01.09.2020, 14.27 Uhr

Coronavirus-News am 01.09.2020: 1218 neue Fälle in Deutschland! Maskenpflicht bei Demos kommt

Diese Aufnahme, die von den U.S. National Institutes of Health im Februar 2020 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das Covid-19 verursacht.

Diese Aufnahme, die von den U.S. National Institutes of Health im Februar 2020 zur Verfügung gestellt wurde, zeigt das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2), das Covid-19 verursacht. Bild: dpa

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1218 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen auf seiner Homepage bekannt.

Coronavirus-News am 01.09.2020: RKI meldet 1218 neue Corona-Infektionen

Am Samstag waren es noch 1479 neue registrierte Fälle, am Sonntag 785 und am Montag 610. Die Fallzahlen an Sonn- und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

Corona-Krise in Deutschland aktuell: Bislang starben 9302 Menschen an Sars-CoV-2

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 243.599 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9302. Seit dem Vortag wurden vier Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 217.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

In Berlin gilt künftig Maskenpflicht bei Demonstrationen

Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als 100 Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bei seiner Sitzung am Dienstag verständigt. Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos und Fahrrademos geben. Nach der bisherigen Infektionsschutzverordnung in Berlin war Teilnehmern von Demonstrationen nicht vorgeschrieben, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Details sollen bei der Pressekonferenz nach der Senatssitzung am Dienstagnachmittag bekannt gegeben werden.

Eine solche Maskenpflicht gilt etwa in Bussen und Bahnen oder im Einzelhandel und seit Beginn des neuen Schuljahres auch in Schulgebäuden, aber nicht während des Unterrichts. Der Senat hat das Thema am Dienstag beraten, nachdem es am Wochenende mehrere Demonstrationen in Berlin gegen die Corona-Politik gegeben hatte.

Am Samstag nahmen nach Schätzungen der Behörden an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin insgesamt rund 38 000 Menschen teil. Eigentlich wollten die Berliner Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten.

Als Grund für die Verbotsverfügung hatte die Polizei angeführt, durch die Ansammlung Zehntausender Menschen - oft ohne Maske und Abstand - entstehe ein zu hohes Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung. Das habe bereits die Demonstration gegen die Corona-Politik am 1. August in Berlin gezeigt, bei der die meisten Demonstranten bewusst Hygieneregeln ignoriert hätten. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte bereits am Montag angekündigt, eine Maskenpflicht für Demonstrationen zu befürworten.

 

Paul-Ehrlich-Institut rechnet mit mehr Grippe-Impfstoff

Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet für die kommende Grippesaison mit einer höheren Zahl verfügbarer Impfstoff-Dosen. Aktuell wird davon ausgegangen, dass um die 25 Millionen Dosen freigegeben werden, wie eine Sprecherin des Instituts am Dienstag in Langen sagte. In der vergangenen Saison seien es 21,2 Millionen gewesen. Es ist davon auszugehen, dass wegen der Corona-Pandemie die Nachfrage nach Grippe-Impfungen steigen wird.

Das Institut hatte Ende Juli mit der diesjährigen Chargenprüfung von Influenza-Impfstoffen begonnen. Bislang seien 13,6 Millionen Dosen für den deutschen Markt freigegeben.

Gegen die Grippe sollten sich in der Regel vor allem Ältere, chronisch Kranke, Schwangere sowie Medizin- und Pflegepersonal impfen lassen. Das Influenza-Virus kann durch winzige Tröpfchen übertragen werden, etwa beim Niesen.

Hochzeitsfeier in Frechen (NRW) als Corona-Hotspot - 23 Infizierte, 850 Personen in Quarantäne

Ein Ende der Pandemie ist aktuell dennoch nicht in Sicht. Nach einer Hochzeitsfeier in Frechen in Nordrhein-Westfalen sind bislang 23 der 85 Gäste positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das teilte das Landratsamt des Rhein-Erft-Kreises am Montag mit. Die Feier fand am 22. August statt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle seien alle Gäste und sonstige Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden. Alle Teilnehmer der Feier wurden am Wochenende auf das Coronavirus getestet, wie es hieß. Die bisher positiv Getesteten hätten überwiegend ihren Wohnsitz in Hürth.

Insgesamt befinden sich aktuell 850 Personen aus dem Kreis in Quarantäne und damit 174 mehr als noch am Freitag, wie es weiter hieß. Der enorme Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass die neuen Fälle selbst eine beträchtliche Anzahl von beruflichen und privaten Kontakten hatten. Betroffen seien unter anderem zwei Kindertagesstätten, eine Schule und ein Fußballverein.

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sba/news.de/dpa