekommen sein. Damit setzten sich die Diskussionen um den Videobeweis bei der Frauen-WM fort.

Als durch Intervention von Dankert der mögliche Anschlusstreffer Kameruns durch Ajara Nchout (48.) wegen Abseits aberkannt worden war, gab es erneut heftige Proteste der Afrikanerinnen. Spielführerin Gabrielle Aboudi Onguene musste ihre Kolleginnen erneut überzeugen, weiterzuspielen. Der ehemalige kamerunische Weltstar Samuel Eto'o verfolgte als Tribünengast ungläubig das Geschehen.

+++ 22.06.2019: Norwegen nach Elfmeterschießen gegen Australien im WM-Viertelfinale +++

Norwegens Fußball-Frauen sind Deutschland ins Viertelfinale der Weltmeisterschaft in Frankreich gefolgt. Wenige Stunden nach dem 3:0-Erfolg der DFB-Auswahl gegen Nigeria setzte sich der Weltmeister von 1995 in Nizza am Samstagabend aber erst im Elfmeterschießen mit 4:1 gegen Australien durch. Nach 120 Minuten hatte es 1:1 (1:1, 1:0) gestanden.

Isabell Herlovsen brachte die Norwegerinnen in der 31. Minute in Führung. Doch Elise Kellond-Knight (83.) schoss die Matildas in der von der deutschen Schiedsrichterin Riem Hussein geleiteten Partie mit einer direkt verwandelten Ecke in die Verlängerung. Dort sah die Australierin Alanna Kennedy (104. Minute/Notbremse) die Rote Karte, so dass die Mannschaft von Ante Milicic in Unterzahl durchhalten musste. Im Elfmeterkrimi hatten die Norwegerinnen dann die besseren Nerven. Das Team von Trainer Martin Sjogren spielt im Viertelfinale gegen England oder Kamerun, die am Sonntag in Valenciennes aufeinander treffen.

+++ 22.06.2019: DFB-Frauen nach Sieg gegen Nigeria im WM-Viertelfinale +++

Die deutschen Fußball-Frauen haben durch einen Sieg gegen Nigeria das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft erreicht. Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg setzte sich am Samstag vor 17.988 Zuschauern im Stade des Alpes in Grenoble souverän mit 3:0 (2:0) durch. Spielführerin Alexandra Popp (20. Minute) erzielte in ihrem 100. Länderspiel die Führung. Für die weiteren Treffer sorgten Sara Däbritz per Foulelfmeter (27.) und Lea Schüller (82.). Die DFB-Frauen treffen nun in der Runde der letzten Acht am kommenden Samstag in Rennes auf den Sieger der Partie Schweden gegen Kanada, der am Montag in Paris ermittelt wird.

+++ 22.06.2019: Bislang 17 Videoschiedsrichter-Überprüfungen bei der Frauen-WM +++

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Frankreich hat es in den 36 Gruppenspielen 17 Überprüfungen von Spielszenen durch den Videoassistenten (VAR) gegeben. Nur bei einer der 17 überprüften Situationen wurde die anfängliche Entscheidung bestätigt, wie die FIFA mitteilte. In 16 Fällen sei eine vorherige Entscheidung korrigiert worden.

Die Überprüfung fraglicher Szenen erfolgte demnach in 13 Fällen auf dem Feld, davon elfmal bei Elfmeterentscheidungen und zweimal bei Abseitssituationen. Viermal habe es ein Einschreiten seitens der VAR gegeben: einmal bei einer Abseitssituation und dreimal bei Torhüterinnen, die sich bei Elfmetern zu früh bewegten.

Die umstrittene Regel, wonach eine Torhüterin die Gelbe Karte erhält, wenn sie sich beim Elfmeter zu früh bewegt, wurde auf Antrag der FIFA für die K.o.-Phase inzwischen modifiziert. In einem Elfmeterschießen müssen die Keeperinnen nun bei der WM keine Gelbe Karte mehr befürchten, wie das für die Fußball-Regeln zuständige International Football Association Board am Freitag mitteilte.

+++ 22.06.2019: 348,4 Kilometer: DFB-Frauen das laufstärkste Team der Vorrunde +++

Die deutschen Spielerinnen sind bei der Fußball-WM in Frankreich bislang mehr gelaufen als jede andere Mannschaft. Exakt 348,42 Kilometer legte das gesamte DFB-Team bei den drei Gruppensiegen gegen China (1:0), Spanien (1:0) und Südafrika (4:0) zurück, also im Schnitt 116,14 Kilometer pro Spiel. Das ermittelte die Technische Studiengruppe des Weltverbands FIFA. Mit der Laufleistung liegt die Elf von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg knappe vor Schweden und den USA.

"Daran sieht man, dass jede für die andere läuft und wir alle fit sind", kommentierte Mittelfeldspielerin Svenja Huth die gute Werte. Die Deutschen überwachen selbst zahlreiche Leistungskomponenten im Training und Spiel, die durch sogenannte GPS-Tracker ermittelt werden.

+++ 22.06.2019: "Es macht mich stolz" - Alexandra Popp vor 100. Länderspiel +++

Für Spielführerin Alexandra Popp wird das WM-Achtelfinale der deutschen Frauen-Nationalmannschaft gegen Nigeria ein ganz besonderes Spiel: Zum 100. Mal läuft sie bei der Partie am Samstag in Grenoble (17.30 Uhr/ZDF und DAZN) für die DFB-Elf auf. "Wenn ich überlege, dass ich im Jahr 2010 mein erstes Länderspiel bestritt, ist das alles sehr schnell gegangen", sagte die 28 Jahre alte Offensivspielerin vom VfL Wolfsburg in einem auf der DFB-Homepage veröffentlichten Interview. "Es macht mich stolz, nun zu den Fußballspielern mit 100 Länderspielen zu gehören."

Ihr erstes Länderspiel bestritt sie in Duisburg gegen Nordkorea im Februar 2010. Die schönsten Erinnerungen hat sie ans Finale der Olympischen Spiele 2016 in Rio: "Am Ende das Spiel gewonnen zu haben und die Goldmedaille umgehängt zu bekommen, war ein tolles Erlebnis. Zumal das mein erster Titel mit der A-Nationalmannschaft war." Das schmerzlichste Spiel sei das Viertelfinal-Aus gegen Japan bei der Heim-Weltmeisterschaft 2011 gewesen. "Damals ist wirklich ein Traum zerplatzt", sagte sie.

In das aktuelle Turnier in Frankreich habe sich die deutsche Mannschaft gut hineingekämpft. Achtelfinal-Gegner Nigeria sei "sehr robust und hart in der Zweikampfführung", habe aber in der Defensive Probleme und stehe nicht so geordnet. "Wenn wir es schaffen, diese Räume zu bespielen und vor dem Tor abgeklärt zu agieren, werden wir das Spiel für uns entscheiden."

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg hob vor dem Jubiläum Popps physische Präsenz, ihren Zug zum Tor und ihren Wert für die Mannschaft hervor. "Mit ihrer Art zählt sie für mich zu den Besten der Welt", adelte die Trainerin ihre Spielführerin.

Neben der Partie zwischen Deutschland und Nigeria steht am Samstag noch eine Achtelfinal-Begegnung auf dem Programm. Am Abend treffen in Nizza Norwegen und Australien aufeinander.

+++ 22.06.2019: Ex-Bundestrainerin Neid lobt Niveau der WM: "Power und Dynamik" +++

Die frühere Bundestrainerin Silvia Neid sieht den internationalen Frauenfußball auf einer neuen Stufe. Höhere Geschwindigkeit, mehr Power und Dynamik, größere Athletik, bessere Passgenauigkeit und taktische Reife - so lautet das erste Fazit der 55-Jährigen, die als Leiterin der Scouting-Abteilung Frauen- und Mädchenfußball des DFB in Frankreich mit einem Team vor Ort die Spiele analysiert. "Es ist faszinierend zu sehen, welche Entwicklungen der Frauenfußball bei dieser WM nimmt."

Neid macht nicht nur bei den Spitzenteams und Favoriten, die alle die K.o.-Runde erreichten, einen positiven Trend aus. Auch in der Breite sei das Niveau deutlich gestiegen und das Spiel intensiver geworden, schrieb Neid in ihrer Analyse der ersten 36 Partien auf "dfb.de".

Die deutsche Weltmeisterinnen-Trainerin von 2007, die als Spielerin und Coach zudem an acht EM-Titeln der DFB-Elf beteiligt war und nach dem Olympiasieg 2016 als Cheftrainerin aufhörte, glaubt, dass sich der Konkurrenzkampf in der K.o.-Runde noch verschärft.

"In nahezu allen Spielen agierten die Teams mit viel Power und hoher Dynamik. Ab dem Achtelfinale wird es umso mehr auf die Effektivität vor dem Tor ankommen. Wer weit kommen will, wird hier eine besondere Qualität zeigen müssen."

Die individuelle Klasse und Technik der Spielerinen haben laut Neid genauso zugenommen wie die Laufleistungen der Teams. Konditionelle Einbrüche in den Schlussphasen seien nicht zu beobachten. "Athletisch sind die Spielerinnen sehr gut ausgebildet, was sich auch in ihrem physischen Erscheinungsbild zeigt. Es gab viele knappe Ergebnisse - wenn man einmal von dem Spiel der USA gegen Thailand absieht", meinte die dreimalige Welttrainerin. Das 13:0-Rekordergebnis des US-Teams zum Turnier-Auftakt blieb bisher die große Ausnahme.

+++ 21.06.2019: DFB-Frauen spielen gegen Nigeria um Viertelfinal-Einzug +++

Die deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft spielt am Samstag um den Einzug ins WM-Viertelfinale. Gegner in der Partie in Grenoble (17.30 Uhr) ist Nigeria. Der Afrika-Meister zog erst am Donnerstag in die Runde der letzten 16 ein. Möglicherweise ist Dzsenifer Marozsan in der Begegnung wieder eine Option für das deutsche Team. Die Spielmacherin hatte im ersten WM-Spiel gegen China einen Zehenbruch erlitten und war seitdem ausgefallen. Am Freitag trainierte sie erstmals wieder mit dem Team. Einen Einsatz in der Startelf schloss Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg jedoch aus.

+++ 21.06.2019: U20-Nationaltrainerin Meinert traut DFB-Elf den WM-Finaleinzug zu +++

Die deutsche U20-Nationaltrainerin Maren Meinert warnt ihre ehemaligen Schützlinge davor, Nigeria im WM-Achtelfinale zu unterschätzen. "Ich halte Nigeria für gefährlich. Nicht umsonst haben sie in den vergangenen Jahren mit ihren Teams den U-Fußball geprägt. Das wir ein hartes Stück Arbeit", sagte die 45-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. "Ich warne davor, von Glück zu sprechen, dass Nigeria und nicht Brasilien unser Gegner geworden ist."

Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg spielt am Samstag (17.30 Uhr) in Grenoble gegen den Afrika-Meister um den Einzug ins Viertelfinale. Die Entscheidung über den Kontrahenten in der ersten K.o.-Runde war erst am späten Donnerstagabend mit Abschluss der Vorrunde in Frankreich gefallen.

Ungeachtet dessen traut Meinert der DFB-Elf den Finaleinzug zu. "Die USA machen einen sehr starken Eindruck. Wir haben uns jetzt von Runde zu Runde gesteigert. Ich traue der Mannschaft auf jeden Fall zu, ins Finale einzuziehen."

Die Fußball-Weltmeisterin von 2003 kennt die "Super Falcons" bestens aus zahlreichen Begegnungen. 2010 in Deutschland und 2014 in Kanada coachte die Erfolgstrainerin ihre Nachwuchsteams zum U20-Weltmeistertitel. Viele A-Nationalspielerinnen wie Alexandra Popp, Dzsenifer Marozsan, Torhüterin Almuth Schult, Svenja Huth und Marina Hegering (2010) sowie Sara Däbritz, Lina Magull und Linda Dallmann (2014) standen damals im Kader. In beiden Finals war Nigeria der Gegner, und Deutschland setzte sich knapp durch.

"Die Nigerianerinnen spielen mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit und haben inzwischen auch eine gewisse Struktur im Spiel. Auch wenn das für Europäer schwer zu sehen ist", erklärte Meinert. Ihr Vertrag beim DFB läuft am 31. August aus.

+++ 21.06.2019: Deutsche Fußball-Frauen treffen im WM-Achtelfinale auf Nigeria +++

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft im Achtelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Samstag (17.30 Uhr/ARD und DAZN) auf Nigeria. Das stand am Donnerstagabend nach dem Abschluss der kompletten Vorrunde fest.

Die USA sicherten sich mit einem 2:0 (1:0)-Sieg in Le Havre gegen Schweden den Sieg in der Gruppe F und holten die maximale Punktzahl von neun Zählern. Lindsey Horan brachte das US-Team von Trainerin Jill Ellis schon in der 3. Spielminute in Führung, ehe Jonna Andersson (50.) ein Eigentor unterlief. Damit kann die deutsche Mannschaft im Fall eines Weiterkommens frühestens im Finale auf Titelverteidiger USA treffen.

Der Ausgang der andere Partie zwischen Thailand und Chile entschied letztlich über den nächsten deutschen Gegner. WM-Neuling Chile hätte in Rennes mit mindestens drei Toren Unterschied gewinnen müssen, um den bis dato viertbesten Gruppendritten, Nigeria, noch den letzten Achtelfinalplatz abzujagen.

Nach einem Eigentor der thailändischen Torhüterin Waraporn Boonsing (48.) lagen die Südamerikanerinnen auch 1:0 vorn, und nach dem 2:0 von Maria Jose Urrutia (80.) wurde es noch einmal richtig spannend. Vier Minuten vor dem Ende verpasste Chile durch einen verschossenen Strafstoß von Francisca Lara, die nur die Latte traf, den Einzug in die Runde der letzten 16 Teams.

+++ 20.06.2019: Deutsche Fußballerinnen treffen im Achtelfinale nicht auf Argentinien +++

Die deutschen Frauen-Nationalmannschaft spielt bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich im Achtelfinale nicht gegen Argentinien. Aufgrund der letzten Spiele der Gruppe E am Donnerstag sind die Südamerikanerinnen aus dem Turnier ausgeschieden. Damit kommen nur noch Brasilien oder Nigeria als Achtelfinalgegner der Deutschen am Samstag in Grenoble in Frage.

Dank eines Doppelpacks von Ajara Nchout gewann Kamerun gegen Neuseeland mit 2:1 (0:0) und zog damit ins Achtelfinale ein. Nchout besorgte in der 57. Minute die Führung, ein Eigentor von Aurelle Awona (80.) erzielte den Ausgleich. In der fünften Minute der Nachspielzeit gelang dann der umjubelte Siegtreffer.

Europameister Niederlande zog mit dem dritten Sieg im dritten Spiel als Gruppenerster ins Achtelfinale ein. Beim 2:1 (0:0) in Reims gegen Kanada trafen Anouk Dekker (54.) und Lineth Beerensteyn (75.) vom FC Bayern München für die Niederlande. Christine Sinclair (60.) besorgte zwischenzeitlich den Ausgleich für Kanada, das ebenfalls für die nächste Runde qualifiziert ist.

+++19.06.2019: Italien, Australien und Brasilien erreichen WM-Achtelfinale +++

Italien, Australien und Brasilien haben bei der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen das Achtelfinale erreicht. Die Brasilianerinnen setzten sich am Dienstag in Valenciennes knapp mit 1:0 (0:0) gegen Italien durch. Die sechsmalige Weltfußballerin Marta erzielte per Foulelfmeter in der 74. Minute nicht nur den Siegtreffer, sondern auch ihr insgesamt 17. Tor bei Weltmeisterschaften. Damit überholte die 33-Jährige den bisherigen Rekordhalter Miroslav Klose, der 16 Treffer erzielte.

Im anderen Spiel der Gruppe C hatte Australien wenig Mühe beim 4:1 (2:0) gegen WM-Neuling Jamaika. Die Reggae Girlz konnten sich jedoch über ihr erstes WM-Tor von Havana Solaun (49.) freuen. Alle vier Treffer für die Matildas erzielte Samantha Kerr (11./42./69./83. Minute). Italien sicherte sich nur dank der besten Tordifferenz vor Australien und Brasilien den Gruppensieg. Die drei Teams schlossen die Vorrunde mit jeweils sechs Zählern ab.

+++ 18.06.2019: Das bringt der Dienstag bei der Frauenfußball-WM +++

Nächste Etappe für die deutschen Fußball-Frauen bei der Weltmeisterschaft in Frankreich: Am Dienstag geht es in das bereits vierte Quartier während des Turniers - und nach dem Wunsch der Mannschaft soll es nicht das letzte sein. Denn beim Erreichen des Viertelfinales würde ein weiterer Umzug nötig.

EINZUG: Mit dem 4:0 (3:0) am Montag über Südafrika gelang den deutschen Fußball-Frauen der dritte Sieg ohne Gegentor im dritten WM-Spiel. Als Gruppenerste zogen sie damit ins Achtelfinale ein. Gegner wird am kommenden Samstag einer der Tabellendritten aus den Gruppen A, C oder D sein.

WAS SONST NOCH PASSIERT: Zwei Partien der Gruppe C stehen am Dienstag an: In Valenciennes spielen um 21.00 Uhr Italien und Brasilien gegeneinander. Während die Italienerinnen mit zwei Siegen bereits für das Achtelfinale qualifiziert sind, müssen Marta und Co. noch bangen und brauchen mindestens ein Unentschieden. In Grenoble treffen zeitgleich der bislang sieglose WM-Neuling Jamaika und Australien aufeinander. Nach ihrem 3:2 über Brasilien reicht den "Matildas" ebenfalls ein Unentschieden zum Weiterkommen.

+++ 18.06.2019: Deutsche Fußball-Frauen ziehen nach Grenoble weiter +++

Abschied vom Mittelmeer, weiter in Richtung Alpen: Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Frankreich am Dienstag von Montpellier nach Grenoble umgezogen.

Einen Tag nach dem 4:0 (3:0) stieg der DFB-Tross am Vormittag in gelöster Stimmung in den Hochgeschwindigkeitszug TGV nach Valence. Von dort ging es mit dem Bus nach Grenoble, wo die Mannschaft am Samstag ihr Achtelfinalspiel bestreitet. Wohnen wird das Team nicht direkt in Grenoble, sondern etwas außerhalb im Grand Hotel in Uriage-les-Bains. In dem malerischen Kurort unterhalb des Skigebiets Chamrousse kam die Mannschaft am Nachmittag wie geplant an.

+++ 17.06.2019: Frankreich als Gruppen-Erster im Achtelfinale - Auch Norwegen weiter +++

Gastgeber Frankreich ist als Gruppen-Erster bei der Heim-Weltmeisterschaft in das Achtelfinale eingezogen. Nach zwei Vorrundensiegen gelang Frankreichs Fußballerinnen am Montag in Rennes ein glücklicher 1:0 (0:0)-Erfolg im letzten Gruppenspiel gegen Nigeria. Den Siegtreffer erzielte Wendie Renard in der 79. Minute per Foulelfmeter im zweiten Versuch. Der zunächst von der Innenverteidigerin an den Pfosten geschossen Strafstoß wurde wiederholt, weil Nigerias Torhüterin Chiamaka Nnadozie bei der Ausführung nicht mindestens mit einem Fuß die Torlinie berührt hatte.

Hinter Frankreich mit neun Punkten sicherte sich Ex-Weltmeister Norwegen mit sechs Punkten Platz zwei in der Gruppe A und zog ebenfalls in die K.o.-Runde ein. Die Skandinavierinnen besiegten Südkorea in Reims knapp mit 2:1 (1:0). Caroline Hansen (6. Minute) und Isabell Herlovsen (50.) trafen jeweils per Foulelfmeter. Für Südkorea verkürzte Min-Ji Yeo in der 78. Minute.

+++ 17.06.2019: Spanien und China folgen Deutschland ins WM-Achtelfinale +++

Mit einem torlosen Remis sind auch die beiden deutschen Gruppengegner Spanien und China ins Achtelfinale der Frauenfußball-Weltmeisterschaft eingezogen. Die Spanierinnen dominierten am Montag die Partie in Le Havre klar, fanden aber kein Durchkommen gegen die gut organisierte Defensive der Chinesinnen, die auf Konter lauerten. Am Ende standen 21:1 Torschüsse für Spanien zu Buche, aber ein Tor gelang nicht.

Spanien belegt mit vier Punkten Rang zwei in der Gruppe B. Die punktgleichen Chinesinnen sind als einer der vier besten Gruppendritten sicher weiter, weil in den Staffeln E und F die jeweils letzten beiden Teams null Punkte haben und damit nicht mehr aufschließen können. Gruppensieger ist Deutschland, das beim 4:0 (3:0) über Südafrika auch sein drittes Gruppenspiel gewann.

+++ 17.06.2019: 4:0 gegen Südafrika: DFB-Elf stürmt als Gruppenerste ins Achtelfinale +++

Befreit vom Druck ist die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft als Gruppenerste ins WM-Achtefinale gestürmt. Die Mannschaft von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewann am Montag zum Vorrundenabschluss in Montpellier souverän mit 4:0 (3:0) gegen Südafrika und zeigte nach den beiden 1:0-Arbeitssiegen gegen China und Spanien auch ohne die verletzte Spielmacherin Dzsenifer Marozsan (Zehenbruch) die erhoffte spielerische Steigerung gegen die in der Offensive weitgehend harmlosen Afrikanerinnen.

Auch mit dem Toreschießen klappte es endlich besser: Melanie Leupolz (14. Minute), Sara Däbritz (29.), Alexandra Popp (40.) und Lina Magull (58.) trafen vor 15 502 Zuschauern im Stade de la Mosson - darunter viele deutsche Anhänger - zum hochverdienten Erfolg im ersten Länderspielduell mit dem WM-Neuling. Positiv: Die DFB-Auswahl beendete die Gruppenphase ohne Gegentreffer.

Mit dem Gruppensieg hat der zweimalige Weltmeister sein erstes Etappenziel in Frankreich erreicht und trifft im Achtelfinale am kommenden Samstag (17.30 Uhr) in Grenoble auf einen der vier besten Gruppendritten. Wie der erste Kontrahent in der K.o.-Runde heißen wird, steht noch nicht fest. Um Platz zwei in der Gruppe B kämpften zeitgleich Spanien und China. Die punktlose Banyana Banyana müssen dagegen Heimreise antreten.

Voss-Tecklenburg hatte ihr Team im Vergleich zur Spanien-Partie auf drei Positionen geändert. Für Kathrin Hendrich, Lena Goeßling und die mit einer Gelben Karte vorbelastete Lena Oberdorf rückten Leupolz, Magull und die 18 Jahre alte Freiburgerin Klara Bühl in die Startelf. Erstmals trat das DFB-Team bei dieser WM im 4-4-2-System an, mit Bühl und Spielführerin Popp als Doppelspitze.

Die Trainerin hatte nach zwei glanzlosen Siegen zum Vorrundenabschluss eine spielerische Steigerung gefordert. Und Deutschland begann gegen den Weltranglisten-49. engagiert und zielstrebig, ließ nie einen Zweifel am Siegeswillen aufkommen. Den ersten Angriffen fehlte es bei herrlichem Fußballwetter und 27 Grad noch an Präzision, ehe eine Standardsituation zur verdienten deutschen Führung führte. Bei einer von Verena Schweers getretenen Ecke stand Leupolz auf der Linie des Fünf-Meter-Raums völlig frei und hatte keine Mühe ihren Kopfball ins linke untere Eck zu platzieren.

Nur zwei Minuten später hätte es 2:0 stehen müssen: Als Südafrikas Torhüterin Andile Dlamini einen Däbritz-Schuss nur mit Mühe abwehren konnte, schoss Popp unbedrängt aus kurzer Distanz über das leere Tor. Unerklärlicherweise gab es dann einen kleinen Bruch im Offensivspiel der DFB-Elf. So dauerte fast eine halbe Stunde, bis die spielfreudige Däbritz die Führung ausbaute. Erneut konnte Keeperin Dlamini eine Hereingabe, diesmal von Schweers, nicht festhalten. Und die Bald-Pariserin Däbritz war mit ihrem zweiten Turniertreffer zur Stelle. Noch vor der Pause machte Popp ihren Fauxpas wieder gut und erhöhte in gewohnter Manier mit einem wuchtigen Kopfball nach einer Maßflanke von Giulia Gwinn auf 3:0.

Nach dem Wechsel änderte sich das Bild nicht. Deutschland dominierte und spätestens mit dem 4:0 der quirligen Bayern-Mittelfeldspielerin Magull, die nach einem Freistoß von Carolin Simon die Verwirrung in der afrikanischen Abwehr nutzte, war die Partie endgültig entschieden. Nach gut einer Stunde kam auch Linda Dallmann zu ihrem WM-Debüt. Erst in der Schlussphase kamen die Südafrikanerinnen noch zu Chancen, zum zweiten Turniertor reichte es aber nicht mehr.

+++ 16.06.2019: Schweden schlägt Thailand klar und zieht ins Achtelfinale ein +++

Mit einem 5:1 (3:0) über Thailand haben Schwedens Fußball-Frauen den Einzug ins Achtelfinale der Weltmeisterschaft in Frankreich geschafft. Im ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams gelang den Schwedinnen am Sonntag in Nizza nicht nur der zweite Sieg im zweiten Spiel, sondern auch das früheste Tor im bisherigen Turnierverlauf.

Linda Sembrant traf bereits in der 6. Minute. Die weiteren Tore erzielten Kosovare Asllani (19.), Fridolina Rolfö (42.) vom FC Bayern München, Lina Hurtig (81.) und Elin Rubensson (90.+6/Foulelfmeter). Kanjana Sung-Ngoen (90.+1) erzielte den Ehrentreffer für Thailand, das im ersten Turnierspiel gegen die USA mit 0:13 die höchste Niederlage in der Geschichte der Frauen-WM kassiert hatte.

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