24.06.2018, 08.06 Uhr

Kieler Woche 2018 beendet: Drei Millionen Gäste auf "friedlicher und fröhlicher" KiWo

Die Windjammerparade ist eines der Highlights bei der Kieler Woche.

Die Windjammerparade ist eines der Highlights bei der Kieler Woche. Bild: Carsten Rehder / picture alliance / dpa

Am Samstag, dem 16. Juni 2018, verwandelt sich die Hansestadt Kiel in den Hotspot im hohen Norden, wenn die Kieler Woche 2018 ihre Pforten öffnet. Bis zum 24. Juni 2018 reiht sich in Kiel eine Veranstaltung an die nächste, das Programm der Kieler Woche ist auch in diesem Jahr gespickt mit zahlreichen Highlights, die Besucher keinesfalls verpassen dürfen. Mehr als 2000 Veranstaltungen stehen in diesem Jahr auf dem KiWo-Programm.

Kieler Woche 2018: Bundespräsident Steinmeier eröffnet Volksfest am 16.06.2018

Eröffnet wird die Kieler Woche 2018 bereits am Freitag, dem 15. Juni 2018 - zumindest inoffiziell, wenn die ersten Bands und Künstler auf den Bühnen der Stadt für Musik und beste Unterhaltung sorgen. Das offizielle Opening geht am Samstag, dem 16.06.2018, um 19.30 Uhr über die Bühne, wenn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier das Typhon-Signal "Leinen los!" auf dem Rathausplatz ertönen lässt und die Schiffsglocke erklingt. Danach wird in Kiel zehn Tage lang gefeiert, was das Zeug hält: Am Eröffnungsabend geben sich Stars wie Stefanie Heinzmann und die Ö-Grönemeyer Tribute Band auf der Rathausbühne die Ehre.

Musik-Programm zur Kieler Woche 2018: Diese Künstler sind am Start

Doch das sind nicht die einzigen Künstler, die sich bei der Kieler Woche 2018 angekündigt haben. Besucher der Kieler Woche haben in diesem Jahr die Qual der Wahl, denn bei dem Open-Air-Spektakel sind hunderte Bands dabei. 24 Bühnen zwischen dem Olympiahafen Schilksee und der Hörn laden zum Mitfeiern ein. Wer bei Heinz Rudolf Kunze, Joy Denalane, Wolf Maahn, Konstantin Wecker, Sasha, Glasperlenspiel, Felix Jaehn, Tim Bendzko, Jupiter Jones und etlichen anderen Acts nicht das Passende findet, dem ist schlichtweg nicht mehr zu helfen. Wer mag, kann auch das Classic-Open-Air am Freitag, dem 22. Juni auf dem Rathausplatz genießen oder beim Hoftheater im Hiroshimapark vorbeischauen.

Kieler Woche 2018: Schlemmen beim größten Volksfest Norddeutschlands

Dass bei der Kieler Woche nicht nur musikalische Unterhaltung vom Feinsten geboten wird, hat sich inzwischen herumgesprochen. Für das Event im Jahr 2018 haben sich die Veranstalter mit "Seeburg Ahoi!" ein neues Highlight ausgedacht. Direkt vor der Seeburg gibt es Poetry-Slam, Mitmachaktionen, zeitgenössische Kunst und natürlich Musik, wenn DJs das Beste aus Elektro, Indie, Hip Hop und Funk auf den Plattentellern rotieren lassen. Nicht nur vor der Seeburg, sondern in ganz Kiel gibt es außerdem mannigfaltige Möglichkeiten, sich durch die Kieler Woche zu schlemmen und an Foodtrucks und Imbissständen zu naschen.

Segeln bei der Kieler Woche 2018: Mehr als 1900 Schiffe angemeldet

Selbstverständlich wäre die Kieler Woche nichts ohne Schiffe - in diesem Jahr dürfte das Volksfest im Norden eine Rekordmarke knacken, denn den Veranstaltern zufolge haben sich mehr als 1900 Boote für die Kieler Woche angemeldet. Segel-Fans kommen voll auf ihre Kosten, wenn die Boote aus rund 60 Nationen im Hafen schippern. Zudem geht es in Kiel sportlich zur Sache, denn während der Kieler Woche wird der Deutsche Segler-Verband seine WM-Qualifikation austragen.

Windjammerparade bei der Kieler Woche 2018

Nicht verpassen sollten Besucher den ultimativen Höhepunkt der Kieler Woche, wenn am zweiten Samstag des Events die Windjammerparade der Kieler Woche auf dem Plan steht. In diesem Jahr wird die Windjammerparade am 23. Juni 2018 ab 11 Uhr zelebriert. Rund 100 große Segelschiffe steuern dabei im Geschwader auf den Kieler Hafen zu und ziehen jährlich mehr als 100.000 Menschen in ihren Bann.

Drei Millionen Gäste auf "friedlicher und fröhlicher" Kieler Woche

So viele Segler wie nie zuvor, Wind und auch Sonne: Mehr als drei Millionen Menschen haben in diesem Jahr die Kieler Woche besucht. Das seien in etwa so viele Gäste gewesen wie 2017, sagte Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Sonntag. "Es war eine friedliche und fröhliche Kieler Woche." Die Mischung aus Tradition und Moderne sei gut angekommen.

An den Segelwettbewerben nahmen in diesem Jahr fast 5.000 Sportler aus mehr als 60 Nationen teil, wie Regattaleiter Dirk Ramhorst sagte. Sie gingen vor Kiel-Schilksee mit 1.950 Booten an den Start. Das war neuer Rekord.

Maritimer Höhepunkt war die Windjammerparade am Samstag, die nach Polizeischätzungen rund 100.000 Menschen vom Fördeufer aus oder auf den zahlreichen Booten und Jachten direkt auf dem Wasser verfolgten. Angeführt vom deutschen Segelschiff "Roald Amundsen" schipperten bei Windstärke 5, in Böen 6 bis 7, rund 90 Traditions- und Großsegler durch die Förde, darunter auch der 117 Meter lange Viermaster "Sedov". Das Schiff gilt als größter noch fahrender Windjammer der Welt.

Mit einem Feuerwerk über der Kieler Förde sollte das Sommerfest am Sonntagabend zu Ende gehen. Es war am 16. Juni im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier offiziell eröffnet worden. Im kommenden Jahr ist die 125. Kieler Woche (22. bis 30. Juni) geplant.

Kieler Woche: DSV-Segler mit guten Ergebnissen vor den WM

Deutschlands Olympia-Segler haben die Kieler Woche mit zahlreichen Top-Ten-Platzierungen erfolgreich beendet. In der Nationenwertung erreichte das German Sailing Team Rang vier hinter Neuseeland, Dänemark und der in den vergangenen 20 Jahren erfolgreichsten Segelnation Großbritannien. Für das deutsche Team gab es drei Podiumsplätze.

Den einzigen deutschen Gesamtsieg in den Olympia-Klassen sicherte sich Laser-Vizeweltmeister Philipp Buhl. Dabei schien der Weltranglisten-Zweite zunächst seinen fünften Kieler-Woche-Erfolg im Finale verspielt zu haben. Doch dann profitierte er von der Kenterung und abschließender Bestrafung eines Konkurrenten und schob sich als Siebter im Finale nur Bruchteile von Sekunden vor dem Esten Karl-Martin Rammo ins Ziel. So gewann Buhl das Duell mit dem Briten Elliot Hanson mit einem Punkt Vorsprung in der Endabrechnung.

"Ich bin happy", sagte der 28 Jahre alte deutsche Hoffnungsträger. "Ich würde mich noch mehr freuen, wenn ich den Sieg aus eigener Kraft und nicht mit Hilfe externer Ereignisse gewonnen hätte." Er nehme durch den Weltcup-Finalsieg von vor zwei Wochen und den Erfolg in Kiel viel Selbstbewusstsein mit zur Weltmeisterschaft vor Aarhus im August. "Dort will ich um den Titel kämpfen", sagte der Sonthofener.

Zweite wurden die 49erFX-Europameisterinnen Tina Lutz (Holzhausen) und Susann Beucke (Strande). Auf Platz drei in der olympischen Zweihandjolle 470er kamen Nadine Boehm und Ann-Christin-Goliass vom Deutschen Touring Yacht-Club in Bayern.

"Es macht Spaß, hier neben einem kompletten Medaillensatz zu sitzen", sagte Nadine Stegenwalner, Sportdirektorin im Deutschen Segler-Verband. Die Nationalmannschaft nimmt nach der Kieler Woche Kurs auf die WM aller olympischen Segeldisziplinen, die vom 30. Juli bis zum 12. August vor Aarhus in Dänemark ausgetragen wird. Dort wollen die Leistungsträger erste Nationenstartplätze für die Olympischen Spiele 2020 sichern. Der DSV möchte zwei WM-Medaillen gewinnen, wie DSV-Vizepräsident Torsten Haverland verkündete.

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loc/kad/news.de/dpa
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