17.09.2013, 11.31 Uhr

Sissi, Versace, Lennon: Schrecklich schaurig! Hier wurden Stars gekillt

Von news.de-Mitarbeiterin Lisa Straube

23.000 Quadratmeter Wohnfläche auf drei Etagen, zehn Schlafzimmer, elf Bäder, ein vergoldeter Pool und ein Observatorium, obendrein jede Menge Marmor, Fresken und Kunstwerke - das ist die Villa des 1997 ermordeten Modeschöpfers Gianni Versace, und am heutigen Dienstag kommt sie unter den Hammer. Das Mindestgebot liegt bei 19 Millionen Euro - ein Schnäppchen, gemessen an den 125 Millionen Dollar, für die die Prunkvilla im letzten Jahr vergeblich zum Verkauf angeboten wurde. Dennoch ist vollkommen ungewiss, ob sich ein neuer Besitzer finden wird.

Wer möchte an diesem Tatort wohnen?

Kaiserin Sissi, Gianni Versace und John Lennon zählen zu den bekanntesten Mordopfern.

Kaiserin Sissi, Gianni Versace und John Lennon zählen zu den bekanntesten Mordopfern. Bild: dpa/news.de-Montage

Zu den angeblichen Interessenten zählen Fußballstar David Beckham und seine Frau Victoria. Dem Familienglück im pastellfarbenen Prunkbau könnte allerdings der angrenzende, mehr als belebte Ocean Drive im Weg stehen - auch nachts kommt die Touristenmeile Miamis nicht zur Ruhe. Noch schwerer sollte aber wiegen, dass die Villa vor 16 Jahren Schauplatz eines grausamen Verbrechens wurde: Am 15. Juli 1997 wurde Gianni Versace mit zwei Schüssen in den Hinterkopf getötet, als er gerade vom Zeitungseinkauf zurückkehrte.

Sein Mörder war der 27-jährige Andrew Phillip Cunanan. Der einst begehrte Callboy, der durch Affären mit Prominenten Zugang zur High Society gefunden hatte, stürzte in der Mitte der 1990er Jahre in eine schwere Krise. Er redete sich ein, an AIDS erkrankt zu sein, und entwickelte eine glühende Eifersucht auf seine Liebhaber.

Im April 1997 erschlug er sein erstes Opfer, seinen Lover Jeff Trail. Drei weitere Morde brachten Cunanan auf die Liste der zehn meistgesuchten Verbrecher des FBI. Dennoch konnte er sich zwei Monate lang frei in Miami bewegen und schließlich sein letztes Opfer, Gianni Versace, hinrichten.

Weitere Prominente, die Zuhause ermordet wurden

Doch Versace, der nur 50 Jahre alt wurde, ist längst nicht das einzige prominente Mordopfer. Ein weiterer Modedesigner, der einem Callboy zum Opfer fiel, war Rudolph Moshammer: Am 14. Januar 2005 wurde er in seinem Haus bei München mit einem Kabel erdrosselt. Der Täter ist der damals 25-jährige Herisch Ali Abdullah. Moshammer hatte ihn nahe dem Münchner Hauptbahnhof angesprochen und ihm 2000 Euro Euro für sexuelle Dienste versprochen. Später kam es zum Streit über den Lohn, der schließlich eskalierte.

Auch Sharon Tate, die renommierte US-Schauspielerin und frühere Ehefrau von Roman Polanski, wurde in ihrem eigenen Haus ermordet. Nach einem gemeinsamen Essen wurden die hochschwangere Tate und drei ihrer Freunde am 8. August 1969 von vier Mitgliedern der Manson Family überwältigt und mit dutzenden Messerstichen hingerichtet. Außerdem erschossen die Sektenmitglieder einen 18-jähriger Studenten, der den Hausmeister des Anwesens besuchte.

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John Lennon wurde am 8. Dezember 1980 direkt vor seinem Wohnsitz, dem berühmten Dakota Building in New York City, erschossen. Noch Stunden zuvor hatte sein Mörder, der geistig verwirrte Mark David Chapman, eine Schallplatte von Lennon signieren lassen. Der Tod des Ex-Beatle war nicht das erste grausige Verbrechen im Dakota Building. 1978 hatte dort ein anderer berühmter Bewohner, der Oscar-Preisträger Gig Young, erst seine deutsche Frau Kim Schmidt und dann sich selbst erschossen.

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