15.04.2021, 17.36 Uhr

Wladimir Putin: Nach Ausweisung russischer Diplomaten: Kreml-Chef droht US-Präsident Biden

Wie wird Wladimir Putin auf die Ausweisung seiner Diplomaten reagieren?

Wie wird Wladimir Putin auf die Ausweisung seiner Diplomaten reagieren? Bild: dpa

Als Vergeltung für einen Moskau zugeschriebenen Hackerangriff und Einmischung in die US-Wahlen weisen die USA zehn russische Diplomaten aus und verhängen eine Reihe neuer Sanktionen. Unter den Diplomaten der Vertretung in Washington seien auch fünf Mitarbeiter russischer Geheimdienste, erklärte das Weiße Haus am Donnerstag.

Schock für Wladimir Putin - US-Präsident lässt russische Diplomaten ausweisen

Dennoch wünscht sich Joe Biden eine Verbesserung der Beziehung zu Russland und Kreml-Chef Wladimir Putin. Die US-Regierung habe klargemacht, dass sie eine "stabile und vorhersehbare Beziehung mit Russland" wünscht, erklärte das Weiße Haus. "Wir glauben nicht, dass wir weiter auf einem negativen Kurs bleiben müssen." Russland müsse aber wissen, dass die USA "ihre nationalen Interessen verteidigen werden" und Moskau für feindliche Handlungen bestrafen werden, hieß es.

Auge um Auge? Expertin erwartet Ausweisung von US-Diplomaten

Russland bestellte wegen der Ausweisung seiner Diplomaten und weiterer neuer Sanktionen US-Botschafter John S. Sullivan ins Außenministerium ein. Es werde ein hartes Gespräch für die amerikanische Seite, sagte Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa am Donnerstag in Moskau. "Ein solch aggressives Verhalten wird ohne Zweifel eine Abfuhr erhalten, eine Antwort auf die Sanktionen wird unabwendbar sein." Russische Außenpolitiker sagten, dass Russland "spiegelgenau" reagieren und im Gegenzug ebenfalls zehn US-Diplomaten ausweisen werde.

Die "feindlichen Schritte" der Vereinigten Staaten hätten das Konfliktpotenzial zwischen Moskau und Washington laut Sacharowa gefährlich erhöht und sie müssten nun für die geschädigten bilateralen Beziehungen aufkommen, warnte die Ministeriumssprecherin.

Droht ein Krieg? Biden und Putin müssen trotz Differenzen zusammenarbeiten

US-Präsident Joe Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan hatte unmittelbar zuvor im Gespräch mit dem Sender CNN erklärt, es gehe darum, "eine bedeutende und glaubwürdige Antwort zu liefern, aber nicht, die Situation eskalieren zu lassen". Es handle sich um "angemessene" Maßnahmen, um die US-Interessen zu verteidigen, sagte er. Die USA und Russland könnten trotz ihrer Differenzen bei verschiedenen Themen, etwa Fragen der Abrüstung, zusammenarbeiten und eine "stabile und vorhersehbare Beziehung" haben, sagte Sullivan.

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fka/news.de/dpa