29.04.2021, 08.49 Uhr

Joe Biden: Böser Spott! Lall-Alarm bei 1. Rede im Kongress

Joe Biden wurde für seinen Auftritt im Kongress böse verspottet.

Joe Biden wurde für seinen Auftritt im Kongress böse verspottet. Bild: dpa

Joe Biden hat in seiner ersten Ansprache als US-Präsident vor beiden Kongresskammern einen amerikanischen Neuanfang nach der Ära seines Amtsvorgängers Donald Trump beschworen. Biden ist 100 Tage im Amt. Erstmals in der Geschichte der USA saßen bei diesem Anlass am Mittwoch zwei Frauen hinter dem Präsidenten: Kamala Harris, die erste Vizepräsidentin des Landes, und die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi.

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Joe Biden hält erste Rede im Kongress

Biden nutzte seine Ansprache, um Kongressabgeordnete beider Parteien dazu aufzufordern, weitreichende Pläne seiner Regierung zu unterstützen. Ein von ihm vorgeschlagenes billionenschweres Infrastrukturpaket bezeichnete er als größten Anschub für den Arbeitsmarkt seit dem Zweiten Weltkrieg. Weitreichend sind auch Bidens Pläne zur Unterstützung von Familien und zur Förderung der Bildung. Er will die in den USA knapp bemessenen Sozialleistungen deutlich ausweiten. Finanziert werden soll sowohl der Familienplan als auch das Infrastrukturpaket mit Steuererhöhungen.

Seine Vorschläge bedürfen der Zustimmung des Kongresses - und das Land ist innenpolitisch nach wie vor tief gespalten. Mit einigen Vorhaben könnte Biden selbst bei einzelnen gemäßigten Demokraten im Senat auf Ablehnung stoßen. Ebenso forderte der Präsident die Parteien auf, sich abzustimmen, um strukturellem Rassismus entgegenzuwirken. Als Präsident habe er ein Land inmitten einer Krise übernommen: Die USA hätten die schlimmste Pandemie binnen eines Jahrhunderts, die schlimmste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression und mit der Erstürmung des Kapitols im Januar den schlimmsten Angriff auf die Demokratie seit dem amerikanischen Bürgerkrieg erlebt.

Lall-Alarm! Joe Biden böse verspottet von Donald Trump Jr. bei Instagram

Was bei Bidens Anhängern gefeiert wird, erzürnte seine politischen Gegner. An der Spitze derer positionierte sich wieder einmal Donals Trump Jr., der Sohn des abgewählten Es-Präsidenten. Bereits kurz vor Bidens Rede postete er auf seinem Instagram-Account ein Bild des amtierenden Präsidenten mit der Bildunterschrift: "Let's get ready to mumble", eine Abänderung der berühmten Worte des Ringansagers Michael Buffer. "Lass das Lallen beginnen", spottet der Trump-Sohn im Netz und findet bei seinen Anhänger:innen dafür natürlich reichlich Applaus. Die Ohren zu waschen hilft da wohl kaum.

Donald Trump schimpft gegen LeBron James, Liz Cheney und die Oscars

Der Schmerz sitzt tief bei den Trumps. Inzwischen ist Trump nicht nur außer Dienst, sondern auch von Twitter verbannt, seinem früheren Sprachrohr zur Welt. Per E-Mail meldet er sich immer noch fast täglich bei Unterstützern und Medien zu Wort. In den Mails aus seinem Feriendomizil in Florida - die ähnlich erratisch sind wie einst seine Tweets - schimpft Trump auf die Demokraten, aber auch auf die jüngste Verleihung der Oscars. Den schwarzen Basketball-Star LeBron James bezeichnet er als "rassistisch", seine innerparteiliche Rivalin Liz Cheney als "kriegshetzerische Närrin". Beachtung findet er kaum noch - der Bedeutungsverlust dürfte schmerzhaft sein.

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rut/news.de/dpa