12.04.2021, 14.10 Uhr

Düstere Lockdown-Prognose 2021: Lockdown bis Mitte Juni? Abrechnung mit inkompetenter Corona-Politik

Wie lange dauert der Lockdown noch an?

Wie lange dauert der Lockdown noch an? Bild: AdobeStock / michaelheim

Von news.de-Redakteurin Anika Bube

Eigentlich sollte der Lockdown nur vier Wochen andauern. Mit "strengen Einschränkungen" wollte die Politik im November 2020 die zweite Corona-Welle brechen. Doch der Teil-Lockdown scheiterte und musste schließlich verschärft werden. Mittlerweile haben wir April 2021. Während andere europäische Staaten wieder zum normalen Leben zurückkehren, ist ein Ende der ständigen Lockdown-Verlängerungen hierzulande noch nicht in Sicht. Dabei fragen sich bereits viele, wie lang der aktuelle Zustand noch andauern soll und kann. Die Prognose ist düster: Demnach könnte der Lockdown noch bis Mitte Juni andauern.

Lockdown bis Mitte Juni! Kanzleramtschef Braun mit düsterer Corona-Prognose

Wie der "Tagesspiegel" berichtet, geht die Bundesregierung offenbar von einer verschärften Infektionslage aus, die noch sechs bis acht Wochen andauern könne. Das soll Kanzleramtschef Helge Braun in einer Besprechung mit den Ländern am Sonntag deutlich gemacht haben. Die geplanten Maßnahmen durch ein geändertes Infektionsschutzgesetz könnten demnach bis Ende Mai oder sogar Mitte Juni andauern. Das heißt, Deutschland wäre dann insgesamt sieben Monate lang im Lockdown. Die Bevölkerung wird auf eine harte Geduldsprobe gestellt.

Bis es eine Einigung auf das weitere Vorgehen gibt, werden alle bisher geltenden Corona-Maßnahmen um drei Wochen verlängert, heißt es nach Informationen des Wirtschaftsmagazins "Business Insider". Das heißt, der Lockdown geht vorerst bis zum 9. Mai 2021.

Harter Lockdown statt Rumgeeiere! Abrechnung mit Corona-Politik auf Twitter

Auf Twitter machen die ersten ihrem Unmut bereits Luft. "Die 'Zwei-Wochen damit wir Weihnachten zu unseren Familien können' fühlen sich echt ganz schön lang an", heißt es in einem Tweet. "Ich kann Herrn Braun die Illusion nehmen: Ein sehr großer Teil der Bevölkerung wird NICHT bis Juni oder noch länger zu Hause sitzen. Die Polizei/Ordnungsamt kommt ja jetzt schon kaum hinterher. Das wird in den nächsten Wochen nicht anders werden", hält ein anderer Twitter-Nutzer dagegen.

Die meisten Twitter-Nutzer:innen kritisieren den Müßiggang der Politik. "Surprise, surprise. Wenn das Nachdenken noch länger dauert, könnte auch die #Lockdown-Phase (was ist denn das schon wieder?) länger werden. #NoCovid#YesToNoCovid #harterLockdownSofort #SchulenUndKitasZu", heißt es in einem Tweet. "Je langsamer man auf die Breme drückt, um so länger braucht der Wagen bis er zum stehen kommt. Wenn man auf das Gaspedal drückt, auch wenn man das Modellgaspedal nennt, kommt der Wagen - nicht zum stehen", fügt ein anderer hinzu. "Wenn es schon einen vernünftigen Lock-down gegeben hätte, wären wir schon durch", heißt es in einem Tweet. Denn anders als vor einem Jahr, gab es seitdem keine harten Kontaktbeschränkungen mehr. Und wie wir alle wissen: Viren lieben soziale Kontakte.

Inkompetenz und Korruption! Twitter kritisiert Hin und Her in Corona-Politik

"Warum einigt man sich denn nicht auf einen kurzen sehr harten Lockdown, dann sind überall die Zahlen unter 50 und jedes BL kann wieder selbst regieren", fragt sich eine Twitter-Nutzerin, warum die Politik so rumeiert. "Die im Artikel angegebenen Zeitspannen sind sehr optimistisch.Kein vernunftbegabter Mensch glaubt, dass das Rumgeier um die 100 bei offenen Schulen bis #inzidenz200 in naher Zukunft ein Ende nimmt. Fakt ist allenfalls die Überlastung der Krankenhäuser durch #Durchseuchung", fügt ein anderer an. "Dann wäre es wohl besser: 2 Wochen hatten Lockdown und dann öffnen. Oder lasst uns einfach leben. Dieses gehoppel verwirrt nur. Ich werde nicht mehr wählen gehen. Außer Inkompetenz und Korruption habe ich in den letzten 13 Monaten nicht gesehen. Alle samt", schimpft ein Nutzer auf Twitter. "Ich Gastronom, wäre ein harter Lockdown 2 Wochen lieber als das jetzt. Das haben wir doch schon Monate. Das geht hin und her. 2 Wochen und dann langsam hochfahren."

"Mitte Juni, welches Jahr?"

"Per se bin ich ja für einen härteren Lockdown, meines Erachtens Mittlerweile die einzige Möglichkeit um das Infektionsgeschehen endlich in den Grief zu bekommen. Mich pisst allerdings schon an, dass es wie mir scheint wieder einmal nur das Privatleben treffen soll", heißt es in einem Tweet.

Trotz der bitteren Aussichten auf die kommenden Wochen verlieren andere Nutzer scheinbar ihren Humor nicht. Sie kontern den politischen Entwicklungen während der Corona-Krise mit Sarkasmus und Ironie. "Mitte Juni, welches Jahr?", will einer wissen. Andere haben die Schnauze voll und werden deutlicher: "Ich lass mich nicht mehr einsperren.... ich ziehe jetzt in die Fickteuchallee."

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bua/bos/news.de