22.08.2020, 07.15 Uhr

Harry Jeske ist tot: Tiefe Trauer! "Puhdys"-Legende (82) gestorben

Puhdys-Musiker Harry Jeske (l.), hier mit seinem Bandkollegen Peter Meyer, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.

Puhdys-Musiker Harry Jeske (l.), hier mit seinem Bandkollegen Peter Meyer, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Bild: Bernd Wüstneck / ZB / picture alliance / dpa

Mit seinen Bandkollegen der "Puhdys" schrieb Harry Jeske Musikgeschichte und war vor allem im Osten Deutschlands eine wahre Legende in der Unterhaltungsindustrie. Er war nicht nur Musiker bei den Puhdys, sondern lange auch ihr Manager - und das älteste Band-Mitglied. Jetzt ist der einstige Bassist der "Puhdys" im Alter von 82 Jahren gestorben, wie unter anderem der "Berliner Kurier" schrieb.

Harry Jeske ist tot: "Puhdys"-Bassist im Alter von 82 Jahren gestorben

Harry Jeske starb, so bestätigte es der einstige "Puhdys"-Manager Rolf Henning dem "Berliner Kurier", in Wismar. Auch Jeskes langjähriger Bandkollege bestätigte den Tod des Bassisten gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Der Bassist soll in den letzten Jahren seines Lebens unter gesundheitlichen Problemen gelitten haben. Im Herbst 2019 sah man Harry Jeske bei seinem letzten öffentlichen Auftritt anlässlich des 50. Geburtstags der "Puhdys" in der Stadthalle in Rostock - zu diesem Zeitpunkt war der Ostrock-Star bereits an den Rollstuhl gefesselt. Woran Harry Jeske genau starb, wurde nicht kommentiert.

Harry Jeske gründete die "Puhdys" mit Peter Meyer

Harry Jeske, der im Oktober 1937 in Oranienburg geboren wurde, musizierte seit Mitte der 1960er Jahre mit Keyboarder Peter Meyer, der wenig später neben Dieter "Maschine" Birr, Dieter "Quaster" Hertrampf und weiteren Kollegen die "Puhdys" mitbegründen sollte.Für Harry Jeske steht das "H" im Bandnamen der Puhdys. 32 Jahre alt war er, als die Gruppe am 19. November 1969 im sächsischen Freiberg ihr erstes Konzert gab.

Bis zum Fall der Mauer wurden die Puhdys zwölfmal zur beliebtesten Rockgruppe der DDR gewählt - und schon damals regelmäßig auch von Zehntausenden Zuschauern in der Waldbühne im Westen Berlins umjubelt. Sie waren omnipräsent und die erfolgreichste Rockband im sozialistischen Teil Deutschlands. 2016 löste sich das Quintett auf. "Harry war damals der beste Manager der DDR", sagte Puhdys-Sänger Dieter "Maschine" Birr am Freitag der dpa. "Ihm haben wir sehr viel zu verdanken."

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"Puhdys"-Bassist Jeske musste die Band auf gesundheitlichen Gründen verlassen

Harry Jeske blieb den "Puhdys" bis 1997 treu. Wegen einer Ohrenkrankheit stieg Jeske aus einer der erfolgreichsten Bands der DDR aus - kurz vor seinem 60. Geburtstag. Bei 80 bis 100 Live-Konzerten pro Jahr könne er gesundheitlich nicht mehr mithalten, begründete er damals diesen Schritt. Seine Rente habe er bereits beantragt. Zu Harry Jeskes Nachfolger wurde Peter Rasym in die Gruppe geholt.

Nach seinem Karriereende als Musiker zog Harry Jeske mit seiner Ehefrau auf die Philippinen. Der gelernte Fliesenleger und Ofensetzer war mit einer Philippinerin namens Erma verheiratet; die letzten Jahre seines Lebens verbrachte der Bassist jedoch in Wismar, wo er am 20. August 2020 starb.

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loc/news.de/dpa
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