02.10.2020, 08.41 Uhr

Model: Hana Nitsche zwischen "Mamisein" und Modeljobs in Corona-Zeiten

Mama und Model Hana Nitsche hat eine limitierte Kosmetiktuchbox gestaltet

Mama und Model Hana Nitsche hat eine limitierte Kosmetiktuchbox gestaltet Bild: Privat/spot on news

Es hätte ihr kleines Comeback in Deutschland sein sollen - doch wegen Corona hängt Hana Nitsche (34) auch weiterhin in ihrer US-Wahlheimat Los Angeles fest. Das Model sollte eigentlich beim "Happy Mami & Papi Day" von Kaufland und FamilienMomente in Hamburg dabei sein und eine von ihr gestaltete, limitierte Kosmetiktuchbox vorstellen. Die strengen Aus- und Einreisebestimmungen der USA aufgrund der Pandemie machten ihr einen Strich durch die Rechnung. "Ich habe mich riesig gefreut, wieder in Deutschland zu sein und zu arbeiten", so die 34-jährige. Stattdessen war die Mutter einer zweijährigen Tochter bei dem Event virtuell zugeschaltet.

Auch Schauspielerin und Influencerin Isabell Horn (36) sowie Nina Schwaiger alias YouTuberin PelicanBay präsentierten selbst designten Kosmetiktuchboxen. Da die beiden in Deutschland leben, konnten sie persönlich vor Ort sein, ebenso wie "Let's Dance"-Star und Mama Motsi Mabuse (39). Die Eltern und Reality-TV-Stars Daniela Katzenberger (33) und Lucas Cordalis (53) waren aus ihrer Wahlheimat Mallorca zugeschaltet.

Den Song "Love" von Hana Nitsche gibt's hier

Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt Hana Nitsche unter anderem, welchen Einfluss die Corona-Pandemie nicht nur bei diesem Event, sondern generell auf ihre Karriere hat. Sie verrät außerdem, was Töchterchen Aliya und sie wirklich glücklich macht.

Wie traurig sind Sie darüber, heute nicht persönlich dabei sein zu können?

Hana Nitsche: Ich habe mich riesig auf den "Happy Mami & Papi-Day" gefreut. Wieder in Deutschland sein zu können, wieder zu arbeiten. Es ist sehr schade, dass ich jetzt durch die ganzen Reisebeschränkungen nicht dabei sein kann und es ärgert mich auch sehr. Ich hätte auch super gerne die Box im Laden gesehen.

Es hat mir aber trotzdem riesigen Spaß gemacht, wenigsten virtuell dabei zu sein - auch wenn ich dafür ganz schön früh aufstehen musste (lacht). Aber das ist man als Mama ja gewohnt. Netterweise hat Kaufland mir auch einige der Boxen hier nach Los Angeles gesendet. Da kann ich wenigsten die Bastelanleitung auf der Box mit Aliya zusammen ausprobieren.

Wie schwer macht Ihnen die Corona-Krise Ihr Comeback im Model-Business?

Nitsche: Es ist aktuell ganz schwierig, wieder normal arbeiten zu können. Bei meinem Beruf gehört reisen leider dazu. Viele Trips kann ich aktuell nicht machen, weil viele Länder und gerade die USA ihre Ein- und Ausreisebestimmungen verschärft haben. Das macht mir echt zu schaffen und hat meine ganzen Pläne geändert und beeinflusst viele meiner Bookings. Einige meiner Jobs fallen deswegen leider komplett weg.

Haben Sie Bedenken, dass Sie an Ihre erfolgreiche Karriere nicht mehr anknüpfen können?

Nitsche: Man macht sich natürlich Gedanken, im Moment haben es aber alle schwer. Man hofft einfach auf das Beste und dass wieder ein wenig mehr Normalität zurückkehrt.

Wie sehr fehlt es Ihnen, wieder als Model zu arbeiten?

Nitsche: So schön es auch ist, mit Aliya zuhause zu sein, mir fehlt die Arbeit doch ein wenig. Der Beruf hat mir sehr viel Spaß gemacht und mich auch ein Stück erfüllt. Ich hatte viele tolle Jobs, die ich einfach gerne gemacht habe.

Welche großen Projekte hatten Sie in diesem Jahr geplant?

Nitsche: Viele große Events fallen weg. Es standen einige Sachen in Deutschland an, die ich aktuell nicht machen kann. Vielleicht wird die virtuelle Teilnahme an Events wie heute das "New Normal" und eine Situation, an die wir uns einfach gewöhnen müssen. Auch wenn ich jetzt seit einigen Jahren in den USA lebe, bleibt Deutschland nach wie vor mein Hauptmarkt. Ich freue mich total, dass viele deutsche Unternehmen an mich denken.

Selbst so simple Sachen wie auf Castings gehen fallen für mich aktuell weg. Meine Model-Agentur ist in New York, ich lebe in Kalifornien. Selbst die Reise von Staat zu Staat innerhalb der USA ist aktuell nicht ganz so einfach. Man muss die Quarantäne mit einplanen. Und da ich ja eine kleine Tochter habe, von der ich dann mehrere Tage getrennt wäre samt ständigem Krankheitsrisiko, wägt man eben stark ab, was sich vom Aufwand her überhaupt lohnt.

So bleibt Ihnen mehr Zeit mit Ihrer Tochter. Wie hat Aliya Ihr Leben verändert?

Nitsche: Aliya hat mein Leben komplett auf den Kopf gestellt, aber auch sehr bereichert. Sie ist die Liebe meines Lebens und bringt mich sehr zum Lachen. Alles richtet sich jetzt nach ihr aus, viele Dinge gehen nicht mehr so wie vorher, man muss mehr planen. Aber es ist auch ok so. Ich bin gerne Mama und langsam habe ich auch meinen Flow mit ihr und kann jetzt auch immer mehr Dinge wieder miteinander verknüpfen. Ich finde immer mehr zu meinem alten Ich zurück.

Wie sieht für Sie der perfekte Tag mit Ihrer Tochter aus?

Nitsche: Vor der Corona-Krise haben wir immer sehr viel unternommen. Sind auf kleine Reisen gegangen, haben uns mit Spielgruppen getroffen, waren viel auf Spielplätzen oder in Spielhallen. Jetzt machen wir Picknicks in der Natur, treffen uns mit den Großeltern oder spielen mit den Nachbarskindern. Aliya liebt das Meer, also machen wir viele Spaziergänge oder spielen einfach im Garten. Sie ist ein sehr aktives Kind, und ich renne ihr den ganzen Tag hinterher. Mit ihr wird es auf keinen Fall langweilig und jeder Tag ist auch anders.

Das Wort "perfekt" gibt es im Mama-Alltag nicht wirklich, gerade mit der aktuellen Lage. Man macht das Beste aus allem, aber ein Kinderlachen ist einfach das Größte und Schönste für mich und es braucht dann auch nicht viel. Manchmal sind es die kleinsten und einfachsten Dinge, die meine Kleine glücklich machen. Zum Beispiel ein Spielhaus aus alten Pappkartons, eine gebastelte Gitarre aus einer meiner Kosmetiktuchboxen oder die Schmetterlinge im Garten. Wenn dann ihre Augen strahlen und sie aus vollem Herzen lacht, ist das auch für mich ein perfekter Moment.

Ihre Familie lebt in Europa, wer hilft Ihnen bei der Kindererziehung?

Nitsche: Die Kindererziehung liegt komplett bei mir. Aber meine Schwiegereltern leben in der Nähe und kommen einmal die Woche zum Spielen vorbei. Bei Notfällen springen sie dann auch mal ein und helfen. Ich hatte vor Corona auch einmal die Woche eine Nanny, aktuell fällt das aber weg, somit ist das Mamisein ein Fulltime-Job.

Wie nehmen Sie sich Auszeiten vom Mama-Trubel?

Nitsche: Aliya geht mittlerweile halbtags in die Pre-school (vergleichbar mit einem Kindergarten) somit habe ich dann zumindest in den drei Stunden, in denen sie weg ist, ein wenig Zeit für mich. Die Zeit geht dann aber auch immer sehr schnell vorbei, irgendetwas gibt es schließlich immer zu erledigen: Einkaufen, Bookings bearbeiten, Papierkram.

Echte "Me-Time" gibt es gerade eher seltener. Wenn ich mir doch mal eine Auszeit gönne, ist das in Form von Sport, Massagen oder einer Maniküre - was wegen Social Distancing ja gerade auch nicht so wirklich geht. Daher ist es aktuell eher oft ein Spaziergang mit den Hunden oder einfach nur mal im Garten in der Sonne liegen, kurz in mich gehen, ein Buch lesen, ein Bad nehmen. Einfach nur ein wenig relaxen und auftanken, bis dann mein kleiner Wirbelwind wieder bei mir ist.

Denken Sie schon über ein zweites Kind nach?

Nitsche: Ich hätte sehr gerne noch mehr Kinder. Familie ist einfach das größte Glück für mich. Aktuell wird das aber eher nicht passieren. Denn in der momentanen Lage und mit der Ungewissheit in der Welt, ist es für mich nicht der richtige Moment, ein weiteres Kind zu bekommen.

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