15.06.2016, 16.46 Uhr

André Schürrle und Co.: So dreist belügen uns die Weltmeister!

Verplapperte sich in einer Pressekonferenz: Weltmeister André Schürrle.

Verplapperte sich in einer Pressekonferenz: Weltmeister André Schürrle. Bild: dpa

Von news.de-Volontär Christopher Rust

Sie sind die Super-Stars der Neuzeit: Fußballstars. Unzählige Menschen jubelten den Helden von Rio zu, als die Weltmeister in Berlin ankamen. Millionen von Kindern eifern ihren Idolen nach, wollen sogar die gleichen Frisuren haben. Und wie danken es uns die Fußballer? Sie lügen uns an. André Schürrle, der Vorlagengeber zu Mario Götzes entscheidenden Treffer im Finale gegen Argentinien, hat sich jetzt in einer Pressekonferenz verplappert.

Ernährungsexperte Huizinga: "Dem DFB ist der Profit wichtiger als das Gemeinwohl"

Seit Wochen wirbt Coca Cola mit den Gesichtern der wahrscheinlich derzeit besten Fußballern der Welt: den deutschen Weltmeistern. Und auch Spieler wie Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Thomas Müller sind die Gesichter von Chips, Nutella, Bifi und Co. In einer Pressekonferenz im französische Evian verplapperte sich jetzt Weltmeister André Schürrle. Denn im Team-Hotel gäbe es "keine Chips und keine Cola", dafür "eher gesunde Sachen". Auch Team-Koch Holger Stromberg machte gegenüber "foodwatch" deutlich, dass er überwiegend stilles Wasser und Tee serviere – und nur gelegentlich eine "selbst gemachte Limonade".

Sie werben also für Produkte, von deren Verzehr sie aber selbst absehen. Die klare Meinung der Experten: "Dem DFB ist der Profit wichtiger als das Gemeinwohl. Die deutschen Nationalspieler müssen für zuckrige Cola werben, obwohl sie selbst von dem Verzehr abraten", so Oliver Huizinga, Experte für Lebensmittelmarketing bei "foodwatch".

DFB: Diabetes Förder-Bund?

Doch nicht nur mit dem schwarzen Brausegetränk unterhält der DFB während der EM Werbeverträge, auch McDonalds und Ferrero verdienen mit den Weltmeistern Geld. "Hol Dir das Team auf 24 Sammeldosen", wirbt Cola. Als "verantwortungsloses Kindermarketing für ungesunde Lebensmittel" kritisiert "foodwatch" das Werben. Und weiter: "Der DFB mache sich zum 'Diabetes Förder-Bund'. Der Sportverband torpediere die Bemühungen zahlreicher Eltern und Lehrer, Kinder für eine gesunde Ernährung zu begeistern."

Also lieber DFB, wie wäre es denn mit einem eigenen Ernährungsprogramm? Getreu nach dem Motto "Mit diesem Essen werdet ihr Weltmeister"? Denn selbst wenn es nichts mit dem Triumph bei einer Weltmeisterschaft klappt, klappt es wenigstens mit einer gesunden Ernährungsweise. Und wenn es unbedingt sein muss, könnt ihr ja auch das Prinzip verkaufen.

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ruc/lvo/news.de
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