05.01.2021, 14.47 Uhr

Heilige Drei Könige 2021: Tradition, Bedeutung und Einkaufsmöglichkeiten am 6. Januar

Beim Sternsingen am 6. Januar zum Dreikönigstag verkleiden sich Kinder eigentlich als die Heiligen Drei Könige und sammeln Geld für wohltätige Zwecke.

Beim Sternsingen am 6. Januar zum Dreikönigstag verkleiden sich Kinder eigentlich als die Heiligen Drei Könige und sammeln Geld für wohltätige Zwecke. Bild: dpa

Der Gesang durch den Handy-Lautsprecher, der Segen im Briefkasten und die Spendenübergabe mittels selbst gebasteltem Kescher: Auf kreative Weise bereiteten sich die Sternsinger auf ihre Mission in Corona-Zeiten vor. Am 29. Dezember wurde die 63. Aktion Dreikönigssingen im Aachener Dom bundesweit eröffnet.

"Uns ist unglaublich wichtig, dass trotz der Situation der Segen jeden erreichen kann", sagte Sternsinger-Präsident Pfarrer Dirk Bingener der Deutschen Presse-Agentur. Neben Hygieneregeln wie Mittel zur Desinfektion der Hände für jede Gruppe hat das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" Ideen von und für Pfarreien veröffentlicht, wie das klappen kann. Und die seien sehr vielfältig, sagte Bingener.

Sternsinger wappnen sich für Corona

Traditionell gehen Sternsinger von Tür zu Tür, um Segenswünsche zu bringen. Sie hinterlassen den Segensspruch C+M+B an den Haustüren. Das steht für den lateinischen Satz "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus). Zugleich sammeln sie Geld für einen guten Zweck. Nach zahlreichen Austritten gibt es in Deutschland noch rund 22,6 Millionen Katholiken und 20,7 Millionen Protestanten.

Heilige Drei Könige - Ursprung des Dreikönigstags am 6. Januar 2021

Mit den den Heiligen Drei Königen sind Caspar, Melchior und Balthasar gemeint, die "Weisen aus dem Morgenland", die zur Geburt von Jesus Christus nach Bethlehem kamen. In der katholischen Kirche wird der 6. Januar, der Tag der Heiligen Drei Könige, als Hochfest "Erscheinung des Herrn" (Epiphanie) gefeiert.

Bedeutung und Geschichte der Sternsinger am Dreikönigstag

Grundlage für das Sternsingen ist die biblische Erzählung der Sterndeuter, die das Jesuskind in der Krippe aufsuchen. Es gibt Belege dafür, dass Kloster- und Chorschüler den Brauch in der Mitte des 16. Jahrhunderts einführten. Sie zogen demnach bereits vor 350 Jahren umher, trugen überlieferte Sprüche und Lieder vor und sammelten Gaben. Hintergrund war auch die Überführung der Gebeine der Heiligen Drei Könige nach Köln im Jahr 1164.

Seit 1959 gibt es die Aktion Dreikönigssingen in der heutigen Form. Organisiert wird sie von den katholischen Gemeinden.

Am Dreikönigstag (6. Januar 2021) werden auch die Narren losgelassen

Mit dem Dreikönigstag ist aber auch noch eine andere Bedeutung verknüpft: Die Narren im Südwesten starten am Dreikönigstag eigentlich in die Fünfte Jahreszeit. Am 6. Januar beginnt in Baden-Württemberg traditionell die schwäbisch-alemannische Fastnacht. Der Start ist dabei je nach Region unterschiedlich: In manchen Zünften ziehen die Narren von Haus zu Haus und befreien die hölzernen Masken symbolisch vom Staub des Vorjahres. Andernorts beginnt die närrische Zeit mit dem sogenannten Einschnellen - also dem Knallen der Peitschen.

Heilige Drei Könige 2021 - Wo ist Feiertag und verkaufsoffen?

Der Dreikönigstag am 6. Januar ist in den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ein gesetzlicher Feiertag. Shopping-Fans müssen jetzt ganz stark sein: In den genannten Ländern haben die Geschäfte geschlossen. Einen verkaufsoffenen Feiertag wird es aufgrund des Corona-Lockdowns nicht geben.

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kad/kns/news.de/dpa