04.05.2021, 12.52 Uhr

Corona-News aktuell: Länder-Aufstand gegen Merkels Schul-Schließungen

Angela Merkel setzte die Schulschließungen in der Bundesnotbremse fest.

Angela Merkel setzte die Schulschließungen in der Bundesnotbremse fest. Bild: dpa

Dieses Umdenken käme aber reichlich spät! Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge fordern einige Kultusminister der Länder mehr Präsenzunterricht an unseren Schulen. Nachdem eine neue Studie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München die von Bundesregierung und Ländern beschlossene Schließung der Schulen mittels der Bundesnotbremse für wenig sinnvoll eingestuft hat, regt sich offenbar neuer Widerstand. Kritisiert werde vor allem das sture Festhalten an einem Inzidenzwert von 165, bei dem der Präsenzunterricht an Schulen eingestellt werden muss.

Bundesnotbremse aktuell: Schulschließungen nicht sinnvoll

Woher der Wert vor der Abstimmung in Bundestag und Bundesrat plötzlich aufgetaucht war, erschien vielen Bürgern unklar. Von purer Willkür war die Rede in den sozialen Netzwerken. Die Statistiker halten geöffnete Schulen für sinnvoller, da Infektionen durch die Testpflicht gut ermittelt werden können. Sind die Kinder im Homeschooling sei dies nicht der Fall und symptomlose Infektionen werden erst gar nicht erkannt. Auf diesen Trichter kommen laut "Bild" nun auch immer mehr Kultusminister der Länder.

Corona-News: Länder-Aufstand gegen Merkels Schul-Schließungen

Gegenüber dem Blatt bekannte Bayerns Bildungsminister Michael Piazolo (Freie Wähler), dass mit Schnelltests "mehr Sicherheit in und außerhalb der Schule" geschaffen werden könnte. Er erklärt: "Wer morgens in der Schule als Corona-positiv erkannt wird, kann auch in seiner Freizeit das Virus nicht mehr unentdeckt verbreiten". Die Forderung nach deutlich mehr Präsenzunterricht ist da nur folgerichtig.

Dem schließt sich auch Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) an, wie er gegenüber "Bild" erklärt: "In der Wissenschaft mehren sich die Zweifel an den andauernden Schulschließungen. Wir sollten diese Zweifel endlich ernsthaft prüfen und die Schulschließungen auf den Prüfstand stellen. So wie jetzt geht es nicht mehr weiter", wird er zitiert.

Schulen in Corona-Pandemie "relativ sichere Orte"

Auch aus Hessen und Rheinland-Pfalz sollen kritische Stimmen zu hören sein. Schulen seien "in der Pandemie im Vergleich zum privaten Umfeld und jeder anderen Situation ohne die genannten Hygieneregeln relativ sichere Orte", heißt es laut "Bild" aus dem Mainzer Bildungsministerium. Selbst von Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier soll es "im CDU-Präsidium Kritik am Inzidenz-Regime" geben. Er soll von weniger "Abhängigkeit vom Robert-Koch-Institut" gesprochen haben.

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rut/fka/news.de