17.12.2020, 15.24 Uhr

Gefahr ernstnehmen und vorbeugen: Wirksamer Schutz vor Einbrüchen

Mit ein paar Tipps und Tricks kann man sich vor Einbrechern schützen. Bildquelle: S_Salow/pixabay.com

Mit ein paar Tipps und Tricks kann man sich vor Einbrechern schützen. Bildquelle: S_Salow/pixabay.com Bild: Bildquelle: S_Salow/pixabay.com

Die dunkle Jahreszeit ist da und mit ihr die wachsende Sorge vor Einbrüchen. Denn es ist wohl allgemein bekannt, dass im Herbst und Winter mehr eingebrochen wird als im Frühling oder Sommer. Die Zahl der Einbruchsdelikte in Deutschland steigt in der Zeit von Oktober bis März im Durchschnitt um satte 40 Prozent. Das liegt daran, dass die Dunkelheit Einbrechern das Handwerk erleichtert. So können sie bereits zu frühen Uhrzeiten erkennen, ob jemand zu Hause ist oder nicht und werden dank der Dunkelheit nicht so leicht entdeckt. Nach spektakulären Überfällen wie dem Diamantenraub im Grünen Gewölbe in Dresden wissen wir zwar, dass im Ernstfall auch die beste Sicherung nichts nützt, es gibt jedoch einige gute Tipps, wie man das Risiko eines Einbruchs im eigenen Zuhause auf ein Minimum senken kann.

Bei uns wird nicht eingebrochen!

Leichtes Spiel ermöglicht man Einbrechern mit dem trügerischen Sicherheitsgedanken „Bei uns wird nicht eingebrochen!". Natürlich gibt es Gegenden in Deutschland, in denen die Einbruchsrate gegen null geht. Aber das bedeutet längst nicht, dass das auch für immer so bleiben wird. Denn die Statistiken zeigen, dass die Zahl der Einbruchsdelikte im Jahr 2019 zwar um zehn Prozent gesunken ist, aber die Diebe werden immer dreister und schrecken immer seltener auch vor Gewaltanwendung nicht zurück. Daher werden auch Gegenden unsicher, die bisher als vermeintlich sicher galten. Man sollte also niemals davon ausgehen, dass ein Einbruch in der eigenen Wohngegend nicht stattfinden kann und egal, wo man lebt, die Türen verschließen und Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Wer sich trotzdem in Sicherheit wägt, da es bei ihm ja sowieso nichts zu holen gäbe, liegt ebenso leider falsch. Oftmals unterschätzt man den Wert von Kleidung, Taschen, Schmuck oder Elektrogeräten, die neben Bargeld ebenfalls gestohlen werden und deren Wiederbeschaffung kostenaufwendig und manchmal sogar unmöglich ist, da es das besagte Stück nicht mehr zu kaufen gibt.

Das Zuhause auch tagsüber schützen

Ein weiterer Trugschluss im Zusammenhang mit Einbrüchen ist, dass Einbrecher nur nachts kommen. Statistisch gesehen geschehen die meisten Einbrüche tagsüber. Das macht im Übrigen auch Sinn: Für gewöhnlich möchten Einbrecher das Zusammentreffen mit den Bewohnern um jeden Preis vermeiden. Auch wenn sie immer gewaltbereiter werden, das Hauptziel ist nicht, jemanden zu verletzen. Einbrecher wollen in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Wertgegenstände erbeuten. Daher kann es tatsächlich passieren, dass die Diebe ihre Opfer über einen längeren Zeitraum ausspionieren und sich deren Gewohnheiten zunutze machen. So sind Einbrüche am Vor- oder Nachmittag, wenn die Hausbewohner in der Schule oder auf der Arbeit sind, die Regel. Es ist daher umso wichtiger, das Zuhause auch tagsüber zu schützen. Die Türen sollten abgesperrt, Fenster und Balkontüren verriegelt werden, auch wenn man nur kurz beim Einkaufen oder beim Mittagessen ist. Einbrecher nutzen jede Gelegenheit und sind oftmals schneller, als man denken würde.
Die Geschwindigkeit, die Diebe bei einem Einbruch an den Tag legen, ist übrigens auch der Grund, weshalb sichtbare Einbruchssicherungen sinnvoll sind. Das schreckt selbst Profis ab, denn sie wissen, dass sie zur Überwindung solcher Sicherungssysteme mehr Zeit benötigen, als sie ursprünglich eingeplant hatten. Das erhöht das Risiko entdeckt zu werden und bringt die meisten Täter von ihrem Vorhaben ab.

Der richtige Schutz vor Einbrechern ist wichtig

Es ist also ganz gleich, ob jemand in einer vermeintlich sicheren Gegend wohnt oder glaubt, er habe nichts, das gestohlen werden könnte. Vor einem Einbruch ist wirklich niemand sicher. Und auch, wenn man denkt, dass ein System zur Einbruchssicherung im Ernstfall sowieso nichts hilft, schreckt es in den meisten Fällen die Einbrecher ab. Noch mehr Tipps, wie man sich effektiv vor Einbrechern schützen kann, gibt der Gothaer Ratgeber. Gerade jetzt in der dunklen Jahreszeit sollte man sich Gedanken darum machen, wie man sein Zuhause am sichersten gestalten kann. Denn ein Einbruch ist nicht nur finanziell ein schwerer Schlag. Viele Menschen unterschätzen die psychischen Folgen. Doch selbst wenn man im Moment des Einbruchs nicht zu Hause ist, allein der Gedanke, dass fremde Menschen im Haus waren und es durchsucht haben, verursacht ein schlechtes Gefühl. Ganz abgesehen von der Angst, die ab dann ein ständiger Begleiter wird. Oftmals sehen sich die Opfer sogar gezwungen, nach einem Einbruch umzuziehen. Die Konsequenzen von so einem Vorfall sind also weitreichend und es lohnt sich in jedem Fall, frühzeitig die richtigen Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen.

lic/news.de