07.10.2020, 10.16 Uhr

Kim Jong-un: Nordkorea-Diktator kündigt 80-Tage-Schlacht an

Kim Jong-un will die Wirtschaft ankurbeln.

Kim Jong-un will die Wirtschaft ankurbeln. Bild: dpa

Nordkoreas Führung will bis zum Ende des Jahres noch einmal das ganze Land mobilisieren, um die chronisch kriselnde Wirtschaft anzukurbeln. Das Politbüro des Zentralkomitees der Arbeiterpartei habe bei einer Sitzung unter Vorsitz von Machthaber Kim Jong Un beschlossen, "eine 80-Tage-Kampagne" auf den Weg zu bringen, berichteten die Staatsmedien am Dienstag. In den internationalen Medien ist sogar die Rede von einer "80-Tage-Schlacht".

Kim Jong-un kündigt 80-Tage-Schlacht an

Ziel sei es, den 75. Gründungstag der Partei "als großes Fest des Siegs und des Fortschritts zu glorifizieren" und den nächste Parteikongress zu begrüßen. Der Gründungstag fällt auf den 10. Oktober, der achte Parteikongress soll im Januar stattfinden.

Nordkoreas Wirtschaft kriselt! Wirtschaftspolitische Ziele die letzten Jahre verfehlt

Im August hatte die Führung des weitgehend isolierten Landes offen eingeräumt, die wirtschaftspolitischen Ziele in den vergangenen vier Jahren verfehlt zu haben. Beim nächsten Parteikongress soll demnach ein neuer Fünf-Jahres-Entwicklungsplan vorgelegt werden. Wegen seines Atomwaffenprogramms unterliegt Nordkorea internationalen Sanktionen, die die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zusätzlich hemmen.

Kim Jong-un startete 2016 bereits "200-Tage-Kampagne der Treue"

Nach der Politbüro-Sitzung, die bereits am Montag stattfand, hieß es, das Land stehe vor Herausforderungen, die nicht übersehen werden könnten. In einem Brief des Zentralkomitees an alle Parteimitglieder sollen die Partei und alle Menschen aufgerufen werden, sich an der 80-Tage-Kampagne zu beteiligen. Solche Aktionen, die in der Regel längere Arbeitszeiten vorsehen, sind in Nordkorea zur Erfüllung staatlicher Ziele nicht unüblich. Nach dem siebten Parteitag vor vier Jahren hatte Nordkorea eine "200-Tage-Kampagne der Treue" gestartet, um den damals neuen Fünf-Jahres-Plan umzusetzen.

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fka/bua/news.de/dpa