03.05.2021, 11.09 Uhr

Corona News aktuell: Lockdown NICHT sinnvoll! Studie widerspricht Merkels Schul-Politik

Eine Studie widerspricht der Schul-Politik von Angela Merkel in der Pandemie.

Eine Studie widerspricht der Schul-Politik von Angela Merkel in der Pandemie. Bild: dpa

Seit Ende April gilt die Bundes-Notbremse in Deutschland und damit einhergehend neue Corona-Regeln. Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer müssen seitdem im Präsenzunterricht zweimal pro Woche getestet werden.

Neue Corona-Maßnahmen an Schulen durch Bundes-Notbremse

Darüber hinaus gilt hier eine eigene Notbremse: Überschreitet die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100, so wird Wechselunterricht ab dem übernächsten Tag Pflicht. Ab 165 wird ab dem übernächsten Tag der Präsenzunterricht in Schulen, Berufsschulen, Hochschulen, Einrichtungen der Erwachsenenbildung und ähnlichen Einrichtungen verboten. Ausnahmen für Abschlussklassen und Förderschulen sind möglich. Diese Bremse gilt auch für Kitas, die Länder können aber Notbetreuung ermöglichen. Die Schulbremse tritt außer Kraft, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 165 wieder unterschreitet.

Studie zerlegt Merkels Schul-Politik: Offene Schulen besser als geschlossene!

Vor allem im Bezug auf die Schulöffnungspolitik wurde Angela Merkel im Laufe der Pandemie immer wieder kritisiert. Man warf der Kanzlerin vor, die Pandemie auf dem Rücken der Kinder auszutragen und deren Bedürfnisse zu vernachlässigen. Eben diesen Kritikern dürfte eine neue Studie derLudwig-Maximilians-Universität (LMU) München in die Karten spielen. Wie die "Bild"-Zeitung aktuell berichtet, fanden die Experten um den Statistiker Prof. Göran Kauermann heraus, dass offene Schulen in der Pandemie sicherer seien, als geschlossene. Das hat einen guten Grund: Die Testpflicht, die seit Mitte April in den Schulen gilt.

Lockdown an Schulen NICHT sinnvoll! Schulen sollten offen bleiben

Das Team um den Prof. Kauermann sprach sich mit den Studienergebnissen dagegen aus, Schulen ab einer Inzidenz von über 165 wieder komplett zu schließen. Den Experten zufolge sei dies der falsche Weg. Für ihre Studie werteten sie Daten aus Bayern in der Woche nach den Osterferien aus. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass die Ansteckungen mit "hoher Wahrscheinlichkeit in einem Infektionsumfeld außerhalb der Schule stattgefunden" haben - gemeint sind die Ferien.

Offene Schulen helfen durch Testpflicht, Infektionsketten zu unterbrechen

Die Statistiker halten geöffnete Schulen für sinnvoller, da Infektionen durch die Testpflicht gut ermittelt werden können. Sind die Kinder im Homeschooling sei dies nicht der Fall und symptomlose Infektionen werden erst gar nicht erkannt. Das Fazit der Experten lautete daher: Schulöffnungen seien durchaus sinnvoll, um Infektionsketten zu unterbrechen "und so einen Beitrag zur Pandemiebewältigung" zu leisten.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz hat bereits auf die Studienergebnisse aus München reagiert und fordert nun von Kanzlerin Angela Merkel ein "Umdenken, dass ein durch Tests abgesicherter Schulbetrieb besser ist, als Schulen pauschal zu schließen".

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fka/bua/news.de/dpa