01.12.2019, 15.58 Uhr

Formel 1 Grand Prix Abu Dhabi 2019 Ergebnisse :                        Formel 1 Singapur-GP 2019: Alle aktuellen Ergebnisse hier

Hamilton sichert sich letzte Pole der Formel-1-Saison

Hamilton sichert sich letzte Pole der Formel-1-Saison Bild: picture alliance/Kamran Jebreili/AP/dpa

+++ 22.09.2019: Ende der Leidenszeit: Vettel-Triumph in der Nacht von Singapur +++

In der Nachthitze von Singapur ist das Glück zu Sebastian Vettel zurückgekehrt. Der zuletzt schwer kritisierte Hesse verhinderte am Sonntag den Sieg-Hattrick seines Stallrivalen Charles Leclerc und holte sich seinen ersten Formel-1-Triumph seit 392 Tagen. Bei seinem fünften Erfolg auf dem Marina Bay Street Circuit profitierte der 32-Jährige von einer Fehlrechnung der Ferrari-Strategen zum Leidwesen von Leclerc - und vom schweren Fehler der Mercedes-Taktiker. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton schaffte es nur auf Platz vier hinter Red-Bull-Pilot Max Verstappen.

Mit einer selbst fehlerlosen Leistung fuhr Vettel so völlig unverhofft seinen ersten Saisonerfolg ein - sehr zum Ärger seines Teamkollegen Leclerc. Der Monegasse war von der Pole Position gestartet und fuhr nach Spa und Monza dem nächsten Sieg entgegen. Nach dem einzigen Boxenstopp lag Vettel plötzlich vor dem 21-Jährigen, der den Rest des Rennens mit bitteren Vorwürfen an sein Team verbrachte.

Hamilton wartet nun zwar seit drei Rennen und drei Ferrari-Siegen nacheinander zwar auf seinen nächsten Sieg. Im Klassement liegt der 34 Jahre alte fünfmalige Champion aber noch immer klar vor der Konkurrenz, Vettel ist Fünfter mit 102 Zählern weniger als der Silberpfeil-Star. Sein Sieg im 235. Rennen seiner Karriere war aber eine Erlösung. Zuletzt hatte Vettel am 26. August 2018 im belgischen Spa-Francorchamps gewonnen.

Nach einem Sieg des viermaligen Champions hatte es zu Beginn noch nicht ausgesehen. 164 Meter Spannung bis zur ersten Kurve, alles ging glatt. Leclerc verteidigte nach dem Erlöschen der Roten Ampeln souverän seine fünfte Pole Position. Vettel versuchte von Position drei aus Hamilton zu attackieren. Der Brite wehrte die Angriffe aber ab. Weiter hinten demolierte sich Nico Hülkenberg auf dem engen Kurs den Wagen und musste nach den ersten fünf Kilometern an die Box, er bekam dabei gleich die härteste Reifenmischung aufgezogen und machte ordentlich Tempo. Der 32 Jahre alte gebürtige Emmericher, der ohne Cockpit fürs kommende Jahr ist, fuhr teilweise über anderthalb Sekunden schneller als die Spitze.

"Ich kann nicht noch langsamer", funkte Hamilton genervt an den Kommandostand. Das Problem: Wer zu viel Gas gab, den drohten die Reifen auch schneller im Stich zu lassen. Weil aber alle auf eine Einstopp-Strategie setzten, wollten sie den Reifenwechsel so lange wie möglich hinauszögern. Für Spannung sorgte das Bummeltempo an der Spitze erstmal nicht. Wer würde als erster von den Topfahrern zum Reifenwechseln an der Box vorbeikommen? Vettel war's.

Auf einmal gab auch Hamilton Gas, verkürzte den Rückstand auf Leclerc, der nun auch zum Reifenwechsel rein- und hinter Vettel wieder rauskam. Absicht von Ferrari? Offen. "Was zum Teufel...", fluchte Leclerc, nachdem er von seinem Renningenieur zu hören bekommen hatte, Druck zu machen. Der Sieger der beiden vergangenen Rennen war stinksauer.

Beide Mercedes blieben noch auf der Strecke. Vorbei war die Bummelei. Ein paar Runden nach Bottas kam auch Hamilton rein und maßgeschneidert vom Team zumindest vor seinem finnischen Gehilfen wieder auf den Kurs. Zur Rennhälfte lief alles zugunsten von Vettel, der bei einem Kompromisslos-Manöver den Toro Rosso von Pierre Gasly touchierte, Antonio Giovinazzi von Ferraris Partnerteam Alfa Romeo ließ Vettel ohne Gegenwehr vorbeiziehen. In Runde 31 führte der 32 Jahre alte Heppenheimer das Feld an.

Und dann passierte es: Das Safety Car musste kommen, wie in jedem Jahr seit dem ersten Rennen in Singapur 2008. George Russell war mit seinem Williams in die Streckenmauer gefahren. Vettels Vorsprung auf Leclerc war dahin, der auf Hamilton auf Rang vier liegend ebenfalls. 21 Runden vor Schluss ging es wieder zur Sache, Vettel blieb vorn. Doch er war noch nicht durch. Sergio Perez sorgte für den nächsten Safety-Car-Einsatz. Vettel blieb wieder cool, Leclerc erzürnte sich noch immer. "Ich mache keine Dummheiten, es war aber nicht fair", funkte er an die Box. Er kam an Vettel diesmal nicht ran, auch nach der dritten Safety-Car-Phase nicht.

+++ 21.09.2019: Leclerc schnappt sich auch in Singapur die Pole Position +++

Ferrari-Jungstar Charles Leclerc ist zur Pole Position für das Formel-1-Nachtrennen in Singapur gestürmt. Mit einer brillanten Runde holte sich der 21 Jahre alte Monegasse am Samstag den besten Startplatz auf dem Marina Bay Street Circuit. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton musste sich im Mercedes mit Platz zwei begnügen. Dritter wurde Sebastian Vettel im zweiten Ferrari. Die Stärke der Scuderia auf dem kurvenreichen Stadtkurs kam überraschend. Für Leclerc ist es die dritte Pole Position in Serie. Zuletzt hatte er die Rennen in Spa und Monza gewonnen. Nico Hülkenberg fuhr im Renault auf Platz neun.

+++ 21.09.2019: Leclerc im Formel-1-Abschlusstraining vorn +++

Ferrari-Jungstar Charles Leclerc ist im Abschlusstraining der Formel 1 in Singapur etwas überraschend die Bestzeit gefahren. Der Monegasse verwies WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes und seinen Teamkollegen Sebastian Vettel am Samstag auf die Plätze zwei und drei. Am Vortag waren die Ferrari auf dem Marina Bay Street Circuit noch deutlich langsamer als die anderen Topteams gewesen.

Der 21 Jahre alte Leclerc kam nach seinen jüngsten Siegen in Spa und Monza mit großem Selbstbewusstsein nach Singapur. Dennoch hatte man sich im Ferrari-Lager nur geringe Siegchancen auf dem kurvenreichen Stadtkurs ausgerechnet.

Renault-Fahrer Nico Hülkenberg belegte im letzten Training vor der Qualifikation den neunten Platz. Nach einem Crash von Sergio Perez war die Einheit für sieben Minuten unterbrochen. Der Mexikaner krachte mit seinem Racing-Point-Auto seitlich in die Bande, sein rechter Hinterreifen platzte. Kurz nachdem die Trümmerteile entfernt waren, leistete sich auch Hamilton einen seltsamen Dreher direkt nach der Boxenausfahrt. Sein Silberpfeil blieb aber unbeschädigt.

In der Gesamtwertung liegt der Brite vor dem 15. Saisonlauf am Sonntag schon 63 Punkte vor seinem Teamkollegen Valtteri Bottas. Dahinter folgen Red-Bull-Fahrer Max Verstappen, Leclerc und Vettel bereits mit großem Abstand. Hamilton hat das Rennen in Singapur in den beiden Vorjahren gewonnen.

+++ 20.09.2019: Hamilton fährt Trainingsbestzeit in Singapur +++

Der WM-Führende Lewis Hamilton ist nach der schnellsten Trainingsrunde erneut Favorit für das Nachtrennen der Formel 1 in Singapur. Der britische Mercedes-Pilot verwies am Freitag auf dem Marina Bay Street Circuit den Niederländer Max Verstappen im Red Bull mit 0,184 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Sebastian Vettel hatte im Ferrari als Dritter bereits satte 0,8 Sekunden Rückstand auf Hamilton. Teamkollege Charles Leclerc, zuletzt Sieger in Spa und Monza, musste sich nach einem Getriebeproblem mit Rang sechs begnügen. Titelverteidiger Hamilton hatte den Grand Prix in Singapur in den beiden Vorjahren gewonnen.

+++ 20.09.2019: Verstappen vor Vettel beim Formel-1-Auftakttraining +++

Red-Bull-Pilot Max Verstappen hat beim ersten Training der Formel 1 in Singapur die schnellste Runde gedreht. Der 21 Jahre alte Niederländer verwies am Freitag Ferrari-Fahrer Sebastian Vettel mit 0,167 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im Mercedes. Vettels Teamgefährte Charles Leclerc, zuletzt Sieger in Spa und Monza, kam wegen eines technischen Problems nicht über Rang 19 hinaus.

Einen miserablen Auftakt erlebte der WM-Zweite Valtteri Bottas. Schon auf seinen ersten Runden touchierte der Finne mit seinem Silberpfeil eine Mauer und beschädigte einen Reifen. Später verlor er in einer Kurve die Kontrolle und jagte sein Auto in die Streckenbegrenzung. Das Training wurde für neun Minuten unterbrochen. Bottas kletterte offenkundig unverletzt aus dem Wrack.

Die erste Übungseinheit hat in Singapur für gewöhnlich wenig Aussagekraft. Anders als bei Qualifikation und Rennen fahren die Piloten noch bei Tageslicht. Die Stadtstrecke ist oft noch schmutzig und rutschig.

Vor dem 15. Grand Prix der Saison am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und Sky) führt der britische Titelverteidiger Hamilton die Gesamtwertung mit 63 Punkten Vorsprung auf Teamkollege Bottas an und ist auf dem besten Weg zum sechsten WM-Triumph. Dahinter folgen mit deutlichem Rückstand Verstappen, Leclerc und Vettel.

+++ 18.09.2019: Daten und Fakten zum Marina Bay Street Circuit in Singapur +++

NAME: Marina Bay Street Circuit

STRECKENLÄNGE: 5,063 Kilometer

RUNDENZAHL: 61

ERSTER GRAND PRIX: 2008

REKORDSIEGER: Sebastian Vettel (2011, 2012, 2013, 2015) und Lewis Hamilton (2009, 2014, 2017, 2018)

BESONDERHEIT: 1600 Lichtprojektoren sorgen beim Nachtrennen für eine spektakuläre Szenerie. Für Fahrer und Crewmitglieder ist das Gastspiel auf dem Stadtkurs auch wegen der ungewohnten Abläufe eine Herausforderung. Sie schlafen am Tag, arbeiten am Abend und kommen teils erst weit nach Mitternacht von der Strecke zurück. Deshalb achten die Teams auch auf Verdunklungsmöglichkeiten und flexible Frühstückszeiten in den Hotels. Anstrengend wird es auch wegen der hohen Temperaturen und der extremen Luftfeuchtigkeit. Die Fahrer verlieren im Rennen bis zu drei Kilogramm Gewicht durch Schweiß.

STRECKENPROFIL: Keine andere Formel-1-Strecke hat so viele Kurven wie Singapur, nämlich 23. Der enge Kurs bietet kaum Chancen zum Überholen. Das Safety-Car kam bislang in jedem Jahr seit der Premiere zum Einsatz.

DAS SAGEN DIE FAHRER: Charles Leclerc (Monaco/Ferrari): "Singapur ist für uns Fahrer vermutlich die körperlich härteste Strecke. Das Fahren in der Nacht macht mir Spaß, weil es sich viel schneller anfühlt als tagsüber." Robert Kubica (Polen/Williams): "Es ist ganz sicher ein einzigartiger Grand Prix. Die Strecke verlangt dem Auto und dem Fahrer viel ab."

DER DEUTSCHE FAKTOR: Für Sebastian Vettel war Singapur lange eine Paradestrecke, vor allem in seiner Zeit bei Red Bull. 2017 jedoch erlebte er ein Debakel mit einem kapitalen Startcrash, der den Weg für Lewis Hamilton zum WM-Titel ebnete. Ein Sieg im Nachtrennen gelang 2016 auch Nico Rosberg, der danach auch Weltmeister wurde.

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